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Wissenschaftskritisches von D. Leszczynski

Vincent, Donnerstag, 30. Dezember 2010, 16:51 (vor 875 Tagen)

”Gesundheitliche Effekte der Mobilfunk-Nutzung”
(“The Health Effects of Cell Phone Use”)

Hinweis auf ein in englischer Sprache gehaltenes kritisches Statement ĂĽber aktuelle wissenschaftsmethodische und -bewertende Fragen aus dem Feld biologischer und Gesundheitseffekte infolge der Mobilfunk-Befeldung

von

Dariusz Leszczynski, PhD, DSc, Research Professor
(Stand: Sept. 2009 / ca.15 Seiten)

Inhalt
• Brief biographical sketch
• My research in the field of biological effects of mobile phone radiation
• RELIABILITY OF THE SCIENTIFIC EVIDENCE
o Epidemiological evidence
o Non-epidemiological human studies
o Animal studies
o Laboratory in vitro studies
o Mechanisms: thermal vs. non-thermal effects of mobile phone radiation
o Negative vs. positive studies and the “weight of evidence” issue
o Conclusions on the reliability of scientific evidence
• Advisories for mobile phone users in Finland
• The future research needs
• List of references
Link:
http://www.mapcruzin.com/cell-phone-hearing/leszczynski-oral-statement.pdf

Leseproben von zwei (ĂĽbersetzten) Textausschnitten:

1. Negative versus positive Studien …..[S. 12]
[Negative Studie: eine Studie, die keine biologischen Effekte durch EMF-Befeldung nachweist.]
Es ist nicht nur meine persönliche Meinung, dass negative Studien als solche ohne viel Überprüfung akzeptiert zu werden scheinen, während positive Studien in jedem Detail überprüft werden, um so zu bestimmen, warum das Resultat positiv ist. Folglich werden positive und negative Studien nicht gleichbehandelt, selbst wenn auch die negativen Studien fehlerhafte Resultate oder Fehlinterpretationen enthalten. Darüber hinaus wird nur von den positiven Studien gefordert, dass sie „repliziert“ [von einer anderen Forschergruppe wiederholt] werden, bevor sie als wissenschaftlich evident [einleuchtend, offenbar, gültig] akzeptiert werden.

Dieses Replikationserfordernis ist natürlich eine korrekte Ziel-Forderung, sie sollte aber in demselben Maß von den Negativstudien gefordert werden. Die Negativstudien sollten erst dann als ausschlaggebender Beweis angesehen werden, wenn „kein Effekt“ auch das Replikationsergebnis ist. Ein Irrtum im Studiendesign, in der Durchführung, der Datenauswertung oder –interpretation könnte sowohl zu einem positiven wie negativen Resultat führen.
Außerdem: Viele der positiven Studien werden nicht zu wiederholen versucht; negative Studien werden selbstverständlich überhaupt nicht repliziert.
Wird eine positive Studie doch zu replizieren versucht, so weist das Protokoll der Replikation so viel Modifikationen zur Qualitätsverbesserung aus, dass das Ergebnis einer solchen „Replikations“-Studie schwierig, wenn überhaupt mit der Originalarbeit zu vergleichen ist. ….
Gewöhnlich bleiben solche Fragen unbeantwortet. Trotzdem wird als Endresultat festgestellt:
Summarisch gilt: die Originalarbeit konnte nicht repliziert werden, was gleichbedeutend mit „fehlender Evidenz“ ist!
……………..


2. Mechanismen: thermale versus nichtthermale Effekte der Mobilfunkstrahlung [S. 11/12]
…………………..
Es sind sog. „temperaturmessende“ Moleküle [temperature-sensing molec.] in den Zellmembranen ausgemacht worden. Wenn sie durch Temperaturveränderungen aktiviert werden, senden die Moleküle Stress-Signale aus, die die Zellkerne erreichen und eine Genexpression bewirken können [Biosynthese eines spezifischen Genproduktes wie RNA oder Proteine, die einer Genregulation unterliegen], wodurch sich die Zellphysiologie verändert. Jedoch wissen wir noch nicht, ob die Aktivierung der Zellstress-Reaktion, die in einigen Studien beobachtet wurde, durch Aktivierung „temperaturmessender“ Moleküle auf der Basis von Mobilfunkstrahlung oder durch ein anderes Ereignis verursacht worden ist.

