Zum Selbstplagiat
Wuff, Sonntag, 29. April 2012, 17:52 (vor 388 Tagen)
Zum Selbstplagiat
Ein weltbekannter Verhaltenswissenschaftler und Ăkonom ist ĂŒber den Vorwurf in Ăkonomenforen gestolpert, er hĂ€tte in tĂ€uschender Absicht oder zumindest mit tĂ€uschender Wirkung zu einem einzelnen Experiment bis zu sechs Artikel geschrieben, ohne jeweils quer auf die anderen Artikel zu verweisen. Der Vorwurf des Selbstplagiats erfolgte gegen Bruno S. Frey, der ânicht zuletzt wegen seiner Publizierfreudigkeit zu den angesehensten Ăkonomen im deutschsprachigen Raum avanciert war.â Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/karriere/Staroekonom-muss-wegen-Titanic-in-Rente... Frey warf seinen Kollegen pikanterweise vor, fĂŒr sie seien «nur die Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften wichtig». Bekanntlich bemisst sich der Rang eines Wissenschaftlers nach der Anzahl wissenschaftlicher Publikationen. Die Anzahl wissenschaftlicher Publikationen ist noch fĂŒr etwas ganz anderes von Bedeutung, worauf ich zurĂŒckkommen werde.
Diese AffĂ€re erinnert von Ferne an Erschwernisse der Arbeit an einer Studienkritik. Ein anderer Verhaltenswissenschaftler und Zoologe hatte nĂ€mlich ein einzelnes Experiment in zwei Artikeln so beschrieben, dass nicht auf Anhieb klar war, dass es sich um dasselbe Experiment handelte. Es handelte sich um das Hamsterexperiment des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF). Wir wollen hier diskutieren, ob in diesem Fall möglicherweise die Grenzen zum Selbstplagiat ĂŒberschritten wurden.
Am Selbstplagiat kann beispielhaft diskutiert werden, wie die Wissenschaftsverlage nur ihre eignen wirtschaftlichen Interessen verteidigen, wie Wissenschaftler im Interesse ihrer Karriere die Anzahl Publikationen maximieren, wie Selbstplagiate auch wissenschaftsfremden Interessen dienen können, aber auch, wie das legitime Interesse der Menschheit an einwandfreier Wissenschaft im Widerspruch dieser Interessen zerrieben wird.
Wissenschaftliches Fehlverhalten ist in den wenigsten FĂ€llen straf- oder urheberrechtlich relevant. Wissenschaftliches Agieren ist durch die Wissenschaftsfreiheit grundgesetzlich von Regulierung weitgehend verschont. Als Ersatz fĂŒr regulierendes Strafrecht und als ErgĂ€nzung dazu werden vermehrt Ethikkommissionen eingesetzt.
Die wissenschaftlichen Verlage haben sich zur Verteidigung ihrer wirtschaftlichen Interessen gegenĂŒber den wissenschaftlichen Autoren zum Verein COPE (Committee on Publication Ethics, http://publicationethics.org/resources/flowcharts , assoziiertes Mitglied http://publicationethics.org/members/alexander-lerchl ) zusammengeschlossen. Als Branchenverein wird der Verein nur zum Schutz der angeschlossenen Verlage und nicht etwa der Wissenschaft tĂ€tig. Da speziell Neues fĂŒr die Verlage interessant ist â was fĂŒr alle Verlage gleichermassen gilt â widerspricht das Selbstplagiat diesem verlegerischen Interesse diametral. Das Selbstplagiat ist eine besondere indirekte Art von Verletzung des Urheberrechts, das der Autor bereits an einen anderen Verlag verkauft hat. In der Regel wird der Selbstplagiator nicht denselben Artikel mehrmals in identischer oder Ă€hnlicher Form verkaufen können, sondern bloss ĂŒber ein und dasselbe wissenschaftliche Ereignis bzw. Experiment in unterschiedlicher Form bei unterschiedlichen Verlagen mehrfach berichten. Mit dem Instrument COPE schĂŒtzen sich die Verlage gegen die VerwĂ€sserung des Neuheitsgehalts der Artikel, deren Urheberrecht sie von den wissenschaftlichen Autoren erworben haben, durch indirekte Copyrightverletzungen durch die Autoren selbst.
Weil COPE nur die wirtschaftlichen Interessen der Verleger an der Verteidigung ihrer UrheberrechtsanprĂŒche verteidigt, sanktioniert COPE nur Selbstplagiate in Zeitschriften der Mitglieder, was dem gewieften Selbstplagiator Umgehungsmöglichkeiten eröffnet; wir kommen darauf zurĂŒck.
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Wuff, Dienstag, 01. Mai 2012, 15:36 (vor 386 Tagen) @ Wuff
Publikationszahl als Indiz und Ersatzmass fĂŒr QualitĂ€t
Die objektive QualitĂ€t wissenschaftlicher Publikationen ist extrem schwierig zu erheben, so dass fĂŒr praktische Vergleiche von Autoren und Institutionen in der Praxis meist nur die Anzahl der Publikationen erhoben wird, die bestimmte Mindeststandards wie Begutachtung durch ein wissenschaftliches Journal erfĂŒllen. Aus diesem praktischen Grund spielt die Zahl von Publikationen fĂŒr die Bewertung von Wissenschaftlern, Hochschulen und auch Lehrmeinungen die Hauptrolle.
Die Anzahl Publikationen pro Wissenschaftler bestimmt dessen Ansehen und Karriere in einem Ausmass, dass einige Autoren die Anzahl auch durch Selbstplagiat steigern. Die ZĂ€hlung der Publikationen erfolgt durch Eigenangaben oder Dienste wie www.resarchgate.net, www.biomedexperts.com etc.
Beispiele solcher Angaben finden sich auf Seite 6 von https://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:ldDE9_wA51MJ:www.fmk.at/CMSPages/GetFile... , oder hier http://www.researchgate.net/researcher/42536989_Alexander_Lerchl und hier http://www.biomedexperts.com/Profile.bme/802381/Alexander_Lerchl (als registriertes Mitglied sieht man mehr).
Die Anzahl publizierter Studien pro UniversitĂ€t wird von spezialisierten Ratingagenturen fĂŒr die qualitative Bewertung der UniversitĂ€ten und ihrer Institute erfasst und ausgewertet. FĂŒr die GlaubwĂŒrdigkeit von Ratings kontraproduktiv ist dabei aber, wenn die Zahl auf offensichtlicher Manipulation beruht. Frey hat die UniversitĂ€t ZĂŒrich mit seinen Selbstplagiaten als seine Arbeitgeberin enttĂ€uscht, weil sein ĂŒberragender Leistungsnachweis teilweise auf TĂ€uschung beruhte.
