Kurios - Stadtwerke heizen bald mit Gratis-Strom
Wenn zu viel Windstrom fĂŒr die Netze produziert wird, bekommt der Stromabnehmer noch Geld dazu
Flensburg. Wenn der Stromsee ĂŒberzulaufen droht, wird Energie ganz billig. Stromsee? So nennen Energieexperten die gesamte Menge elektrischer Energie, die in den Stromnetzen vorhanden ist. Und je mehr Windkraft- und Solaranlagen vor allem in Norddeutschland ans Netz gehen, um so hĂ€ufiger kommt es bei entsprechender WindstĂ€rke vor, dass es zu eng wird in den Stromnetzen - und viel Windstrom gar nicht mehr aufgenommen werden kann. "Bislang ist der Netzausbau zur Aufnahme der installierten KapazitĂ€ten vernachlĂ€ssigt worden", sagt Claus Hartmann von den Flensburger Stadtwerken: "Die Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom orientiert sich nĂ€mlich nicht an der Stromnachfrage", erklĂ€rt Hartmann, Projektleiter fĂŒr den neuen Elektroden-HeiĂwasserkessel (EHK), dessen sieben mal drei Meter groĂes Fundament an der BatteriestraĂe gerade fertig geworden ist. Im Herbst soll die Zwei-Millionen-Euro-Investition fĂŒr 30 Megawatt WĂ€rme fertig sein. Ein Hochfahren des 110-Grad-Boilers von null auf 100 Prozent soll innerhalb von 15 Sekunden möglich sein. Ab Oktober wollen sich die Stadtwerke den ĂŒberregional bislang vernachlĂ€ssigten Netzausbau zu Nutze machen - nach eigenen Angaben als erstes Energieunternehmen in Deutschland.
http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/article/111/...