Meiner Meinung nach ist es möglich zu erwarten, dass die Mobilfunkstrahlung [im zugelassenen Bereich]die Zellen durch eine Kombination von thermalen und nichtthermalen Mechanismen (deren Existenz vorausgesetzt) ausgelöst wird. Thermale Effekte, hervorgerufen durch Mobilfunkstrahlung, sollten nicht automatisch als unbedeutend im Kontext einer Gesundheitsrisiko-Bewertung betrachtet werden, denn ihr Vorkommen und ihre Kinetik sind verschieden von den harmlosen physiologischen Körpererwärmungen [warmes Bad, Sauna und dergl.]. Unglücklicherweise erlaubt die zur Zeit verfügbare Technologie noch nicht die Temperatur oder Funkstrahlungs-Verteilung auf der subzellulären Ebene zu messen. Auf der makroskopischen Ebene von Verbänden von tausenden Zellen, in denen heute Messungen möglich sind, waren solche subzellulären „Erwärmungsspitzen“ („hot-spots“) noch nicht nachweisbar. ….

Ăśbersetzte Leseproben II

Vincent, Sonntag, 02. Januar 2011, 22:57 (vor 872 Tagen) @ Vincent

Weitere Leseproben von ĂĽbersetzten Textausschnitten

3. Schlussfolgerungen auf die Zuverlässigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse (S. 14)
In der gegenwärtigen Situation der wissenschaftlichen Unsicherheit, Statements abzugeben, die zusichern, dass es keine bewiesene Auswirkungen auf die Gesundheit gibt, und gerade deswegen zu behaupten, dass die Nutzung von Mobiltelefonen sicher ist, sind voreilig.
Meiner Meinung nach sind die derzeitigen Sicherheitsstandards nicht zuverlässig im Rahmen des Fehlens von Studien an Freiwilligen, Kindern und über die Auswirkungen der langfristigen Befeldungs-Exposition des Menschen.

Ich bezwecke es nicht, die Menschen von der Nutzung der Mobilfunktechnologie abzuhalten. Allerdings sollten wir nicht vergessen, dass wir noch verbleibende große Lücken in der Kenntnis der Mobilfunkstrahlung bzgl. ihrer Auswirkungen auf den Menschen haben. Wir brauchen dringend gut gestaltete, umfassende Studien an menschlichen Freiwilligen auf molekularer Ebene, um diese Kenntnis-Lücken zu schließen. In der Zwischenzeit ist es ratsam, den Einsatz von vorsorglichen Maßnahmen im alltäglichen Umgang mit Handys zu unterstützen, um - sofern akzeptabel möglich - die Strahlungs-Exposition des Körpers durch Mobiltelefone zu begrenzen.


4. Der zukĂĽnftige Forschungsbedarf (S. 15/16)
Wir brauchen einige gut konzipierte Studien, die von Konsortien von Wissenschaftlern, nicht durch einzelne For-schungsgruppen durchgeführt werden. Diese Studien sollten auf den Nachweis oder die Widerlegung dessen ausgerichtet sein, ob der menschliche Körper auf die Mobiltelefon-Strahlung reagiert und ob die Antwort groß genug ist, die normale menschliche Physiologie zu verändern. Trotz jahrelanger Forschung am humanen Gesundheitsrisiko durch die Mobilfunkstrahlung, haben wir immer noch keine Antwort auf die fundamentale Frage: ob die menschlichen Körper (Gewebe, Organe) auf die von Handy’s emittierten Mikrowellen reagieren. Wenn die menschlichen Körper nicht auf die Handy-Strahlung auf molekularer Ebene reagieren, dann wird es keine gesund-heitlichen Probleme geben. Aber zur Zeit fehlen noch wissenschaftliche Beweise dafür. Wir brauchen Studien, in denen freiwillige Probanden der Handy-Strahlung ausgesetzt werden und danach auf Veränderungen auf der molekularen Ebene hinsichtlich der Gen- und Proteinexpression und Aktivitäts-Veränderungen mit Methoden der Transkriptom- und Proteomforschung untersucht werden. Darüber hinaus müssen wir schauen, ob es irgendwelche Veränderungen in der Physiologie der inneren Organe gibt, z. B. durch Probenahme verschiedener Körperflüssigkeiten.