Die Anzahl publizierter Studien pro Meinung ist fĂŒr das, was als wissenschaftliche Wahrheit gilt, sehr wichtig. Da die Wahrheit zu einem von der Wissenschaft erfassten Gegenstand verĂ€nderlich ist, oder mit anderen Worten wegen des wissenschaftlichen Fortschritts, gibt es nicht die absolute Wahrheit. In der Wissenschaft wird die jeweilige âWahrheitâ in einem schein- bzw. pseudodemokratischen Prozess festgelegt. Die âScientific Communityâ eines Wissenschaftszweigs besteht aus angesehenen Akademikern, die ihren Rang auch der Anzahl Publikationen in âScientific Journalsâ verdanken. Damit eine Hypothese, wie beispielsweise diejenige von athermischen Wirkungen von EMF auf die Gesundheit zur anerkannten Theorie wird, muss sich diese Community grossmehrheitlich einig ĂŒber das Zutreffen der Hypothese geworden sein, und dann erst gilt die Theorie fĂŒr logische Folgerungen - bis zur nĂ€chsten Ablösung der Theorie - als wahrer Satz. Ebenfalls als wahre SĂ€tze gelten Dogmen, an welche die Community grossmehrheitlich glaubt, denn ein Dogma ist definitionsgemĂ€ss nicht beweisbar. Im Fall der biologischen Effekte von EMF heissen die âScientific Communityâ bzw. der interdisziplinĂ€re Wissenschaftszweig âBioelectromagneticsâ. Zu den hier massgeblichen Scientific Journals gehören neben einer ganzen Anzahl weiterer, hier nicht erwĂ€hnter Zeitschriften beispielsweise âBioelectromagneticsâ (Verlag John Wiley & Sons, Inc.), âRadiation Researchâ (Eigenverlag der Radiation Research Society), âEnvironmental Health Perspectivesâ (Verlag des U.S. National Institute of Environmental Health Sciences) etc. Eines der Dogmen von Bioelectromagnetics ist das Schwansche Dogma, wonach elektromagnetische Felder neben der thermischen keine andere biologische Wirkung entfalten können.
Es gibt also nicht die Wissenschaft, und somit auch kein zentrales Organ, das fĂŒr Sauberkeit und Ethik in der Wissenschaft zustĂ€ndig ist. An sauberer, ethisch einwandfreier und ruffördernder wissenschaftlicher Arbeit interessiert wĂ€ren die einzelnen FakultĂ€ten (wie Biologie, Neurologie etc.) zum interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics. Noch existenzieller als der akademische Ruf interessiert die FakultĂ€ten das finanzielle Sponsoring, das von aussen kommt, und das hilft, die quantitativen Publikationsziele zu realisieren.
Im nĂ€chsten Beitrag werden wir sehen, wie die wissenschaftliche Wahrheit relativ zur Anzahl Studien ist, und wie ĂŒber die Anzahl Studien Wahrheit âgestaltetâ werden kann und âgestaltetâ wird.
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Wuff, Mittwoch, 02. Mai 2012, 16:37 (vor 385 Tagen) @ Wuff
Quantitative Publikationsziele zu wissenschaftlichen Studien werden nicht nur von einzelnen Wissenschaftlern zur Förderung ihrer Karriere und von Hochschulen und ihren Instituten fĂŒr die Mehrung ihres akademischen Rufs verfolgt.
Auch Kreise ausserhalb der Wissenschaft können quantitative Studienpublikationsziele verfolgen. Wenn eine Branche Probleme mit SchadeinflĂŒssen auf die Gesundheit hat, kann sie Besonderheiten der Biologie nutzen, um die Wahrheit zu âgestaltenâ. Organismen sind komplexe Systeme, bei denen ZusammenhĂ€nge zwischen EinflĂŒssen und Endpunkten meist nur ungenau statistisch und nicht mit ununterbrochenen Ursache/Wirkungs-Ketten beschrieben werden können. Dieses ermöglicht grundsĂ€tzlich, auch mit sehr subtilen Manipulationen bei Fragestellung und Design eines Versuchs sowie bei der Auswertung und der Interpretation der Ergebnisse die Folgerungen zu beeinflussen. Diffuse Ergebnisse einzelner Studien erfordern bei der Erstellung einer Gesamtsicht kritisches und unabhĂ€ngiges Denken.
Die Hypothese, dass schwache EMF Befinden und Gesundheit einer unbestimmten Anzahl Menschen durch unspezifische Symptome beeintrĂ€chtigen, ergab sich aus zahlreichen Berichten betroffener Menschen und behandelnder Ărzte zu unspezifischen und subjektiven Symptomen. Weil die Symptome unspezifisch und subjektiv sind, und weil sie bei Exposition zu EMF weder bei allen Menschen eintreten und bei den ĂŒbrigen weder stets noch zuverlĂ€ssig eintreten, und weil es auch unzĂ€hlige Arten von EMF gibt, kann der Zusammenhang zwischen EMF und Symptomen weder durch objektivierbare und zuverlĂ€ssige Wiederholung bestĂ€tigt noch durch Falsifikationsversuche widerlegt werden. Da EMF im zivilisatorischen Biotop des Menschen nun einmal vorkommen, mĂŒssen trotz dieser schwierigen Lage dennoch Aussagen zum Zusammenhang zwischen EMF und menschlicher Gesundheit getroffen werden. Das âtrotzâ und das âdennochâ haben zur Folge, dass die so resultierenden Aussagen weder auf einwandfreie Art zu Stande kommen, noch dass ihr Wahrheitsgehalt unzweifelhaft ist. â Etwas abstrakter ausgedrĂŒckt: Zu den Hypothesen, EMF könnten einige Menschen schĂ€digen, bzw. EMF könnten keine Menschen schĂ€digen, fehlen bisher genĂŒgend Fallbeobachtungen mit objektivierter Symptomatik, um Wahrheitsaussagen zu den Hypothesen in der Form zu ermöglichen, sie hĂ€tten sich bewĂ€hrt (nicht gleichbedeutend mit âsie seien bewiesenâ) oder sie seien widerlegt bzw. falsifiziert worden.
