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Die Zukunft ist schon da

Eva Weber, Donnerstag, 07. September 2017, 19:54 (vor 97 Tagen)

7. September 2017, 17:52 Uhr SĂŒddeutsche Zeitung

Smart City
Die Zukunft ist schon da, aber sie ist vor allem in Estland


http://www.sueddeutsche.de/digital/sz-serie-smart-city-ein-land-alles-digital-1.3652533

Ein langer Bericht! Ich zitiere daraus:

"Jeder Este kann sich ĂŒber www.eesti.ee einwĂ€hlen, mit der digitalen Signatur Dokumente unterzeichnen und seine SteuererklĂ€rung fertig machen. "Das dauert drei Minuten, weil alles vorausgefĂŒllt ist", schwĂ€rmt Marketing-Expertin Piperal. Das Steuersystem mit einer einheitlichen Flat-Tax von 20 Prozent hilft ebenso. Ein Unternehmen registrieren? Ist nach 18 Minuten erledigt. Mittlerweile sind Hunderte Dienstleistungen abrufbar; seit 2005 kann man online wĂ€hlen. "Nur drei Dinge machen wir nicht im Netz: Heirat, Scheidung und den Kauf einer Immobilie", sagt Piperal. JĂ€hrlich werden so laut Eigenauskunft der Regierung mehr als 800 Jahre Arbeitszeit in der Verwaltung eingespart."

Das von mir Fettgedruckte ist absolut nachdenkenswert. DarĂŒber lĂ€sst sich trefflich grĂŒbeln. Auf etwas VernĂŒnftiges kommt man allerdings nicht, man kann es drehen wie man will. 800 Jahre eingespart und das alleine in der Verwaltung? Kurz gesagt, mein Verstand reicht fĂŒr solche Rechnungen nicht.

"... Im MĂ€rz 2017 machte das Parlament Estlands Straßen zum TestgelĂ€nde, und nun fahren autonome Minibusse probeweise im Schritttempo am Rande der Tallinner Altstadt entlang."

Aha, damit die Arbeitszeitersparnis von 800 Jahren nicht allzu arg zu Buche schlÀgt, fahren die Busse als kleiner Ausgleich im Schritttempo.

"FĂŒr die Zentralbank ermitteln sie, wie viele AuslĂ€nder nach Estland kommen. "FrĂŒher haben Leute mit Klemmbrett Touristen befragt. Wir sehen dank der Handy-Daten, woher die Touristen kommen. Deren durchschnittliche Kaufkraft wissen wir von den Kreditkartenfirmen", sagt Saluveer. Zudem werden auch jene Reisenden erfasst, die nicht in Hotels ĂŒbernachten."

Wer da noch hinfĂ€hrt, der muss schon ein besonderes Faible haben fĂŒr dieses zugegeben schöne aber Ă€ußerst neugierige Land. Bei mir tĂ€te man sich recht hart mit dem Auskundschaften, denn ich habe kein Handy - aber solche GĂ€ste sind ja sowieso nicht erwĂŒnscht. Vielleicht sollten einmal solch verrĂŒckt gewordene digitale Zeitgenossen an ihrer Lebenszeit einsparen. Ich meine, das könnte sogar ein GlĂŒck fĂŒr die Menschheit sein.

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