Der andere Bereich, dem dringend Aufmerksamkeit zuzuwenden ist, ist die Suche nach Mechanismen der beobachteten biologischen Wirkungen. Insbesondere muss die Handy-Strahlungs-Dosimetrie auf subzellulärer Ebene weiterentwickelt werden, um die Frage zu beantworten, ob die Absorption von Energie durch subzelluläre Strukturen ein Auslösemechanismus für einige biologische Effekte sein kann.

Solche Studien sollten auch gut finanziert werden, so dass Wissenschaftler nicht zu Abkürzungen in der Wissenschaft genötigt werden, weil die Mittel nicht ausreichen, um alle benötigten Versuche, auch in einer ausreichenden Anzahl von Wiederholungen, durchzuführen. Dies ist häufig der Fall und der Grund dafür, warum so viele unzureichende Qualität entsteht und nicht-informative Studien veröffentlicht werden, und damit eine Verzerrung des "weight of evidence" erzeugen.
Allerdings ist es ein Problem, an Fonds heranzukommen. Kontinuierliche Versicherungen von ICES, ICNIRP und WHO, dass Tausende von Studien durchgeführt wurden und dass Mobilfunkstrahlung keine bekannten gesundheitlichen Risiken verursacht, die vorhandenen Sicherheitsstandards uns alle schützen, haben verursacht, dass die Geldgeber nicht daran interessiert sind, neue Projekte zu fördern. Allerdings werden diese Versicherungen durch das Fehlen ausreichender wissenschaftlicher Evidenz, die diese Aussagen stützen könnte, geschwächt.

5. Nicht-epidemiologische Studien am Menschen (S. 7)
Die Studien mit menschlichen Freiwilligen konzentrierten sich bisher auf Auswirkungen der Strahlungseffekte der Mobiltelefone wie z. B. Wahrnehmung, Blutdruck, Kopfschmerzen, Haut-Allergie-ähnliche Symptome, Schlafstö-rungen oder direktes Erkennen des bestrahlten Probanden, ob ein Handy ein- oder ausgeschaltet (18) ist. In diesen Studien wird den Freiwilligen nicht mitgeteilt, wann sie der Handystrahlung ausgesetzt werden und wann nicht. Ein großer Nachteil dieser Studien ist es jedoch, dass die experimentellen Bedingungen, die Expositions- und Mess-technik das Verhalten der Freiwilligen während der Versuche psychologisch beeinflussen können. Die erhaltenen Informationen könnten dadurch subjektiv und unzuverlässig werden(18). (Fortsetzung in III)

Ăśbersetzte Leseproben III

Vincent, Sonntag, 02. Januar 2011, 23:04 (vor 872 Tagen) @ Vincent

Es gibt nur eine einzige Studie, die objektive Informationen liefert - ohne zu fragen, wie / was die Probanden während der Exposition fühlen. In dieser Studie wurden Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf die menschliche Haut auf molekularer Ebene (6) untersucht. Das Ergebnis dieser Studie zeigt, dass es möglich ist, dass Handy-Strahlung die Expression [Biosynthese] einiger Proteine in der menschlichen Haut ändert.
Diese einzige vorliegende Studie zeigt offensichtliche Beschränkungen wie Vorteile. Die wichtigste Beschränkung ist, dass aufgrund eines Finanz-Mangels nur eine Pilotstudie mit 10 Probanden ausgeführt werden konnte. Der offensichtliche Vorteil dieser Studie ist es, dass in ihr der Proteomics-Ansatz verwendet wird - die gleichzeitige Kontrolle der Expression von hunderten von Proteinen. Auf diesem Wege hat sich gezeigt, dass Handy-Strahlung die Physiologie des menschlichen Gewebes in vivo beeinflussen könnte.