Vor diesem Hintergrund gelang es aussenstehenden wirtschaftlich interessierten Kreisen, welche den Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics finanziell beherrschen, bisher unwidersprochen ihre eigenen Regeln in Kraft setzen, mit denen Scheinwiderlegungen der Hypothese von den athermischen Wirkungen von EMF auf die menschliche Gesundheit âgelangenâ. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit:
- Zulassen und Akzeptieren logisch und biologisch fehlerhafter Argumentation
(Beispiel: Bei Lerchls Falsifikationsversuch zur Melatoninhypothese wurde die Produktionssteuerung von der Hormonproduktion amputiert http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_09/kuhn_VI/kuhn_vi.html )
- Hintertreiben von wissenschaftlich verwertbaren Beobachtungen
(Beispiel: Rööslis Begleitung eines Ărzteprojekts resultierte in der Hintertreibung http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=58838#58838 )
- Nur scheinbar aber nicht wirklich ernsthafte Suche nach athermischen Effekten
(Beispiel: Lerchls KrebsmÀuse, wo die Krebsresistenz nur bei der Experimentalgruppe durch Heizung gefördert wurde, nicht aber bei der Kontrollgruppe: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=37326 )
- Scheinwiderlegung durch untaugliche Versuchsanordnung
(Beispiel: Kauls stressförderndes Design und Verhalten http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76 )
- Scheinbeweise fĂŒr andere ErklĂ€rungen fĂŒr die Symptome
(Beispiel: Phobiethese von Frick http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/newsletter09-01d.pdf , dort ab Seite 21 unten rechts)
- Besondere Abstimmungsregeln fĂŒr mehrheitliche Konsensfindung im Einzelfall
(Beispiel: Manipulation durch den Einsatz des Marketinginstruments âFokusgruppeâ in der Wissenschaft http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=36307 )
- Abstimmungsregeln fĂŒr Konsensfindung im ganzen Wissenschaftszweig
Wir bleiben beim ursprĂŒnglichen Thema, der quantitativen Studienpublikationspolitik, und werden hier im Einzelnen nur den letzten der sieben Punkte besprechen: die Abstimmung der pseudo- und scheindemokratischen Wertung von Studien nach ihrer Anzahl.
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Wuff, Freitag, 04. Mai 2012, 12:49 (vor 383 Tagen) @ Wuff
ZĂ€hlmechanismen zu EMF-Studien
Wenn wir hier die ZĂ€hlmechanismen zu den EMF-Studien analysieren, dann nicht zum Selbstzweck, sonder mit der Fragestellung, welche diese fĂŒr eine VerdĂŒnnungsstrategie bedeuten. Die VerdĂŒnnungsstrategie wird im Fall von EMF genauso wenig offiziell verkĂŒndet wie frĂŒher beispielsweise bei Tabak ( http://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=54940 , Seite 772 bzw. 2 von 5). Die insgesamt zehnstelligen (!) Geldströme in die EMF-âForschungâ sowie die Stiftungs- und VereinsgrĂŒndungen sowie die Publikationen der EMF-Emittenten lassen aber keinen Zweifel daran, dass eine VerdĂŒnnungsstrategie tatsĂ€chlich verfolgt wird. Aber auch die Situation der EMF-emittierenden Branchen lĂ€sst das Verfolgen einer VerdĂŒnnungsstrategie als nahezu zwingend erscheinen. Wenn ein Ziel der Industrie ist, sich durch staatlich abgesegnete Grenzwerte haftungsrechtlich von der Betriebs- und Produkthaftpflicht zu befreien, und ein weiteres, durch möglichst hohe Grenzwerte Kosten fĂŒr Basisstationen zu sparen, und wenn es bereits Berichte zu BeeintrĂ€chtigungen der Gesundheit unterhalb der Grenzwerte gibt, dann ist es naheliegend, die Wissenschaft zu beeinflussen, welcher die Kompetenz zugeschrieben wird, die âWahrheitâ zu EMF zu verkĂŒnden, und auf diese Weise die âWahrheitâ aktiv zu gestalten.
Was ist die VerdĂŒnnungsstrategie genau? Der Forenleiter âSpatenpauliâ behauptete, ich hĂ€tte Begriff als meine Erfindung ausgegeben, http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&id=42134 . Auch wenn Lerchl eilfertig beipflichtete, hatte ich ab Beginn auf die oben verlinkte Quelle verwiesen, http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=12799 . Laut den Autoren GrĂŒning und Schönfeld ist die VerdĂŒnnungsstrategie âgezielte Förderung von Wissenschaftlern oder Forschungsprojekten ⊠bei denen von der ⊠Industrie gewĂŒnschte Ergebnisse sehr wahrscheinlich ⊠Durch diese Forschung wurden die Ergebnisse unabhĂ€ngiger Studien im Wissenspool gewissermassen verdĂŒnnt und systematische Fehler [Bias] eingeschleust.â âObwohl die Methoden ⊠VerdĂŒnnung vom Wissenschaftler auf den ersten Blick kein fragwĂŒrdiges Verhalten erfordern, fĂŒhrt die alleinige Teilnahme an derartigen Projekten der ⊠Industrie unweigerlich zur VerfĂ€lschung des wissenschaftlichen Erkenntnispools.â
Diese VerfĂ€lschung der âwissenschaftlichen Wahrheitâ durch die VerdĂŒnnungsstrategie erfolgt also unauffĂ€llig und ohne dass die beteiligten Wissenschaftler durch verbotenes Fehlverhalten kompromittiert werden mĂŒssten. Forschungskoordinatoren, die sich von der Industrie beispielsweise in die WHO eingeschleust werden, können ForschungsauftrĂ€ge so verteilen, dass die Forscher die ihnen zugedachte Funktion selbst gar nicht erkennen, siehe als Beispiel http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76 .
Man kann das Zwischenziel der VerdĂŒnnungsstrategie, eine Ăberzahl von Studien mit entwarnenden, negativen Ergebnissen gegenĂŒber Studien zu erzielen, welche auf eine Schadwirkung hinweisen, noch um einen weiteren Effekt ergĂ€nzen: Die VerdĂŒnnungsstrategie erzeugt eine dermassen grosse Anzahl von Studien (15â000 oder nach anderer Quelle 40â000 EMF-Studien), dass eine durchgehende kritische QualitĂ€tskontrolle bzw. Studienkritik verunmöglicht wird. Die VerdĂŒnnungsstrategie hat somit einen selbsttarnenden Effekt eingebaut. â Dem Kritiker bleibt nur die Möglichkeit, auf exemplarische Fehldesigns von Studien hinzuweisen ( z.B. http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=37326 ).
