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Das Waterloo des StrahlenschĂĽtzers Alexander Lerchl

Info ⌂, Freitag, 22. Mai 2015, 17:51 (vor 817 Tagen) @ Info

Das Waterloo des Strahlenschützers Alexander Lerchl - Sein Fälschungsvorwurf gegenüber der REFLEX-Studie ist rechtswidrig

Pandora - Stiftung für unabhängige Forschung
PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 18. Mai 2015 - Die jahrelangen Angriffe des Professors Alexander Lerchl von der privaten
Jacobs University in Bremen auf die Ergebnisse der von der Europäischen Union finanzierten REFLEXStudie,
in der ein erbgutschädigendes Potenzial der Mobilfunkstrahlung nachgewiesen worden war,
wurden vom Landgericht Hamburg abrupt beendet. Eine technische Laborantin, der er
wahrheitswidrig unterstellt hatte, die REFLEX-Ergebnisse gefäscht zu haben, hatte dort am 19. August
2014 Klage wegen Persönlichkeitsverletzung eingereicht. Das Endurteil vom 13. März 2015 ist seit
dem 21. April 2015 rechtskräftig [1]. Hier ein Auszug:

Die zulässige Klage ist begründet. Es kann dahinstehen, ob die Klage bereits deswegen erfolgreich ist,
weil die Klägerin sich auf Anonymitätsschutz berufen kann, mit der Folge, dass selbst die Äußerung
eines Verdachtes unzulässig wäre. Eine Entscheidung hierüber kann jedoch offen bleiben, da
prozessual von der Unwahrheit des in Rede stehenden Fälschungsvorwurfs auszugehen ist. Die
umstrittenen Äußerungen verletzen daher die Klägerin in ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht [....].

Bewusst unwahre Tatsachenbehauptungen und solche, deren Unwahrheit bereits im Zeitpunkt der
Ă„uĂźerung feststeht, mĂĽssen nicht hingenommen werden [....].

Das Gericht warnte Alexander Lerchl abschlieĂźend vor der Fortsetzung seiner Angriffe auf die
technische Laborantin, deren berufliche Existenz er vernichtet hatte, um die Ergebnisse der REFLEXStudie,
um die allein es ihm ging, aus der wissenschaftlichen Literatur zu entfernen.

Die Wiederholungsgefahr ist aufgrund der rechtswidrigen Veröffentlichung indiziert, da zu vermuten
ist, dass ein rechtswidriger Eingriff wiederholt wird [....]. Es ist nicht ersichtlich, dass sie
ausnahmsweise trotz rechtswidriger Veröffentlichung zu verneinen wäre [....].

Alexander Lerchl, ehemaliges Mitglied der Strahlenschutzkommission (SSK), verfolgte seit 2007 – sei
es aus innerem Antrieb oder auftragsgemäß, was wahrscheinlicher ist – das Ziel, der REFLEX-Studie
jede GlaubwĂĽrdigkeit zu nehmen, weil deren Ergebnisse mit seiner den Stand der Forschung
ignorierenden Meinung von der Harmlosigkeit der Mobilfunkstrahlung nicht in Einklang zu bringen
waren. Seiner „richtigen Meinung“ verdankte er schließlich die Förderung seiner bis vor kurzem
auffallend strahlenfreundlichen Pseudoforschung durch Industrie und Politik und verbunden damit
seinen persönlichen Aufstieg zum obersten Strahlenschützer Deutschlands [2].
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