Der unter dem obigen Titel von Prof.Dr.A.Lerchl verfasste Beitrag, der unter anderem auch von Aussenstehenden in unser Allgemeines Forum transferiert und zur Diskussion gestellt wurde hat zu mehreren Anfragen an unsere Arbeitgruppe EMF/MF geführt.
Wir sind der Meinung,dass dieser Beitrag ins Wissenschafts-Forum gehört
da selbst der interessierte/infomierte Laie damit überfordert ist.
Was ja auch die bisher geführten Diskussionen in den Foren,in die Prof.Dr.A.Lerchl den Beitrag einstellte, mehr oder weniger gezeigt hat.
Aus diesem Grund stellen wir ihn somit hier ein und versuchen auf diese Weise eine transparente Diskussion zu dem Thema in die Wege zu leiten.
Ferner kann uns auch nicht der Vorwurf gemacht werden,wir würden uns nicht der Diskussion stellen und uns nur genehme Themen veröffentlichen.
Wir geben hiermit jedem der genügend fachlich qualifiziert ist,die Möglichkeit sich an der Diskussion zu beteiligen.Bitte nur zum Thema Diskussionbeiträge einstellen, allgemeine Fragen/Antworten ins Allgemeine-Forum einstellen.
Zusatzinfomation,
auf der Webseite http://www.mobilfunkdebatte.de/ unter News finden Sie weitere Informationen.
Betreiber der Seite ist Prof.Dr.A.Lerchl
Moderator
Wissenschafts-Forum
UMTS verursacht Strangbrüche?
verfasst von *Alexander Lerchl*, 28.04.
2008, 16:40
Liebe Foren-BenutzerInnen,
bei der Diskussion um mögliche Schäden, die durch elektromagnetische
Felder des Mobilfunks verursacht werden sollen, spielen Auswirkungen
auf die Erbsubstanz (DNA) eine wichtige Rolle. Sollten solche Effekte
tatsächlich auftreten, wären in der Tat schwer wiegende Konsequenzen
bis hin zur Auslösung von Krebserkrankungen zu befürchten.
Biophysikalische Mechanismen, die eine solche Schädigung erklären
würden, konnten bislang nicht identifiziert werden, da die Energie
dieser Felder im Frequenzbereich des Mobilfunks um viele Größenordnunge
n zu niedrig sind, um solche Effekte (Brüche der kovalenten Bindungen
in Molekülen) erwarten zu lassen. Dennoch berichteten einige
Arbeitsgruppen über solche Schäden. Die Arbeitsgruppe um Prof.
Rüdiger aus Wien hat bereits mehrfach über solche Auswirkungen
publiziert, zuletzt Anfang des Jahres, diesmal wurden UMTS-Frequenzen
untersucht. Es zeigten sich wiederum (wie schon bei 1800 MHz GSM)
erhebliche und signifikante DNA-Schäden bei Expositionswerten weit
unterhalb der geltenden Grenzwerte.
In dieser Arbeit sind erhebliche Diskrepanzen zu früheren Arbeiten (
auch derselben Arbeitsgruppe) enthalten, und es finden sich viele
methodische und statistische Ungereimtheiten und Fehler. Sie können
dies in einer (englischsprachigen) Publikation von mir nachlesen, die
frei (ohne Kosten) verfügbar ist:
http://www.springerlink.com/content/j0k74456855588uv/fulltext.pdf
Eine (deutschsprachige) Veröffentlichung hierzu im Labor-Journal mit
weiteren Hintergrundinformationen finden Sie hier:
http://www.laborjournal.de/editorials/304.html
Es wäre zu wünschen, dass es zu einer breiten *sachlichen*
Diskussion kommt. Ich bin dazu bereit.
Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. Alexander Lerchl
Jacobs-University Bremen
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