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Wuff, Samstag, 05. Mai 2012, 12:38 (vor 382 Tagen) @ Wuff
Nachtrag zur VerdĂŒnnungsstrategie
Im Artikel "Mobilfunstrahlung - kaum ergebnisoffene Forschung" schreibt der Leiter des Aachener EMF-Instituts zwar nicht ausdrĂŒcklich von "VerdĂŒnnungsstrategie", beschreibt sie aber treffend (
http://www.mobilebusiness.de/home/newsdetails/article/-88fa971448.html )
AuszĂŒge aus dem Interview; es lohnt sich, das ganze Interview zu lesen (Auszeichnungen von Wuff):
NieĂen: "Es gibt nur wenige Studien, die wirklich âergebnisoffenâ an die Untersuchung der Problematik herangehen, und jegliche Art gesundheitlicher Auswirkungen in Betracht ziehen. Solche Studien sind (auch finanziell!) aufwendig. Viel einfacher (und billiger) sind Studien, die nur einen einzigen Endpunkt untersuchen (Wird durch Handytelefonieren die spezielle Hirntumorart Gliom xyz ausgelöst?) Meistens reicht die Anzahl der untersuchten Personen dann nicht fĂŒr ein statistisch signifikantes Ergebnis. Rein wissenschaftlich betrachtet lernt man aus einer solchen Studie praktisch gar nichts â das wissenschaftliche Ergebnis lautet weiterhin: 'Wir wissen nicht, ob durch Handytelefonieren die spezielle Hirntumorart Gliom xyz ausgelöst wird'. Der Pressebericht dazu lautet aber: 'Kein Zusammenhang zwischen Handytelefonieren und Hirntumoren'â
NieĂen: "Die Mobilfunkanbieter oder Handyhersteller finanzieren gerne Studien der vorgenannten âzweiten Artâ. HĂ€ufig sind diese Studien (vom Untersuchungsumfang etc.) schon so angelegt, dass sie gar kein statistisch signifikantes Ergebnis liefern können. Die Ergebnisse auch solcher Studien sind nicht etwa âgefĂ€lschtâ oder die Endaussagen âgelogenâ, aber die tatsĂ€chlichen Ergebnisse werden durchweg falsch interpretiert."
NieĂen: "Die Interphone-Studie hat fĂŒr die gröĂte Untersuchungsgruppe (nĂ€mlich Personen, die Handys seit weniger als zehn Jahren nutzen) festgestellt, dass kein Zusammenhang zwischen Handynutzung und Hirntumoren nachweisbar ist. Aber wen wundert das? Die Latenzzeiten fĂŒr fast alle Tumorarten liegen bei zehn bis 20 Jahren."
Zur Interphone-Studie siehe auch die Kritik in http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_07/kuhn_III/kuhn_iii.html .
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Wuff, Montag, 07. Mai 2012, 09:14 (vor 380 Tagen) @ Wuff
Vom Normalfall als Ausnahme (1)
Nachdem wir im letzten Beitrag gesehen haben, was die VerdĂŒnnungsstrategie zur Manipulation medizinischer Forschung ist, betrachten wir hier wie biologisch bedingte Besonderheiten von athermischen EMF-Wirkungen einerseits die EMF-Forschung erschweren und andererseits Manipulationen erleichtern, sowie was denn korrektes bzw. normales wissenschaftliches Verhalten unter diesen UmstĂ€nden sein könnte. Im nĂ€chsten Beitrag kommt es zur Sache, nĂ€mlich wie bzw. mit welchen Massnahmen die EMF-emittierenden Branchen die VerdĂŒnnungsstrategie vor dem Hintergrund der Besonderheiten umsetzen.
Wer sich nicht speziell dafĂŒr interessiert, kann diesen Ausflug in die Wissenschaftstheorie, der sich mit naturwissenschaftlichen Beweisen und Wahrheiten befasst, auch ĂŒberspringen.
Nach dem Wissenschaftstheoretiker Karl Popper http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifikationismus ist es im Prinzip nicht möglich, naturwissenschaftliche Theorien definitiv zu beweisen, es ist aber möglich, Theorien durch Falsifikation zu widerlegen. Theorien können sich bewÀhren, sie können die Welt brauchbar beschreiben, bis sie widerlegt sind.
Gegen diese Regel pflegen die Wissenschaftler von Bioelectromagnetics zu verstossen. Allerdings machen die diffusen UmstÀnde eine Theoriebildung zu biologischen Effekten von schwachen EMF alles andere als einfach.
- Die Symptome unter EMF-Exposition sind diffus: unspezifisch, subjektiv, mit zeitlichen Verzögerungen
- Die Störgrössen sind ebenfalls diffus: EMF mit unterschiedlichsten Charakteristika und wohl auch Wirkmechanismen, in verÀnderlichem Mix und StÀrke
- Die VorgĂ€nge im menschlichen Organismus sind extrem komplex und die Reaktionen sind inter- und intraindividuell verĂ€nderlich und unterschiedlich: Was fĂŒr den einen Patienten bzw. die eine Versuchsperson gilt, gilt fĂŒr den die andere nicht, und was am einen Tag fĂŒr eine Person gilt, kann am anderen Tag anders sein.
Diese diffusen UmstÀnde verleihen einerseits in der EMF-Forschung noch mehr als in den meisten anderen Teilen der Biologie der Statistik und ihrer richtigen Interpretation die dominierende Rolle, und sie verleiten andererseits zu unbewiesenen Behauptungen und Dogmen.
Auf welche Weise Statistik und VorwĂ€nde benutzt werden, um zu den gewĂŒnschten Folgerungen zu gelangen, zeigt folgender Ausschnitt aus einem Interview (Quelle: http://www.mobilebusiness.de/home/newsdetails/article/-88fa971448.html ):
NieĂen:â Es gibt nur wenige Studien, die wirklich âergebnisoffenâ an die Untersuchung der Problematik herangehen, und jegliche Art gesundheitlicher Auswirkungen in Betracht ziehen. Solche Studien sind (auch finanziell!) aufwendig. Viel einfacher (und billiger) sind Studien, die nur einen einzigen Endpunkt untersuchen (Wird durch Handytelefonieren die spezielle Hirntumorart Gliom xyz ausgelöst?) Meistens reicht die Anzahl der untersuchten Personen dann nicht fĂŒr ein statistisch signifikantes Ergebnis. Rein wissenschaftlich betrachtet lernt man aus einer solchen Studie praktisch gar nichts â das wissenschaftliche Ergebnis lautet weiterhin: âWir wissen nicht, ob durch Handytelefonieren die spezielle Hirntumorart Gliom xyz ausgelöst wirdâ. Der Pressebericht dazu lautet aber: âKein Zusammenhang zwischen Handytelefonieren und Hirntumorenâ â )
Wie es anders auch geht, zeigt die privat finanzierte sog. Porsche-Studie http://www.salzburg.gv.at/abschlussbericht_gsm_endversion.pdf .
Nachdem fĂŒr die Naturwissenschaften im Allgemeinen Popper mit der Falsifikation beschrieben hat, wie es sein sollte, geht der Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn davon aus, wie die Wissenschaft wirklich funktioniert. Kuhn beschreibt, wie die (nicht genau definierte) Gemeinschaft der Wissenschaftler einer Disziplin fĂŒr diese zu Lehrmeinungen oder Paradigmen gelangen (im Fall von EMF lautet ein Paradigma, dass EMF keine athermischen gesundheitlichen Wirkungen haben), und unter welchen Bedingungen solche Lehrmeinungen umgestossen und durch andere ersetzt werden, bzw. wie ein Paradigmenwechsel stattfindet. Das erst 1962 geprĂ€gte Wort âParadigmenwechselâ wird auch im Alltag gerne gebraucht, und so ist es interessant einmal zu lesen, was es im Sinne des Erfinders wirklich bedeutet.
