h.e.s.e. project
International Network
Home · Kontakt

 EMF-Informations-Forum

Zum Selbstplagiat

Wuff, Samstag, 05. Mai 2012, 12:38 (vor 410 Tagen) @ Wuff

Nachtrag zur Verdünnungsstrategie


Im Artikel "Mobilfunstrahlung - kaum ergebnisoffene Forschung" schreibt der Leiter des Aachener EMF-Instituts zwar nicht ausdrücklich von "Verdünnungsstrategie", beschreibt sie aber treffend (
http://www.mobilebusiness.de/home/newsdetails/article/-88fa971448.html )

Auszüge aus dem Interview; es lohnt sich, das ganze Interview zu lesen (Auszeichnungen von Wuff):

Nießen: "Es gibt nur wenige Studien, die wirklich „ergebnisoffen“ an die Untersuchung der Problematik herangehen, und jegliche Art gesundheitlicher Auswirkungen in Betracht ziehen. Solche Studien sind (auch finanziell!) aufwendig. Viel einfacher (und billiger) sind Studien, die nur einen einzigen Endpunkt untersuchen (Wird durch Handytelefonieren die spezielle Hirntumorart Gliom xyz ausgelöst?) Meistens reicht die Anzahl der untersuchten Personen dann nicht für ein statistisch signifikantes Ergebnis. Rein wissenschaftlich betrachtet lernt man aus einer solchen Studie praktisch gar nichts – das wissenschaftliche Ergebnis lautet weiterhin: 'Wir wissen nicht, ob durch Handytelefonieren die spezielle Hirntumorart Gliom xyz ausgelöst wird'. Der Pressebericht dazu lautet aber: 'Kein Zusammenhang zwischen Handytelefonieren und Hirntumoren'“

Nießen: "Die Mobilfunkanbieter oder Handyhersteller finanzieren gerne Studien der vorgenannten „zweiten Art“. Häufig sind diese Studien (vom Untersuchungsumfang etc.) schon so angelegt, dass sie gar kein statistisch signifikantes Ergebnis liefern können. Die Ergebnisse auch solcher Studien sind nicht etwa „gefälscht“ oder die Endaussagen „gelogen“, aber die tatsächlichen Ergebnisse werden durchweg falsch interpretiert."

Nießen: "Die Interphone-Studie hat für die größte Untersuchungsgruppe (nämlich Personen, die Handys seit weniger als zehn Jahren nutzen) festgestellt, dass kein Zusammenhang zwischen Handynutzung und Hirntumoren nachweisbar ist. Aber wen wundert das? Die Latenzzeiten für fast alle Tumorarten liegen bei zehn bis 20 Jahren."

Zur Interphone-Studie siehe auch die Kritik in http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_07/kuhn_III/kuhn_iii.html .


gesamter Thread:

 

powered by my little forum