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Beitrag im Forum Allgemeines Forum


Datum: 20.02.10 04:30
Autor:  umtsno (webmaster@id..)
Subject: Re: Nachts ist es kälter als draußen
Kommentar von Puzyna zu "UMTSNO: Wenn eine Lüge über die Ufer tritt (Allgemein)"

20.02.2010
zuerst veröffentlicht auf der Seite
http://iddd.de/umtsno/100aerzte.htm#lug
und als pdf-file, 58 KB
http://iddd.de/umtsno/izgmfLerchlSP.pdf

Dipl.- Ing. Maschinenbau
Krzysztof Puzyna
Hütten 118, 20355 Hamburg
Tel. 040-342797
webmaster@umtsno.de

Folgende Eintragung, die von mir im Forum der Website Frauengesundheit (von Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard)
Quelle: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/?p=962&cpage=1
veröffentlicht wurde,

".. schon 2003 seine für 2 Jahre geplante -Langzeitstudie- an Mäusen wurde bereits nach 5 Monaten veröffentlicht. Alle Mäuse von Prof. Lerchl waren ganz schnell nach 3 Monaten durch die Strahlung eingegangen."

Quelle: http://www.iddd.de/umtsno/alt-gespo.htm#unten
hat Spatenpauli zu einem Kommentar auf seiner eigenen Seiten bewogen.

Stephan Schall - alias Spatenpauli, hat mich "freundlicherweise" über seine Veröffentlichung nicht benachrichtigt. Seinen Beitrag hat er in die eigenen Foren von IZgMf ( statt in das Forum, wo mein Beitrag steht) gesetzt. Erst jetzt, 10 Tage danach, habe ich seinen Text vom 10. Februar 2010, 23:45 entdeckt, nachdem er am 18.02.10 19:38 ins allgemeine Forum von HESE

Quelle: http://www.hese-project.org/Forum/index.php?

einen Beitrag mit dem Link zum Forum IZgMf eingestellt hatte. Hiermit widerspreche ich Spatenpaulis Einwänden in: "UMTSNO: Wenn eine Lüge über die Ufer tritt (Allgemein)"

Quelle: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=38276

1. Ich habe mich um vier Wochen geirrt, aber Prof. Lerchl auch

In meinem Beitrag auf Forum von Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard steht der Verweis auf die Anmerkungen vom 1.10.2005

Quelle: http://www.iddd.de/umtsno/alt-gespo.htm#unten

Entgegen den Behauptungen von Spatenpauli kann man dort sehr wohl die Quellen für meine Anmerkungen finden.

Quelle: http://www.biomedcentral.com/1471-2407/4/77/prepub

In diesem Fall von Prof. Lerchl, war das die Version 1 der Arbeit: "No effects of GSM-modulated 900 MHz electromagnetic fields on survival rate and spontaneous development of lymphoma in female AKR/J mice" von Angela M Sommer , Joachim Streckert , Andreas K Bitz , Volkert W Hansen and Alexander Lerchl, BMC Cancer 2004,4:77, doi:10.1186/1471-2407-4-7, Original Submission - Version 1

Quelle: http://www.biomedcentral.com/imedia/1690470831217300_manuscript.pdf
(...)Abstract (...) Methods (...)
"Starting with an age of 6 months, blood samples were taken monthly from the tail. Animals with signs of disease or with an age of about 42 weeks were sacrificed and a gross necropsy was performed. (...)".

Die Rezensentin Maren Fedrowitz wurde auch aus dem ursprünglichen Bericht nicht schlau und fragte nach:
"When did the exposure start ?
Animals arrived at an age of 4-5 weeks, were weighed and palpated weekly and were sacrificed when signs of disease occurred or with an age of about 42 weeks. But the graphs (e.g. the body weight) contain about 42 data points per group indicating a duration of exposure of about 42 weeks (about 280-290 days from the graphs).
Thus, what was the age of the mice when the exposure started ?"
15 May 2004 Version: Date: Maren Fedrowitz Reviewer

Quelle: http://www.biomedcentral.com/imedia/8522074393661041_comment.pdf

Frau Angela M. Sommer antwortete: "It was corrected that the experiment lasted 42 weeks, after the animals reached an age of about 46 weeks."