Zu Kuhns Beschreibung wissenschaftlicher Revolutionen:
http://www.statistik.lmu.de/~wiencierz/lehre/2009/2009%20WS%20WissTheo%20Seminar/Gerhar...
http://www.fk14.tu-dortmund.de/medien/ifpp/Philosophie/Beisbart/teaching/su2008/ps/ps9.pdf
Zum VerhÀltnis zwischen den Lehren von Popper und von Kuhn:
http://www.claus-beisbart.de/teaching/wi2011/popper/p12.pdf
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Wuff, Montag, 07. Mai 2012, 09:18 (vor 380 Tagen) @ Wuff
Vom Normalfall als Ausnahme (2)
Wie wir eben gesehen haben, operiert die EMF-Forschung sachbedingt in einem Sumpf von diffusen VerhĂ€ltnissen. Die Falsifikation als Methode fĂŒhrt beim heutigen Wissensstand nicht zu konkret nutzbaren Ergebnissen, was an zwei Fallbeispielen gezeigt werden kann.
- Es wird die Hypothese A aufgestellt: âAthermische Wirkungen von EMF können einige Menschen schĂ€digenâ.
Diese Hypothese kann nicht durch Widerlegung falsifiziert werden, denn auch wenn keine entsprechenden FĂ€lle gefunden werden, ist das kein gĂŒltiger Beweis fĂŒr die UngĂŒltigkeit.
Die Hypothese könnte sich fĂŒr praktische Zwecke bewĂ€hren (BewĂ€hrung ist aber nicht gleich Beweis), wenn objektivierte FĂ€lle gezeigt werden können.
- Alternativ wird die Hypothese B aufgestellt: âAthermische Wirkungen von EMF können keine Menschen schĂ€digen.â
Diese Hypothese könnte grundsÀtzlich widerlegt werden, nÀmlich durch den Nachweis objektivierter SchÀdigung.
Durch BewĂ€hrung bzw. durch Nichtfinden von SchĂ€digung ist kein gĂŒltiger Beweis möglich.
Nachdem wir hier festgestellt haben, dass die Erforschung möglicher EMF-Wirkungen auf die Gesundheit durch besondere inneren UmstĂ€nde, insbesondere diffuse Ursache-Wirkungs-Ketten, erschwert wird, werden wir im nĂ€chsten Beitrag konkret zur VerdĂŒnnung als einer besondere Manipulation der Ă€usseren UmstĂ€nde der EMF-Forschung kommen, welche diese inneren UmstĂ€nde ausnĂŒtzt.
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Wuff, Donnerstag, 10. Mai 2012, 15:11 (vor 377 Tagen) @ Wuff
Nachdem wir hier untersucht haben, warum im interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweig Bioelectrogmagnetics ĂŒber die wissenschaftliche Wahrheit durch das numerische VerhĂ€ltnis von Studien, die eine These bejahen oder verneinen, entschieden wird, statt durch die QualitĂ€t und Stringenz von Aussagen, werden sehen, wie diese ZĂ€hlung und ihre Manipulationen in der Praxis funktionieren.
Wir werden dabei erkennen, auf welche Weise die EMF-Emittenten, welche im VerhĂ€ltnis zu den EMF-Opfern die TĂ€ter und SchĂ€diger sind, sich der VerdĂŒnnungsstrategie bedienen, um sich gegenĂŒber potenziellen und aktuellen EMF-Opfern auch gleich in die Rolle von Gesetzgebern, Richtern und Experten aufzuschwingen, und wie sie sozusagen als Pointe auf dem Weg dorthin auch gleich die GeschĂ€digten als Zeugen ausschalten.
.
âZeugen ausschaltenâ ist nun ein happiger Anwurf, der nicht einfach so als Vermutung oder Behauptung ohne Belege in den Raum gestellt werden kann. Darum gehen wir vorab noch auf diesen Punkt ein, bevor wir uns definitiv der angewandten VerdĂŒnnungsstrategie zuwenden.
Als Zeugen fĂŒr SchĂ€digung durch EMF kommen primĂ€r die EMF-GeschĂ€digten, d.h. Personen mit (b) EMF-Syndrom und (c) EMF-Folgeerkrankungen in Frage, sowie Personen mit (a) reversiblen EMF-Symptomen. Diese werden von Bioelectromagnetics-âForschernâ undifferenziert und unterschiedslos mit dem sachlich falschen Begriff âElektrosensible (ES)â bzw. sogar âElektro-Hyper-Sensible (EHS)â etikettiert. Da die Betroffenen sich diese Etikette anhĂ€ngen lassen oder sich selbst anhĂ€ngen, können sie als sogenannt âelektrosensibleâ Probandengruppe beispielsweise in manipulativen Laborstudien mit wissenschaftlich sinnlosen Mikrowellenwahrnehmungstests missbraucht werden, Beispiel:
Kaul: Quelle http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F5212.pdf?__blob=publicationFile&v=9 , Kommentar: http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76 .
Wie soeben gesagt, ist der Begriff âElektrosensibilitĂ€tâ falsch, denn er setzt die FĂ€higkeit, Mikrowellen sinnlich (sensuell) wahrzunehmen, voraus, die mangels eines entsprechenden Sinnesorgans nicht gegeben ist. Somit können Experimente zur âElektrosensibilitĂ€tâ nicht mehr beweisen, als dass der Begriff falsch ist. Im Ergebnis werden aber nicht die falschen Voraussetzungen in Frage gestellt, sondern die die GlaubwĂŒrdigkeit der im Experiment missbrauchten âZeugenâ. Die angebliche UnglaubwĂŒrdigkeit wird von der Probandengruppe auf alle von EMF-Einwirkungen Betroffenen ausgeweitet.
Mit der UnglaubwĂŒrdigkeit allein begnĂŒgt man sich aber nicht. Mit falschen Folgerungen aus weiteren Laborexperimenten gelingt es den âForschernâ, die Zeugen darĂŒber hinaus auch noch als psychisch abweichend bzw. auffĂ€llig hinzustellen, sie zu psychiatrisieren, wozu wir nur einmal zwei von vielen Beispielen anfĂŒhren.
- Frick hat versucht, die Phobiethese zu beweisen (SekundĂ€rquelle http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/newsletter09-01d.pdf , dort ab Seite 21 unten rechts, PrimĂ€rquelle http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/epidemiologie/epidemiologie_abges/epi_02... , Studienkritik http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=31220 . Seltsamerweise hat er dann aber stur gelogen, und behauptet, er hĂ€tte nie von Phobie geschrieben, http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=29629 . Dabei war der ursprĂŒngliche Erfinder der Phobiethese ein Telekom-Angestellter ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=61630#61630 ).