Es ist sicher, dass solche Studien an menschlichen Freiwilligen mit den Methoden der Proteomik, Transkriptomik und andere biochemische Analysen, dringend erforderlich sind, um nachzuweisen, ob menschliche Körper (Gewebe, Organe) auf die Strahlung der Mobiltelefone reagieren oder nicht. Solche Studien werden Informationen darüber liefern, welche Proteine und Gene auf die Handy-Strahlung reagieren oder nicht. Mit diesen Informationen wird es möglich sein, neue, wissensbasierte Hypothesen für Studien zum Gesundheitsrisiko beim Menschen aufzu-stellen (2,19).
……………………………………….

[Auswirkungen von Handystrahlung auf Kinder] (S. 7)
Die Auswirkungen von Handystrahlung auf Kinder und Empfehlungen der umsichtigen Verwendung von Mobiltelefonen durch Kinder sind eines der heißesten Themen in der Diskussion über die Sicherheit von Mobiltelefonen (7,8,9,20). Laut ICNIRP und WHO-EMF-Projekt, schützen die gegenwärtigen Sicherheitsgrenzen Kinder: "... lt. der Stellungnahme der ICNIRP gibt es weder einen Bedarf noch irgendeine Rechtfertigung für ein spezielles Konzept für den Schutz von Kindern oder anderen besonderen Gruppen der Bevölkerung."(21) Allerdings scheint die wissenschaftliche Grundlage dieses Sicherheits-Statements unzureichend zu sein. Es gibt keine veröffentlichten Stu-dien, wo die Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die Entwicklung oder die Gesundheit von Kindern untersucht worden wäre, wie die Suche in der spezialisierten EMF-Portal-Datenbank (www.emf-portal.de) enthüllt.[Stand: Sept. 2009] Die wissenschaftliche Grundlage für solche Statements stammt von Studien an neugebo-renen oder jungen Tieren. Diese Daten, die bei niedriger Handy-Strahlungs-Dosis auf kleine Mäusen oder Ratten erhalten wurden, reichen nicht aus, um zuverlässig zu versichern, dass menschliche Kinder nicht betroffen sein werden.

[Reichweite gĂĽltiger Sicherheits-Standards] (S. 8)
Die gegenwärtig verwendeten Sicherheits-Standards können sehr gut die Mehrheit der Handy-Nutzer schützen. Allerdings gibt es wahrscheinlich eine Subpopulation von Menschen mit unterschiedlicher Empfindlichkeit auf Handy-Strahlung (nicht zu verwechseln mit der Selbst-Diagnose sog. „Elektromagnetischer Hyper-Sensibilität“ - EHS). Es ist bekannt, dass aufgrund der genetischen Variabilität Menschen, die gleichen Reizen ausgesetzt sind (durch Medikamente, Strahlung, Chemikalien, Allergene, Umwelteinflüsse) unterschiedlich reagieren können (22). Mit Hilfe der Proteomik und Transkriptomik könnte es möglich sein(19) herauszufinden, wie empfindlich Subpopulationen reagieren und welche Einzelheiten dafür maßgeblich sind.
Allerdings fehlen bis jetzt solche Studien und meines Wissens laufen auch keine derartigen Studien oder sind geplant oder wären Fördergelder dafür vergeben.

