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Zum Selbstplagiat (Seite 26)

Wuff, Samstag, 26. Mai 2012, 19:50 (vor 358 Tagen) @ Wuff

  • Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezählt (Forts. 1)

    Demokratie mit Mehrheitsstimmrecht scheint uns Demokraten intuitiv als etwa Gutes, Hehres. In der Wissenschaft ist dieses aber ein völlig falsches Prinzip, um das Zutreffen von Theorien zu bestimmen. Wahre Aussagen werden in der Wissenschaft durch logisch fehlerfreies Schliessen aus Bekanntem, das bereits als wahr gilt, getätigt. Speziell in der EMF-Forschung ist das Mehrheitsprinzip sogar gerade das Gegenteil von Demokratie, nämlich Plutokratie, Herrschaft des Geldes. Das sich die Schützer der Strahlen bzw. der hohen Grenzwerte finanziell ohne Weiteres zehntausende Studien leisten können, und da die bisher genannten Regeln „1 – Nur Peer reviewed Journals“ und „2 – Signifikant wenn p < 0.05“ leicht für Manipulationen missbraucht werden können, werden die Schützer der Strahlen noch sehr lange die erdrückende Mehrheit haben. In der Frage bzw. Abstimmung dazu, ob es athermische Effekte von EMF gebe, kann jede Partei so viele Wahlmänner schicken, wie sie Studien bezahlen kann.

    Nach „ergebnisoffen“ und „liberal“ tönt auch, wenn theoretisch alle an der Abstimmung teilnehmen können, wobei aber „alle“ diejenigen ausschliesst, die sich keine teure Infrastruktur leisten können, welche Voraussetzung für das Bestehen der Peer Reviews ist.

    Gelegentlich wird die Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezählt auch mit analoger Anwendung eines Grundsatzes aus dem Strafprozessrecht begründet, nach welchem der Staatsanwalt be- und entlastenden Momenten gleichermassen nachgehen solle (Art. 6 Abs. 2 http://www.admin.ch/ch/d/sr/3/312.0.de.pdf ).

    Auch ein anderes Prinzip aus der Juristik wird indirekt als Begründung genutzt, nämlich „ohne Ansehen der Person“ mit dem Bild der Justizia mit den verbundenen Augen. In Wirklichkeit sollte aber der Richter nicht die Anzahl der Argumente beachten, sondern ihre Qualität.

    Die Art und Weise, wie die Metaanalysen in der EMF-Forschung praktiziert werden, entspricht nicht einmal der Zählung der Argumente, sondern es wird gezählt, wie oft dieselben Argumente wiederholt werden. Wenn Röösli ( http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01669/index.html?lang=de )
    die Anzahl der Mikrowellenwahrnehmungs experimente (die alle wegen desselben Designfehlers nie gelingen konnten) zählt, um die Schlagkraft dieser Argumentation zu beweisen, dann ist das mit dem Selbstplagiat nahe verwandt. Es wird dabei immer dasselbe von Repacholi wohl selbst erfundene und von ihm angeleitete Experiment gezählt, das lediglich von andern Teams mit anderen ergänzenden Fragen durchgeführt wurde.

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(wird fortgesetzt)


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