- Rubin hat eine Medien-Konditionierungsthese aufgestellt, wonach die Medien âElektro-Hyper-SensibilitĂ€tâ konditionieren wĂŒrden (Die Links zu den englischen Originalquellen funktionieren nicht mehr, aber zum Kommentar http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=47613#47613 ). Die Frage kommt nun auf, was dieses mit âZeugen ausschaltenâ zu tun habe. Die Antwort liegt in http://www.radiationresearch.org/conference/downloads/011555_rubin_extra.pdf . Hier mahnt Rubin bei den Medien Zensur zum Thema EMF-SchĂ€digung bzw. ein Schreibverbot an die Redaktoren an - das Thema soll tabuisiert und die Medien sollen den EMF-Opfern und ihren "AnwĂ€lten" verschlossen werden.
- (Nach diesen Beispielen verwundert es nicht bzw. versteht es sich fast von selbst, dass auch Kaul die Gelegenheit ergriffen hatte, eine eigene These in die Welt zu setzen. Sie behauptet als Ausgeburt seltsamer Phantasie und kruden Neofreudianismusâ (Originalquelle http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_04-04/Angst-vor-Pulsen-beim-Mobil... , Kommentar http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=22621 ), ElektrosensibilitĂ€t sei nichts anderes als Phallusangst, die sich am Anblick von Antennenmasten entzĂŒnde.)
(wird gleich fortgesetzt)
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Wuff, Donnerstag, 10. Mai 2012, 15:28 (vor 377 Tagen) @ Wuff
(Fortsetzung zu âZeugen ausschaltenâ)
Wenn es nicht so nachzulesen wĂ€re, wĂŒrde man auch folgende AktivitĂ€ten nicht fĂŒr möglich halten, mit welchen Zeugen fĂŒr EMF-SchĂ€digung zum Verstummen gebracht werden sollen:
- GestĂŒtzt auf die Psychiatrisierung versuchen Dritte, die Zeugen entmĂŒndigen zu lassen.
(Quelle: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=49820 , Kommentar: ĂŒberflĂŒssig)
- Eine weitere Methode ist die Kriminalisierung der Zeugen, die interessanterweise auch durch EMF-Wissenschaftler unternommen wird:
- âAl Kaida ESâ titelte der Bremer Dekan: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=39811
- âElektrosensibleâ wurden mit dem Massenmörder Breivik gleichgestellt: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=49742
- âAl Kaida ESâ titelte der Bremer Dekan: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=39811
- Die GeschĂ€digten als Zeugen auszuschalten erfolgt auch durch das Hintertreiben wissenschaftlicher Aufbereitung und das Unterlassen wissenschaftlicher Auswertung von wertvollen Patientenaussagen und -daten durch EMF-âForscherâ (Kritik zur Darstellung der âForscherâ http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=35817 und zur Darstellung der projektleitenden Ărztin http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=38330 ).
- Seit Jahren wird immer wieder versucht, bei den EMF-GeschĂ€digten mittels einer durch keine Diagnose angezeigte Gabe von Neuroleptika solche extreme Nebenwirkungen als beabsichtigte Hauptwirkung zu erzeugen, dass sie aufgeben, ihr Leiden zu bezeugen. Dieses war und ist eine gĂ€ngige Methode stalinistisch-kommunistischer Unrechtsregimes, aktuelles Beispiel http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=49824 , frĂŒher Haldol.
- Lerchls Vorzeigen von Fricks Abbildung von angeblich abnorm reagierenden Hirnen von âElektrosensiblenâ gegenĂŒber einem Forenteilnehmer âESâ war der Anlass, der Psychiatrisierung der EMF-GeschĂ€digten wirklich und tief auf den Grund zu gehen ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=23907 ). Lerchl scheint beim Desinformations-forum izâgegenâmf eine Art wissenschaftlicher Mitarbeiter zu sein, und - wenn es denn sein muss - sinnbildlich der Mann fĂŒrs Gröbere.
Ist das Geschilderte und Zitierte nur ein harmloser Auswuchs oder ist es ernst gemeint und ernst zu nehmen? Ist es erst ein Anfang, wie die meisten schlimmen Dinge einen kleinen Anfang hatten (Link nur wegen des Titels, Inhalt fĂŒr hiesige Diskussion unwesentlich): http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Auch-die-NSDAP-war-am-Anfang-eine-Kleinstpar... ? Oder ist es das Ende? Wir wissen es noch nicht.
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Wuff, Freitag, 11. Mai 2012, 19:26 (vor 376 Tagen) @ Wuff
Wie in anderen Wissenschaften basiert der informelle Einigungsprozess der Scientific Community des interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweigs Bioelectromagnetics zu den fachspezifischen Dogmen und Lehrmeinungen ebenfalls hauptsĂ€chlich auf wissenschaftlichen Publikationen. Die durch die Sache bedingt diffusen ZusammenhĂ€nge zwischen EMF und Symptomen erschweren hier jedoch die wissenschaftliche Meinungsbildung, und gleichzeitig gibt es von den EMF-emittierenden Branchen zu Studienergebnissen, die fĂŒr sie vorteilhaft ausfallen, ein positives Feedback in Form weiterer Studien- und Lehrstuhlfinanzierung. Unter diesen UmstĂ€nden gibt es kaum EinwĂ€nde dagegen, der Einfachheit halber die Mehrheit der Studien entscheiden zu lassen, statt die stringentesten Argumente.
Die Frage, ĂŒber die schein- und pseudodemokratisch abgestimmt wird, und die wir uns fĂŒr diese Erörterungen merken, lautet: âVerursachen EMF unterhalb der Grenzwerte gesundheitlich relevante Effekte?â oder gleichbedeutend, aber mehr nach der Art der Wissenschaftler als nach der Art der Politiker und Medien formuliert: Gibt es athermische biologische Effekte schwacher EMF?â
Dieser Prozess mit Mehrheitsabstimmung ist offensichtlich bloss pseudo- und scheindemokratisch, er funktioniert aber zur Zufriedenheit aller Beteiligten â nur die betroffenen aber aussenstehenden EMF-Opfer bekommen davon nichts mit. Sinnbildlich-metaphorisch kann man diesen Prozess mit einem leicht manipulierbaren Abstimmungsverfahren vergleichen, das insbesondere durch eine VerdĂŒnnungsstrategie leicht zu beeinflussen ist. Wir werden gleich anschliessend sehen, dass dieses âAbstimmungsverfahrenâ nicht bloss sinnbildlich, sondern ganz real ist.
Wir sehen uns nun an, welche Strukturen zur Umsetzung der VerdĂŒnnungsstrategie gestaltet wurden, und wie die Prozesse innerhalb dieser Strukturen manipuliert werden.
