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WLAN statt Wasser

Eva Weber, Samstag, 21. Januar 2017, 19:52 (vor 183 Tagen)

WLAN statt Wasser, so die S√ľddeutsche Zeitung.

http://www.sueddeutsche.de/politik/bahn-wlan-statt-wasser-1.3341710

"Paradox an der gro√üen Wlanisierung ist das darin enthaltene Service-Versprechen. Mit dem Internetzugang soll alles M√∂gliche einfacher und bequemer f√ľr die Reisenden werden. Tats√§chlich dient er auch dazu, Service abzuschaffen und Kosten einzusparen. Am deutlichsten wird das beim Fliegen. Die Billig-Airline Norwegian war im Jahr 2011 die erste europ√§ische Fluglinie, die ihren Passagiere Gratis-Wlan an Bord anbot, w√§hrend sogar ein Glas Wasser extra kostete. Die Strategie zahlt sich aus, wie das Unternehmen mitteilt. Lieber durstig als offline sein, ist anscheinend die Devise der Flugg√§ste. Durch diese Verschiebung der Grundbed√ľrfnisse l√§sst sich der Profit erh√∂hen. In einer Studie des Unternehmens Juniper, einem der gr√∂√üten Netzwerkausr√ľster der Welt, hei√üt es: Wenn die Passagiere ihre eigenen Ger√§te mitbringen, auf denen sie Filme anschauen, spare das nicht nur die Kosten f√ľr eingebaute Monitore, sondern auch Gewicht, sprich Kerosin."

Als Elektrosensible √§rgert es mich nat√ľrlich, dass ich keine √∂ffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen kann, au√üer wenn es gar nicht mehr anders geht und dann mit Risiko. WLAN kommt nun noch als zus√§tzliche Erschwernis dazu! Aber Elektrosensible gibt es ja nicht! Und die Mehrheit der Bev√∂lkerung scheint vollkommen zufrieden zu sein, wenn √ľberall, in Bahn, Flugzeug oder Bus oder sonst irgendwo, sofort und ungest√∂rt digitale Kommunikation m√∂glich ist. Zu deren Gl√ľck gen√ľgt das anscheinend vollkommen. Wie ist doch der Mensch bescheiden geworden!

Wenn es ansonsten keinerlei Service mehr gibt, wird es den vielbesch√§ftigten Fahrg√§sten gar nicht mehr auffallen. Man kann also Zugpersonal und die meisten Flugbegleiter einsparen. Wenn die G√§ste nichts mehr trinken, bzw. einfach keine Zeit mehr dazu haben, ist auch die eine oder andere Toilette √ľberfl√ľssig. Vielleicht k√∂nnte man einen Flugzeugrumpf auch ohne Fenster konstruieren, das erg√§be dann eine riesige Carbonzigarre, die wiederum um vieles leichter w√§re und unkomplizierter zu fertigen als mit Fenstern. Die braucht sowieso niemand mehr. Was sieht man denn da schon? Nur total Veraltetes! Bei Bus und Bahn ist es genauso. Die Sicht aufs Smartphone bietet wenigstens etwas.

Ich wei√ü, dieser Beitrag ist ziemlich b√∂se, aber eigentlich haben die Nutzer nur das, was sie so gerne haben wollen, und sie erhalten es im √úberma√üe inklusive gepulster nicht ionisierender Strahlung. Politik und Wirtschaft h√∂ren auf ihre W√ľnsche, wie sie das noch bei keinen W√ľnschen der Bev√∂lkerung je getan haben. Die ICNIRP sorgt mit ihren Grenzwerten daf√ľr, dass es Menschen nirgendwo zu warm wird und schon hat alles seine Richtigkeit.


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