[Ăśbertragbarkeit von Ergebnissen aus Tierstudien] (S. 9)
Es ist bekannt, dass Menschen und Tiere viele gemeinsame Gene besitzen. Die Funktionen der Gene könnten aber differieren und einige derselben Krebsarten in Mensch und Tier infolgedessen unterschiedlich reguliert werden. Dies hat zur Folge, dass einige der Krebsarten, die sich bei Tieren entwickeln können, nicht beim Menschen erscheinen und umgekehrt (23). Deswegen scheinen die toxikologischen Studien bei Tieren nur begrenzt auf die Nutzung für Sicherheitsstandards verwendbar, weil sie keine im engeren Sinne auf den Menschen bezogene „Toxikologie“ darstellen.

Haben wir Vertrauen in „Peer Review“ ? (Teil 1)

admin @, Freitag, 11. Mai 2012, 14:58 (vor 378 Tagen) @ Vincent
bearbeitet von admin, Freitag, 11. Mai 2012, 15:06

Haben wir Vertrauen in „Peer Review“¹)?
Bewahren Peer - Review - Zeitschriften schlechte Wissenschaft?


Âą) Englisch fĂĽr: Begutachtung wissenschaftlicher Arbeiten durch EbenbĂĽrtige/Wikipedia.

Von
Dariusz Leszczynski


Frei ĂĽbertragen ins Deutsche und aufgeteilt aus:

http://communities.washingtontimes.com/neighborhood/between-rock-and-hard-place/2012/fe...

Teil 1:

HELSINKI, Finnland, 13. Februar 2012: Ein aktueller Blick auf die dänische Kohorten - und die griechische Proteomik - Studie brachte das ewige Problem der Qualität von „Peer – Review“ in wissenschaftlichen Zeitschriften ans Licht. Sollten wir so begutachtete Artikel, die in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht werden, vertrauen oder nicht?

Als Redakteur, der Wissenschaftler gebeten hat, ihre Manuskripte zur Veröffentlichung einzureichen und als Wissenschaftler, der kontinuierlich Begutachtungen auf Bitten von verschiedenen Zeitschriften durchführt, schlage ich Vorsicht bei der Lektüre dieser Artikel vor.

Es gibt keine perfekten Studien. Es ist immer möglich, Ergebnisse zu verbessern und weitere Informationen zu erhalten. Allerdings bedeutet dies nicht, dass die vorhandenen Studien, auch ohne Verbesserungen, schlechte Studien sind. Sie sind im Allgemeinen ausreichend, gut oder sehr gut.

Unsere Studien fallen in die Kategorie ,,Schlecht“. Dies sind Studien, in denen das Studien -Design oder Methoden der Ausführung, wissenschaftlich inkorrekt sind. Das macht die Ergebnisse und die Schlussfolgerungen irreführend oder schlichtweg falsch. Es gibt verschiedene Sorten von schlechten Studien, so dass einige Studien schlechter sind als andere.

Ein Beispiel für eine sehr schlechte Studie ist die dänische Kohorten - Studie. Aufgrund der gravierenden Mängel und Fehler im Design produzierte sie falsche Ergebnisse. Das „Peer – Review“ hätte diese Studie ablehnen sollen, da keinerlei Verbesserungen sie hätten verbessern können.

Ein Beispiel für eine Studie, die ernsthafte Verbesserungen braucht, ist die griechische Proteomik - Studie. Ein Teil der Ergebnisse ist richtig, aber ein anderer nicht, welcher zu falschen oder zumindest stark überbewerteten Schlussfolgerungen führt. Diese Studie sollte den Autoren entweder zum Kürzen und Umschreiben der Schlussfolgerungen oder für zusätzliche Experimente zurückgegeben werden.

Leider wurden nach einem Gutachten von Redakteuren und ernannten Gutachtern von Zeitschriften beide Studien veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung in Peer – Review - Zeitschriften wurden die Ergebnisse der beiden Studien zu Unrecht in die Kategorie der zuverlässigen Wissenschaft ,,geadelt".

Dies wiederum führte zu falschen Schlagzeilen und irreführenden Informationen an die breite Öffentlichkeit und an die Entscheidungsträger.

Die Leser fragen sich vermutlich, wie es möglich ist, dass Manuskripte mit schlechter Qualität veröffentlicht und zu begutachteten wissenschaftlichen Beweisen geworden sind.