- Die Pseudodemokratie legt die wissenschaftliche Wahrheit fest
Den EMF emittierenden Branchen ist es gelungen, in dem von ihnen finanziell beherrschten Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics die sonst in den Naturwissenschaften gebrĂ€uchliche Methode der Falsifikation zur Wahrheitsfindung durch ein pseudo- und scheindemokratisches Verfahren zu ersetzen. Das bedurfte nicht etwa einer formellen Vorgabe an die Forscher, sondern zuverlĂ€ssiges konkludentes Verhalten der Hauptnachfrager nach Studien in Form von Anerkennung des Resultats dieser Abstimmung durch weitere grosszĂŒgige Studien- und Lehrstuhlfinanzierung reichte dafĂŒr aus, die Wissenschaftler zur Regelbefolgung ohne Murren zu bewegen. Auch von aussen kommt keine Kritik, denn ausserhalb des Elfenbeinturms der Wissenschaftler erscheint âDemokratieâ legitimer zu sein denn Festlegungen durch eine schmale akademische Elite. So sehr Demokratie in der Politik angebracht ist, ist sie in wissenschaftlichen Fragen die falsche Methode der Entscheidung - man lĂ€sst auch nicht die Studenten darĂŒber abstimmen, ob beispielsweise das lĂ€stige Integralrechnen abgeschafft werden solle.
- In der Pseudodemokratie kommt auch der schwÀchsten Studie eine gleichberechtigte Stimme zu
Nach dem ersten Geburtsfehler, nĂ€mlich der EinfĂŒhrung des Mehrheitsstimmrechts fĂŒr den wissenschaftlichen Wahrheitsbeweis, kam es auf einen zweiten auch nicht mehr an: Alle Studien werden unabhĂ€ngig von der QualitĂ€t gleichberechtigt ausgezĂ€hlt, sofern sie nur das MindestqualitĂ€tskriterium einer ĂŒberstandenen Peer Review erfĂŒllen. Aus diesem Grund entscheidet die numerische Mehrheit der publizierten Studien ĂŒber die Wahrheit zu EMF-Wirkungen, und nicht die Stringenz oder QualitĂ€t der Argumentation. Die GegenĂŒberstellung einer Ăberzahl von Studien ohne nachgewiesenen Effekt gegenĂŒber solchen mit gefundenem Effekt unter der VerdĂŒnnungsstrategie ist eine Ersatzhandlung fĂŒr den echten wissenschaftlichen Nachweis eines Zusammenhangs zwischen EMF und Symptomen durch echten Falsikationsversuch.
Das Ergebnis dieses schein- und pseudodemokratischen Verfahrens zur Ermittlung dessen, was wissenschaftlich als erwiesen gilt, wirkt nicht nur im wissenschaftlichen Elfenbeinturm, sondern ist folgenreich, denn es gilt als Wahrheit fĂŒr die Richter, fĂŒr die Schulmediziner und fĂŒr die Festlegung von Grenzwerten.
(wird fortgesetzt)
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Wuff, Sonntag, 13. Mai 2012, 17:03 (vor 374 Tagen) @ Wuff
(Fortsetzung zur Umsetzung der VerdĂŒnnungsstrategie)
âVerdĂŒnnungsstrategieâ ist einerseits ein anschaulicher, selbsterklĂ€render Begriff fĂŒr eine bestimmte Form von Wissenschaftsmanipulation, andererseits ist er aber noch kein gebrĂ€uchlicher Fachausdruck der Wissenschaftstheorie. So mĂŒssen wir ihn denn einordnen in das bestehende GerĂŒst der Wissenschaftstheorie, insbesondere in die Prinzipien von Versuch-Irrtum-Methode und Falsifikation sowie in die ErklĂ€rung der wissenschaftlichen Revolutionen.
Mit der VerdĂŒnnungsstrategie wird nicht gute wissenschaftliche Praxisâ beschrieben, sondern eine gezielte systematische Abweichung von Forschungsethik. Allerdings wird sie als subtile Methode auch nicht in den âVerordnungenâ zur âguten wissenschaftlichen Praxis erfasst (Beispiel: http://www.jacobs-university.de/academic_practice_policies ). Dort werden nur brachiale Methoden als verpönt aufgefĂŒhrt, wie Erfindung von Daten, Plagiieren unter Verletzung des Urheberrechts, aber nicht das Selbstplagiat, das auch verdĂŒnnende Wirkung hat.
- Jeder Versuch ein Irrtum - alle Versuche ein einziger Irrtum
Zur Frage, wie neues Wissen geschaffen wird, gibt es die Prinzipien von Versuch-Irrtum und das weiter oben ausgefĂŒhrte Falsifikationsprinzip.
Jeder Fortschritt beruht auf dem Prinzip von Trial and Error, nĂ€mlich dass Dinge versucht werden, die auch hĂ€ufig misslingen. Im englischen Wikipedia ( http://en.wikipedia.org/wiki/Trial_and_error ) ist dieses wesentlich besser beschrieben als im deutschen, daher eine kurze Ăbersetzung von Teilen der Anfangspassage:
âVersuch und Irrtum, oder Trial by Error, ist eine experimentelle Methode der [...]Kenntniserlangung.[...]Das Lernen erfolgt nicht durch den Fehlschlag selbst, sondern aus der Fehleranalyse, der Vornahme einer Ănderung und aus erneutem Versuch.â[...]Dieser Ansatz ist einer der beiden grundlegenden AnsĂ€tze zur Problemlösung, neben dem Ansatz von Einsicht und Theorie.â [...]Popper schreibt, dass diese Strategie wahrscheinlich allen Wissens-Sammlungssystemen zu Grund liegt, zumindest in ihrer Anfangsphase.â
Auf x Versuche kommen also y IrrtĂŒmer. Die VerdĂŒnnungsstrategie zielt darauf, dass es zu unerwĂŒnschten Ergebnissen gar nicht kommt, sondern durch untaugliches Versuchsdesign möglichst stets nur zu IrrtĂŒmern, oder durch geringe Probandenzahl kaum je zu signifikanten Ergebnissen. Interessant ist auch der Fall, dass voraussehbaren Ergebnissen, deren Irrelevanz aber verborgen ist, durch Planung einer ĂŒberhöhten Versuchsgrösse eine erhöhte Signifikanz verliehen wird. Beispiele werden im speziellen Teil folgen. Die VerdĂŒnnungsstrategie wird nicht durch direkte Manipulation von experimentellen Daten, sondern auf höherer und höchster Ebene in Form von Manipulationen von Forschungsplanung, wissenschaftlicher Fragestellung, Publikationspraxis und Versuchsdesigns umgesetzt.
Die VerdĂŒnnungsstrategie bewirkt durch eine Vielzahl untauglicher Studien, dass ein wissenschaftlicher Irrtum bestehen bleibt.