Quelle: http://www.biomedcentral.com/imedia/1881762284422001_comment.pdf

Frau Sommer hat die Frage, wann die Exposition angefangen hätte, nicht direkt beantwortet! In der letzten verfügbaren Version Nr. 4 finden wir folgenden Text:

"Starting with an age of 6 months, blood samples were taken monthly from the tail. Animals with signs of disease or with an age of about 46 weeks were sacrificed and a gross necropsy was performed."

Ich habe dies übernommen: ".. Starting with an age of 6 months.." und so gerechnet:

im Alter von 6 Monaten gleich 24 Wochen wurde die Untersuchung gestartet. Abhängig von der Version des Berichtes wird der Tod der letzten Mäuse mit 42 oder 46 Wochen angegeben. Das Team von Prof. Lerchl hat sich in seinen Angaben um 4 Wochen geirrt und ich auch. Wobei es sich bei mir bloß um einen Kommentar gehandelt hatte, dagegen bei Prof. Lerchl war das in einem internationalen wissenschaftlichen Bericht passiert.

Ich frage Sie Spatenpauli, ist das eine Lüge?

Also, spätestens im Alter 42 oder 46 Wochen (je nach Version der Texte) wurden die Mäuse getötet. 42 minus 24 ist 18 Wochen bzw. 22 Wochen gleich 4,5 Monate bis 5,5 Monate.

Fazit: nach ca. 5 Monaten der Strahlenexposition waren alle Mäuse tot! Ist das eine lange Zeit...

2. Mangelnde Transparenz, EMF-resistente Mäuse

Im Jahr 2004 war Prof. Lerchl schon kein "Hoffnungsträger" der Mobilfunkgegner mehr. Im Gegenteil, mit Entsetzen wurde darüber gesprochen, dass einer der Eckpunkte des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms die Transparenz in Bremen nicht erfüllen würde.

Einem bedeutenden Wissenschaftler, der nicht nur die Ergebnisse auf dem Papier, sondern sich auch persönlich die Qualität des Experiments anschauen wollte, wurde der Eingang ins Labor verwehrt. Seit dieser Zeit erzählt man sich, dass die Studie auf gegen Mobilfunkstrahlung resistenten Mäusen gemacht wurde. Darum haben sie ihn nicht reingelassen..

Der zweite Wissenschaftler wollte mit seinen selektiven Geräten die elektromagnetische Situation im Labor nachprüfen. Ihm wurde das auch nicht gestattet. Die EMF-Exposition draußen rundum die Labore war während der durchgeführten Experimente damals nicht so neutral, wie es nötig gewesen wäre.

3. Fehlende Positiv-Kontrolle

Auch weitere Bedingung des DMFs wurden nicht erfüllt: Es sollte für solche Experimente eine Gruppe von Mäusen als Positiv-Kontrolle einer Exposition im thermischen Bereich eingesetzt werden.

Fazit: Diese Studie war nach meinen Informationen nicht ausreichend transparent durchgeführt worden!!

4. Ein Fehler von mir

Die oben beschriebene Studie wurde aber nicht im September 2003 angefangen. Das war eine zweite Studie von Prof. Lerchl. Hier passierte die Verwechslung von zwei Studien von Prof. Lerchl: eine, die als "No effects of GSM - Studie" bezeichnet wurde, wurde am 5. März 2004 veröffentlicht und die zweite, die als "No effects of UMTS- Studie" bezeichnet wurde, wurde im September 2003 erst genehmigt.

Das war ein Fehler von mir, den ich erst jetzt bemerkte und hiermit korrigiere. Die Aussagen über die Manipulation durch den Begriff "Langzeitstudie für Mäuse" bleiben weiterhin bestehen egal, ob der Tod der Mäuse nach 3 , 4 oder erst nach 5 Monaten erfolgte.

5. Der Begriff "Langzeitstudie" ist irreführend

Die Experimente an Mäusen dauerten höchstens 5,5 Monate. Ich behaupte weiterhin, daß die Bezeichnung "Langzeitstudie" irreführend ist, da hier an Mäusen experimentiert wurde. Das ist völlig unzureichend, um die Strahlenexposition an Menschen einzuschätzen! Aus Arbeiten von Prof. Hecht und Szmigielski weiß ich sogar als Laie, dass "Langzeitstudien" in Jahren gemessen werden und nicht in Wochen.

