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 EMF-Informations-Forum

Zum Selbstplagiat (Seite 27)

Wuff, Sonntag, 27. Mai 2012, 17:38 (vor 388 Tagen) @ Wuff
bearbeitet von Wuff, Sonntag, 27. Mai 2012, 17:54

  • Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezählt (Forts. 2)

    Auch wenn die Regel 3 den Eindruck erweckt, sie würde die Ideale von Gerechtigkeit, Gleichheit und Liberalität in die Wirklichkeit umsetzen, so ist und bleibt sie den Verhältnissen in den Naturwissenschaften völlig unangepasst. In Wirklichkeit ist es gerade diese Regel, welche Ungerechtigkeit, Ungleichbehandlung und Unfreiheit in den Wissenschaftszweig der EMF-Forschung bzw. Bioelectromagnetics bringt.

    Dass es anders auch geht, bei einem anderen ähnlich komplexen Thema mit ebenso mächtigen Interessengruppen, zeigt die Forschung und Studienbewertung zur vermuteten menschgemachten Klimaänderung. Dort entscheidet auch nicht die simple Auszählung von Pro- und Kontra-Studien, sondern die Prüfung von Argumenten unter Beachtung der Denkgesetze der Logik, und nicht die Ausschaltung der Logik durch Mehrheitsermittlung wie in der EMF-Forschung. – Auch für Bioelectromagnetics wird auf Dauer gelten: Wahr ist, was sich logisch ableiten lässt, und (noch) nicht falsifiziert ist, nicht wozu die grössere Zahl von Argumenten gezählt werden kann. Die "Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezählt" dient lediglich den aus wirtschaftlichen Motiven an hohen Grenzwerten interessierten EMF-emittierenden Branchen zum Zeitgewinn.

    Die „offiziellen“ Regeln für den Wissenschaftsbetrieb in Bioelectromagnetics erwähnen und fordern zwar auch die „Wichtung“ oder „Gewichtung“ von Studienergebnissen. In der Realität bleibt dieses aber reine Theorie, praktisch gelebt wird die „Gleichwertigkeit“. Aber selbst diese wird nicht in reiner Form gelebt, denn in der Praxis werden EMF-kritische Studien anscheinend sogar systematisch ausgeschlossen:

    • Es gibt die faktische finanzielle HĂĽrde der Peer Review. Nach Regel „1 – Nur Peer reviewed Journals“: Die Finanzkraft entscheidet, wie viele „Stimmen“ man herstellen und einlegen kann. Dieser Umstand schafft ein wissenschaftliches Biotop, in welchem es fast zwingend erscheint, die VerdĂĽnnungsstrategie anzuwenden, und in welchem auch das Selbstplagiat prächtig gedeiht.

      Anwendungsbeispiel: Röösli zitiert in seiner Arbeit für das BAFU sich bzw. seine Peer reviewed Studie selbst, und ignoriert die Studie mit denselben Probanden aber diametral anderen Folgerungen, die mangels Mitteln - nicht mangels inhaltlicher Substanz - a priori von einer Peer Review ausgeschlossen wurde.
      -> Bericht Röösli, zum PDF hier: http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01669/index.html?lang=de
      -> Kommentar zur Studie Röösli, ab hier: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=35817
      -> Kommentar zur Studie Steiner: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=38330


    • Ist diese HĂĽrde der Peer Review ĂĽberwunden, dann gibt es immer noch den von Mattson postulierten Ausschluss von Ergebnissen, die nicht der bisherigen Lehre und Dogmatik gehorchen Quelle: http://www.fgf.de/forschungsprojekte/berichte/workshops/praesentationen/wien-2009-2/Mat... , Seite 8, Ziff. 4 „unerwartete Ergebnisse, nicht mit anderen Studien vereinbar“.


    Selbst ohne diese Benachteiligung ist Regel „3 – Alle Studien werden gleichwertig gezählt“ entscheidend für die Verdünnung. Die Regel 3 fördert auch eine geistige Verdünnung: Eine geistlos-repetitive Studie zählt mehr als differenzierte, sorgfältige Forschung, da sie „mit anderen Studien vereinbar“ ist.

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(wird fortgesetzt)


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