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 EMF-Informations-Forum

Zum Selbstplagiat (Seite 36)

Wuff, Samstag, 23. Juni 2012, 12:01 (vor 362 Tagen) @ Wuff

Die Auswirkungen der Regeln und Besonderheiten von Bioelectromagnetics (1)

Die den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis widersprechenden Regeln von Bioelectromagnetics können nicht ohne schwere Auswirkungen auf den Zustand dieses Wissenschaftszweigs und auf die Qualität seines wissenschaftlichen Outputs bleiben:

  • Paradoxe und bizarre Benennungen und Zusammenhänge

    Der Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics befasst sich mit einem medizinischen Phänomen: Mit den athermischen Wirkungen von schwachen EMF, elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern. Er sollte daher richtigerweise EMF-Medizin heissen.

    Wenn er sich selbst stattdessen „Bioelectromagnetics“ nennt, dann schliesst er im Prinzip zum Einen die elektrischen und magnetischen Felder aus, und zum Anderen auch noch die Medizin. Er schliesst beides nicht nur im Prinzip aus, sondern faktisch. Die ganz grosse Mehrheit der Studien befassen sich nur mit der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung des Mobilfunks, und an Konferenzen von Bioelctromagnetics beteiligen sich kaum Mediziner, und schon gar keine angesehenen. In Repacholis Prager Konferenz zur Vorbereitung des WHO-"Fact"-Sheets 296 von 2004 waren es weniger als 5%.

    Und wenn der Wissenschaftszweig die von athermischen EMF-Wirkungen betroffenen Patienten „elektromagnetisch Hypersensible“ nennt, was vom der englischen Wortherkunft „sensitive“ praktisch „wahrnehmungsfähig“ bedeutet, dann setzt allein der Begriff eine Wahrnehmungsfähigkeit für Mikrowellen und andere EMF voraus. Nun existiert aber keine solche Wahrnehmungsfähigkeit, und eine solche ist medizinisch oder biologisch für das Entstehen von Symptomen weder Voraussetzung noch notwendige Begleiterscheinung. Somit ist der Untersuchungsgegenstand von Bioelectromagnetics, der „elektromagnetisch Hypersensible“, gar nicht möglich, er ist bloss imaginär, und wenn diese Kunstfigur auch noch ernst genommen wird, dann wird es vollends esoterisch.

    Sachgerechte Ausdrucksweisen wären EMF-Medizin und „von EMF beeinflusster Mensch“, in einem engeren Sinn „von EMF-Syndrom betroffener Mensch“.

    Wenn die Bioelectromagnetics „Forscher“ auf „Biolelectromagnetics“ beharren, dann werden sie sich selbst in eine abseitige Lage bringen, samt ihrem thermischen Mass ohne Masseinheit „Spezifische Absorptionsrate (SAR)“, das Repacholi für die athermische EMF-Belastung eingeführt hat.

    Zur abseitigen, bizarren Rolle von Bioelectromagnetics in der EMF-Medizin passt folgendes Eigenzitat ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=63757#63757 ):
    Die Mikrowellen-Wahrnehmungs experimente sind medizinisch-wissenschaftlich gesehen reiner Nonsens. Sie dienen einem unlogischen Scheinbeweis, sie sind nicht Wissenschaft, sondern Rhetorik und Demagogie mit den Mitteln von vertrauenserweckenden weissen Kitteln und Statistik. Die Strahlenmedizin, die sich mit Radioaktivität bzw. ionisierender Strahlung befasst, verlangt von keinem Strahlenkranken, dass er die Radioaktivität wahrnehmen können müsse, um als Strahlenkranker zu gelten. Aber das Strahlen-Wahrnehmungskriterium wurde vom Grenzwertepaten und Elektronikingenieur für die EMF-Medizin, die Medizin der nichtionisierenden Strahlung, zum Diagnosekriterium erhoben. Welche Chuzpe, welche Vermessenheit des medizinischen Laien Repacholi, den Medizinern derartigen Nonsens vorzugeben! ( http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76 ). Auf diesen von Repacholi veranlassten mehreren Dutzend Mikrowellen-Wahrnehmungs experimenten sollten die Redaktionen der Journale, welche den Unsinn begutachten liessen und publizierten, aufmerksam gemacht werden, vielleicht mit dem Vorschlag, an die Autoren heran zu treten, und diesen die Retraktion der Studien nahezulegen.

(wird fortgesetzt)


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