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netconomica 2012: Infrastrukturkonferenz zur Energiewende

Gast, Donnerstag, 10. Mai 2012, 12:41 (vor 405 Tagen) @ Gast

WIK diskutiert Rahmenbedingungen und Finanzierungsoptionen fĂŒr den Netzausbau

Bonn, 9. Mai 2012 – „Die Finanzierung des Netzausbaus ist eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen der Energiewende“. Mit dieser Feststellung hat Dr. Karl-Heinz Neumann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des WIK Wissenschaftliches Institut fĂŒr Infrastruktur und Kommunikationsdienste GmbH, heute die Infrastrukturkonferenz netconomica in Bonn eröffnet. Die Konferenz hatte zum Ziel, die Möglichkeiten der Finanzierung zu diskutieren und damit verbundene Chancen und Herausforderungen aufzuzeigen. Ein Fokus lag auf dem Aspekt, inwieweit das regulatorische Umfeld und marktliche Finanzierungskonzepte miteinander harmonieren.
Das WIK adressiert anlĂ€sslich der jĂ€hrlich stattfindenden netconomica aktuelle Fragen auf leitungsgebundenen InfrastrukturmĂ€rkten. Auch dieses Jahr konnten hochkarĂ€tige Referenten gewonnen werden. Neben Akteuren aus der Energiewirtschaft trugen Experten aus der Finanz- und Immobilienwirtschaft ihre Ideen und Konzepte zum Thema „Netzausbau fĂŒr die Energiewende: Regulierung, Finanzierung und Realisierung“ vor.

Institutionelle Investoren und BĂŒrger als Kapitalgeber

Achim Zerres, Leiter der Abteilung Energieregulierung bei der Bundesnetzagentur, steckte den Rahmen und die Perspektiven fĂŒr den Netzausbau im Zuge der Energiewende ab. Mit der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes und der Verabschiedung des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes erhĂ€lt die Bundesnetzagentur neue ZustĂ€ndigkeiten im Zusammenhang mit dem Ausbau der Höchstspannungsnetze. Eric Ahlers, Abteilungsleiter KaufmĂ€nnisches Assetmanagement beim BDEW, beleuchtete die Herausforderungen des Netzausbaus aus Netzbetreibersicht im Stromsektor. Dr. Christoph von dem Bussche, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der GASCADE Gastransport GmbH, zeigte das Spannungsfeld von Markt und Regulierung bei Investitionen in Gasnetze auf.
Ein wichtiger Aspekt der Konferenz war die EinschĂ€tzung institutioneller Investoren hinsichtlich der Chancen, die Infrastrukturprojekte im regulatorischen Umfeld bieten. Mit Dr. Oliver Voß, Leiter Research bei der IVG Immobilien AG und Michael Seidel, Senior Projektleiter bei der Commerz Real AG, sprachen zwei Referenten, die investive AktivitĂ€ten im Bereich der Energienetze ausloten bzw. bereits in diesem Umfeld aktiv sind. Dazu Michael Seidel: „Institutionelle Investoren suchen langfristige und rentable Anlagemöglichkeiten mit sicherer Rendite. Der Staat hat es in der Hand mit verlĂ€sslichen Rahmenbedingungen fĂŒr die Einspeisung von Energie und fĂŒr die Netzregulierung Grundlagen fĂŒr Investitionen zu schaffen. Zur Zeit gibt es aus Investorensicht Unsicherheiten hinsichtlich sich Ă€ndernder Rahmenbedingungen.“ Ein innovatives, privat initiiertes Modell zur Finanzierung und Realisierung des Netzausbaus erlĂ€uterte Dr. Martin Grundmann am Beispiel der BĂŒrgernetzgesellschaft „GrĂŒnes BĂŒrgernetz“. Die BĂŒrgerbeteiligung stellt ein neues Finanzierungskonzept dar, welches gleichzeitig lokale WiderstĂ€nde am Netzausbau ausrĂ€umen soll, da die BĂŒrger an den Netzerlösen partizipieren.

Stabile Rahmenbedingungen als Petitum


Dr. Andrea Schweinsberg, Abteilungsleiterin der Abteilung EnergiemĂ€rkte und Energieregulierung des WIK resĂŒmierte: „Uns ist es mit der netconomica gelungen, einen wichtigen Beitrag zur Diskussion möglicher Finanzierungskonzepte fĂŒr den Netzausbau zu leisten. Die Konferenz hat gezeigt, dass stabile Rahmenbedingungen essentiell sind. Unabdingbar ist darĂŒber hinaus eine breite gesellschaftliche Akzeptanz.“

Weitere Informationen zur Konferenz stehen auf der Konferenzhomepage www.netconomica.eu zum Download zur VerfĂŒgung.

Über das WIK:
Das WIK (Wissenschaftliches Institut fĂŒr Infrastruktur und Kommunikationsdienste) wurde 1982 als Ideenschmiede des damaligen Postministeriums gegrĂŒndet und hat sich inzwischen zum bedeutendsten Forschungs- und Beratungsinstitut fĂŒr Infrastruktur und Kommunikationsdienste in Deutschland entwickelt. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit stehen regulierungs- und ordnungspolitische Fragestellungen in den Bereichen Telekommunikation, Post, Energie, Bahn, Medien und Informationstechnologie. Zum WIK gehört außerdem die WIK-Consult, die die Expertise des Hauses auch fĂŒr Beratungsanliegen von Kunden im Bereich der Privatwirtschaft sowie öffentlicher Institutionen zugĂ€nglich macht. Die WIK-Consult ist eine Tochtergesellschaft des WIK. WIK und WIK-Consult haben in Summe 46 BeschĂ€ftigte.
Weitere Informationen unter: www.wik.org

Kontakt fĂŒr die Presse:
Christine MĂŒller
WIK Wissenschaftliches Institut fĂŒr Infrastruktur und Kommunikationsdienste GmbH
Rhöndorfer Str. 68
53604 Bad Honnef
Tel.: +49 2224 92 25 85
Fax: +49 2224 92 25 63
E-Mail: netconomica@wik.org


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