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Elektrosensibilität (ES; EHS) physiologisch erklärt

Susanne B., Sonntag, 17. Juni 2012, 22:59 (vor 340 Tagen) @ Dr. Wolfgang Beer

Robin des Toits:
Im Jahr 2007 beschwerten sich eine Reihe von Bibliotheksmitarbeitern in Paris über Kopfschmerzen, Übelkeit, ... unmittelbar nach massiven Installationen von WiFi - Strahlern in ihren Büros. Dies führte zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Pariser Rathaus und den Arbeitergewerkschaften (sowie zu einer Bürgerkonferenz über die Verbreitung von EMF in Paris).
An der französischen Nationalbibliothek BNF und in jüngerer Zeit bei der Pariser U - Bahn -Verkehrsgesellschaft RATP sind es die gleichen schädlichen Bedingungen, über die Debatten zwischen Gewerkschaften und Unternehmen in Bezug auf Fragen zu gesundheitlichen Auswirkungen bei der Arbeit hinsichtlich der neuen Wireless - Technologien in den Unternehmen stattfinden. Jeder Leser dieses Artikels kann auf eine erste medizinische Antwort in Bezug auf die Intoleranz gegenüber EMF, welche in der kanadischen Zeitung ,,La Maison du 21ème Siècle (das Haus des 21. Jahrhunderts)" veröffentlich wurde, zugreifen.
Französische Forscher haben gerade gezeigt, dass elektromagnetische Felder (EMF) vor allem die Blut- und Partikel-Physiologie bei ES-Menschen verändern und dass die Auswirkungen auf diese biologischen Marker mit der Intensität der Bestrahlung steigen und fallen. ,,Wir wissen mit Gewissheit, dass Elektrosensibilität nicht psychosomatisch ist", sagt uns Onkologe Prof. Dominique Belpomme in einem Telefoninterview. (Prof. Belpomme ist der Präsident des Verbandes für therapeutische Krebs-Forschung (Association for Therapeutic Research Against Cancer; französische Abkürzung: ARTAC, artac.info) ,,EMF löst wesentliche Effekte im Gehirn aus. Der wichtigste Effekt ist die Öffnung der Blut - Hirn - Schranke. Dies ermöglicht Quecksilber und andere Giftstoffe zum Gehirn durchzudringen, wo sie diverse Leiden und neurodegenerative Krankheiten verursachen." In den Aufzeichnungen von Prof. Belpomme erscheinen 20 neue Patienten pro Woche.
Seit Mai 2008 untersucht sein Team das Elektromagnetische-Feld- Intoleranz-Syndrom, welches er so benannt hat (französische Abkürzung: SICEM). ,,Ich habe 450 Patienten und sehe bis zu 20 neue Patienten pro Woche, einschließlich Kinder mit Kopfschmerzen, Gedächtnisverlust, Aufmerksamkeits- oder Sprachschwierigkeiten. Wir haben das größte Cluster von elektroempfindlichen Patienten in Europa. Dies ist ein großes Problem im öffentlichen Gesundheitswesen."
ES oder SICEM ist eine extreme Reaktion auf ein ziemlich niedriges Bestrahlungsniveau von elektrischen und magnetischen Feldern von niedriger Frequenz (50 - 60 Hz), welche von elektrischen Leitungen und Apparaten mit einer Funkfrequenz bis 10 MHz oder bis 300 GHz, einschließlich Mikrowellen von drahtlosen Geräten und deren Antennen, emittiert werden. Dieses Syndrom ist in Schweden als Belastung anerkannt, die Anlass zu diversen Modifikationen der Umwelt durch schützende Geräte mit geringerer Bestrahlung gibt, die mit Hilfe staatlich subventionierter Kredite ersetzt werden können.
Die meisten empfindlichen Fälle werden zu Unrecht der Psychiatrie zugerechnet: ihre Symptome (Herz - Kreislauf -, dermatologische, neurologische und muskuläre) sind so stark, dass sie sich mit spezieller Kleidung, Farben, Metall - Abschirmungen, welche idealerweise mit der elektrischen Erde verbunden sind, schützen müssen. Andere ziehen sich in Wälder, Höhlen und abgelegene Orte zurück, weit weg von EMF - Emissionen.
Prof. Belpomme's Team hat eine Diagnose-Methode entwickelt, die auf Bluttests und auf eine besondere Art von Elektroenzephalogramm (gepulste Doppler-Echo-Graphik) basiert, welches Ihnen ermöglicht, das Blut, das im Gehirn fließt, sichtbar zu machen. ,,Für diese Art von Patienten ist es sicher, dass sie Schwierigkeiten in der Gehirngefäß-Neubildung haben", sagt der Onkologe.

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