20 Jahre Beobachtungen von Prof. Szmigielski: das ist eine Langzeitstudie mit einem menschlichen Massstab für die Zeit. Einer Studie an Tieren mit geringer Lebensdauer nach 5 Monaten oder in anderem Fall nach 24 Monaten das Prädikat "Langzeitstudie" zu verleihen, gehört in die Kategorie Mäuseskala, Begriffstäuschung und Manipulation.

6. SAR nicht für athermische Messungen geeignet

Die spezifische Absorptionsrate SAR war für die Einschätzung der athermischen Exposition denkbar ungeeignet. Es grenzt an die Verdummung oder Korruption der Kontrollbehörden, dass Herr Lerchl bei der athermischen Exposition mit dem gekünstelten Konzept der SAR- Messung durchgekommen ist. Da müsste bei den Behörden eine besondere Vorliebe für bestimmte Ergebnisse vorherrschen, dass man so einen Zirkus gefördert hatte.

Herr Lerchl, wenn Sie schon unter Laborbedingungen den Menschen eine Genauigkeit der tatsächlichen Exposition suggerieren, dann arbeiten Sie mit Laborwerten und nicht mit dem zweifelhaften SAR-Modell, zumal Sie auf die Kontrollgruppe mit Mäusen verzichtet hatten, die thermischen Feldwirkungen ausgesetzt wären!

Das ist typischer, weltweiter Betrug der Mobilfunkindustrie, die auf die Verdummung von Wissenschaftlern abzielen.

Zitat meines persönlichen Feindes Prof. Trzaska* (also keine Freundschaftsleistung): " (...) - SAR may be excellent measure of correlation between exposure and thermal effects caused by it"

Quelle: http://www.iddd.de/umtsno/60krebs5.htm#trzaska1
oder
Quelle: http://www.iddd.de/umtsno/hubtrz.pdf

* Prof. Dr. hab. Ing. Hubert Trzaska ist einer der führenden Messtechniker in der Welt.

7. Globale Bestrahlung

Die geistige Entwicklung der Menschen (also auch Ihre, Herr Prof. Lerchl !) wurde durch die globale EMF-Bestrahlung verlangsamt. Leisten Sie einen Beitrag für die Menschheit, oder wenn das zu unverständlich für Sie ist, für Ihre Familie, für ihr Kind und helfen Sie die Todessender aus den Städten, aus den Dörfern zu vertreiben. Alle GSM- DVB-t , WiMax - oder WiFi - Sender, DECT-Stationen et cetera, verletzen die Menschen! Helfen Sie sich selbst von den EMF- Ketten zu befreien !!

8. So oben die Menschen, wie unten die Mäuse: Die Esoterik von Prof. Dr.Alexander Lerchl

Sie, Herr Prof. Lerchl, verweisen auf eine grundsätzlich eingeschränkte Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen. Wenn es aber darum es geht, Ihren Studien eine Bedeutung für die Menschen hervorzukitzeln, dann schreiben Sie auf Seite 25 im Abschlussbericht " Spont. Leukämierate bei AKR/J-Mäusen"

"Insofern sind die hier dargestellten negativen Ergebnisse doch ein substantieller Beitrag für die Diskussion, ebenso wie für den Bereich der hochfrequenten elektromagnetischen Felder, für den epidemiologische Daten, insbesondere bezogen auf die Leukämie bei Kindern, noch nicht vorliegen."

Quelle: http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/biologie/biologie_abges/bio_040.html

oder auch hier im Abschlussbericht auf Seite 21 "in vivo-Experimente B": "Daher leisten die durchgeführten Experimente einen signifikanten Beitrag zur Gesundheitsvorsorge."

Quelle: http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/biologie/biologie_abges/bio_060.html

Diese Assoziationen zur Gesundheitsvorsorge sind ja keine, denn Sie lehnen persönlich jeden EMF-Wirkungsmodell ab. Logo ?

Es sei denn, Ihr Wirkungsmodell ist das alte Modell der Entsprechungen der Esoteriker:
so oben wie unten...

siehe dazu
Quelle: http://www.iddd.de/umtsno/emfkrebs/EsoterikvALerchlS.pdf

MfG
Krzysztof Puzyna




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