Der Prozess der Veröffentlichung ist, kurz und in vereinfachter Art und Weise, wie folgt:

- Wissenschaftler reichen ein Manuskript ein;
- Redakteure ĂĽberprĂĽfen sie und senden sie mindestens 2 Wissenschaftlern zur PrĂĽfung und Stellungnahme;
- nach Erhalt von Kommentaren der Gutachter und mit seinem eigenen Urteil entscheidet der Redakteur, ob das Manuskript abgelehnt, für Korrekturen zurückgeschickt oder zur Veröffentlichung angenommen wird.

Die allgemeine Regel ist, dass die Redakteure und die Gutachter unparteiisch sein und ihre Stellungnahmen und Empfehlungen ausschließlich auf die Wissenschaft stützen sollten. Aber Redakteure und Gutachter sind auch nur Menschen und können Fehler machen.

Fortsetzung in Teil 2 !

Haben wir Vertrauen in „Peer Review“ ? (Teil 2)

admin @, Freitag, 11. Mai 2012, 15:04 (vor 378 Tagen) @ admin

Haben wir Vertrauen in „Peer Review“?
Bewahren Peer - Review - Zeitschriften schlechte Wissenschaft?

Von
Dariusz Leszczynski

Frei ĂĽbertragen ins Deutsche und aufgeteilt aus:

http://communities.washingtontimes.com/neighborhood/between-rock-and-hard-place/2012/fe...

Teil 2:

Der potenzielle Interessenkonflikt ist ein wichtiges Thema.

Allerdings behindert die Vertraulichkeit im Gutachter-Verfahren die Auswirkungen auf das Ergebnis des Peer-Review-Prozesses.

Der Redakteur übt eine enorme Macht aus. Er wählt Gutachter aus und bewertet die Beiträge. Die Auswahl der Gutachter kann das Schicksal des Artikels schon im Voraus bestimmen. Wenn der Redakteur ,,wohlgesinnt" ist und ,,wohlgesinnte" Gutachter auswählt, dann könnten die Bewertungen besser sein, als wenn Gutachter gegenüber dem Thema oder dem Autor der Studie ,,nicht wohlgesinnt" sind.

Der gesamte Prozess der Bewertung und der Veröffentlichung wissenschaftlicher Manuskripte stützt sich stark auf die Integrität und das Engagement der Redakteure und Rezensenten, die Wissenschaft - und zwar die Wissenschaft allein - gerecht zu bewerten.

Es ist eine große Verantwortung, die auf ihren Schultern liegt. Leider sind die Gutachter zu oft überlastet und die Bewertungen werden zu hastig gemacht, so dass dies zu einer Veröffentlichung von Studien mit einer schlechten Wissenschaft führt. Vergessen wir nicht, dass der Gutachter-Job unbezahlte Arbeit und ein kostenloser Beitrag für die wissenschaftliche Gemeinschaft ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass jede Studie, egal wie wissenschaftlich arm sie ist, veröffentlicht wird, da es immer einen Redakteur gibt, der sie akzeptieren und veröffentlichen wird. Das ist die traurige Realität.

Einmal veröffentlichte Studien gelten automatisch als gültige Referenzen, die jahrelang benutzt werden, um bestimmte wissenschaftliche Ansichten zu unterstützen. Mit der Zeit wird der detaillierte Inhalt der Studien verschwimmen, aber die Schlussfolgerungen werden in den verschiedenen Bewertungen und Berichten weiterleben.

Im Falle der Studien zur Mobilfunkstrahlung und Gesundheit, sind die sogenannten ,,Aktivisten" und ,,Anti - Aktivisten" gleichermaßen durch das Ziel geblendet, verschanzt in ihren Positionen, unfähig zuzugeben, dass einige ihrer Meinungen nicht richtig sein könnten, sie scheinen jede Spur eines Beweises, der ihre Ansicht unterstützt, als gültig zu akzeptieren. Egal wie schlecht die Wissenschaft dahinter ist.

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