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Zum Selbstplagiat

Wuff, Freitag, 04. Mai 2012, 12:49 (vor 384 Tagen) @ Wuff

Zählmechanismen zu EMF-Studien

Wenn wir hier die Zählmechanismen zu den EMF-Studien analysieren, dann nicht zum Selbstzweck, sonder mit der Fragestellung, welche diese für eine Verdünnungsstrategie bedeuten. Die Verdünnungsstrategie wird im Fall von EMF genauso wenig offiziell verkündet wie früher beispielsweise bei Tabak ( http://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=54940 , Seite 772 bzw. 2 von 5). Die insgesamt zehnstelligen (!) Geldströme in die EMF-„Forschung“ sowie die Stiftungs- und Vereinsgründungen sowie die Publikationen der EMF-Emittenten lassen aber keinen Zweifel daran, dass eine Verdünnungsstrategie tatsächlich verfolgt wird. Aber auch die Situation der EMF-emittierenden Branchen lässt das Verfolgen einer Verdünnungsstrategie als nahezu zwingend erscheinen. Wenn ein Ziel der Industrie ist, sich durch staatlich abgesegnete Grenzwerte haftungsrechtlich von der Betriebs- und Produkthaftpflicht zu befreien, und ein weiteres, durch möglichst hohe Grenzwerte Kosten für Basisstationen zu sparen, und wenn es bereits Berichte zu Beeinträchtigungen der Gesundheit unterhalb der Grenzwerte gibt, dann ist es naheliegend, die Wissenschaft zu beeinflussen, welcher die Kompetenz zugeschrieben wird, die „Wahrheit“ zu EMF zu verkünden, und auf diese Weise die „Wahrheit“ aktiv zu gestalten.


Was ist die Verdünnungsstrategie genau? Der Forenleiter „Spatenpauli“ behauptete, ich hätte Begriff als meine Erfindung ausgegeben, http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&id=42134 . Auch wenn Lerchl eilfertig beipflichtete, hatte ich ab Beginn auf die oben verlinkte Quelle verwiesen, http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=12799 . Laut den Autoren Grüning und Schönfeld ist die Verdünnungsstrategie „gezielte Förderung von Wissenschaftlern oder Forschungsprojekten … bei denen von der … Industrie gewünschte Ergebnisse sehr wahrscheinlich … Durch diese Forschung wurden die Ergebnisse unabhängiger Studien im Wissenspool gewissermassen verdünnt und systematische Fehler [Bias] eingeschleust.“ „Obwohl die Methoden … Verdünnung vom Wissenschaftler auf den ersten Blick kein fragwürdiges Verhalten erfordern, führt die alleinige Teilnahme an derartigen Projekten der … Industrie unweigerlich zur Verfälschung des wissenschaftlichen Erkenntnispools.“

Diese Verfälschung der „wissenschaftlichen Wahrheit“ durch die Verdünnungsstrategie erfolgt also unauffällig und ohne dass die beteiligten Wissenschaftler durch verbotenes Fehlverhalten kompromittiert werden müssten. Forschungskoordinatoren, die sich von der Industrie beispielsweise in die WHO eingeschleust werden, können Forschungsaufträge so verteilen, dass die Forscher die ihnen zugedachte Funktion selbst gar nicht erkennen, siehe als Beispiel http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76 .

Man kann das Zwischenziel der Verdünnungsstrategie, eine Überzahl von Studien mit entwarnenden, negativen Ergebnissen gegenüber Studien zu erzielen, welche auf eine Schadwirkung hinweisen, noch um einen weiteren Effekt ergänzen: Die Verdünnungsstrategie erzeugt eine dermassen grosse Anzahl von Studien (15‘000 oder nach anderer Quelle 40‘000 EMF-Studien), dass eine durchgehende kritische Qualitätskontrolle bzw. Studienkritik verunmöglicht wird. Die Verdünnungsstrategie hat somit einen selbsttarnenden Effekt eingebaut. – Dem Kritiker bleibt nur die Möglichkeit, auf exemplarische Fehldesigns von Studien hinzuweisen ( z.B. http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=37326 ).


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