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Wuff, Sonntag, 13. Mai 2012, 17:09 (vor 374 Tagen) @ Wuff
- âNo man no problemâ
Dieser Satz ist nicht etwa das Motto freiwillig alleinerziehender MĂŒtter oder frustrierter Ehefrauen, sondern wird Stalin zugeschrieben, zur Liquidation von Menschen, die ihm Probleme machen.
Nachdem wir uns soeben damit befasst haben, wie Wissen geschaffen und akkumuliert wird, wenden wir uns der Frage zu, wie ĂŒber die Wahrheit von Wissen bestimmt wird, und welche Rolle der Mensch dabei spielt.
Im Wettbewerb im Wissenschaftsbetrieb scheint es hĂ€ufiger, als Aussenstehende denken wĂŒrden, geradezu um Leben und Tod zu gehen. Vielleicht um nur das Schlimmste zu verhindern, regelt âgute wissenschaftliche Praxisâ nur die ganz groben Verstösse gegen Ethik. Wissenschaft ist nicht demokratisch organisiert, mit einer Hierarchie vergleichbar mit der in der katholischen Kirche. Dekane als FakultĂ€tsleiter haben absolute Macht: Titelverleihung, Berufungen, Infrastrukturzuteilung liegen in ihrem Entscheidungsbereich, und sie können somit untergebene Menschen aus dem Forschungsprozess ausschalten. Brisant ist dieses, wenn Dekane wie in Bremen durch wirtschaftliche Interessen befangen sind, oder jedenfalls von einer internationalen Organisation wie der IARC so bezeichnet werden. Forschung, die sich gegen die veröffentlichten Interessen des Dekans richten könnte, kann dieser im Keime subtil ersticken. Die Richtlinien verhindern solches nicht, denn sie verpönen bloss Grobes, wie die willkĂŒrliche Verzögerung von Publikationen im letzten Stadium: (âthe deliberate delaying of the publication of academic work, in particular in the capacity of a publisher or expertâ.
Auch auf einer höheren Ebene als der des Individuums kann der Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics Menschengruppen eliminieren. Der Wissenschaftszweig als solcher funktioniert wie eine Wissenschaftsmaschine, die von den Menschen relativ losgelöst funktioniert:- FĂŒr den Entscheid ĂŒber die wissenschaftliche Wahrheit zĂ€hlt hier â wie wir weiter oben gesehen haben - allein die Anzahl Studien, nicht etwa eine Mehrheit von Professoren. Der Wissenschaftszweig ist interdisziplinĂ€r, und somit gibt es keine bestimmte zustĂ€ndige FakultĂ€t, die etwas entscheiden könnte. Solchermassen fraktioniert bleibt nur das âStimmrechtâ nach Anzahl Studien ĂŒbrig, die eine Hypothese entweder falsifizieren /nicht falsifizieren bzw. bestĂ€tigen / nicht bestĂ€tigen.
- Aus dem wissenschaftlichen Forschungsprozess zur medizinischen Frage, ob EMF krank machen, ist die Medizin faktisch ausgeschlossen. Die Mediziner, die als Berufsgruppe tendenziell eher Menschen als Strahlen schĂŒtzen, werden von den dominierenden Elektroingenieuren gar nicht zur Diskussion und Entscheidung zugelassen, oder dann nur in ganz kleiner Minderheit und von dubioser QualitĂ€t ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=43840#43840 ).
- Wie die Gruppe der Zeugen bzw. EMF-GeschÀdigten ausgeschaltet wird, haben wir in http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=40 gesehen.
Wie die Wahrheit von Theorien bestimmt wird, hat der Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn beschrieben ( http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=38 unten ).
Solange eine es eine Mehrheit von Studien gibt, die keine aktuelle Erkrankung durch EMF beschreiben, wird der Status quo, das Dogma, wonach athermische EMF keine GesundheitsschĂ€den verursachen, bestehen bleiben. Und bis die MehrheitsverhĂ€ltnisse der bisher 15â000 allein durch das EMF-portal.de erfassten Studien kippen, wĂŒrde es viele Jahre dauern, und es mĂŒssten x-Tausende Studien erstellt werden. Die bisherigen Studien haben allein durch ihre Existenz ein nahezu unumstössliches TrĂ€gheitsmoment.
In anderen, im Gegensatz zu Bioelectromagnetics monodisziplinĂ€ren Wissenschaften zĂ€hlt nicht die einzelne Studie bei der Wahrheitsfindung, sondern der Konsens der Wissenschaftler der Disziplin. Dort findet ein Paradigmenwechsel statt, wenn sich die Mehrheit der massgeblichen Personen der neuen Theorie zuwendet, welche die PhĂ€nomene besser erklĂ€rt als die bisherige Lehrmeinung. In Bioelectromagnetics werden die PhĂ€nomene nicht zur erklĂ€ren versucht, sondern versteckt: Zeugen bzw. von EMF Betroffene werden eliminiert, und die Beobachtung des PhĂ€nomens wird aktiv durch Bioelectromagnetics âForscherâ hintertrieben. Das medizinische PhĂ€nomen und Problem wird interdisziplinĂ€r so behandelt, dass die Medizin aussen vor bleibt, wĂ€hrend die Strahlenphysik und die Biologie bestimmen. - FĂŒr den Entscheid ĂŒber die wissenschaftliche Wahrheit zĂ€hlt hier â wie wir weiter oben gesehen haben - allein die Anzahl Studien, nicht etwa eine Mehrheit von Professoren. Der Wissenschaftszweig ist interdisziplinĂ€r, und somit gibt es keine bestimmte zustĂ€ndige FakultĂ€t, die etwas entscheiden könnte. Solchermassen fraktioniert bleibt nur das âStimmrechtâ nach Anzahl Studien ĂŒbrig, die eine Hypothese entweder falsifizieren /nicht falsifizieren bzw. bestĂ€tigen / nicht bestĂ€tigen.
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Wuff, Sonntag, 13. Mai 2012, 17:25 (vor 374 Tagen) @ Wuff
Die an hohen Grenzwerten interessierten Kreise nĂŒtzen die Eigenschaft von interdisziplinĂ€rer Wissenschaft aus, dass keine FakultĂ€t die Ethik der Forschung kontrolliert, und sie bewirken durch ihre VerdĂŒnnungsstrategie, dass der letztlich unvermeidliche Durchbruch der Wahrheit noch lange auf sich warten lĂ€sst, und dass die Verzögerungsstrategie noch ĂŒber weitere, Ă€hnlich wie bei Tabak einerseits wirtschaftlich und andererseits gesundheitlich relevante Dezennien wirkt.
.
(Auch in der Klimadebatte wird ĂŒber eine konkrete Frage diskutiert, nĂ€mlich âFĂŒhrt die menschgemachte CO2-Zunahme zu einer merklichen Ănderung des Klimas?â Die Antwort wird gegeben durch Konsensbildung der Scientific Community der Klimawissenschaftler. Auch fĂŒr diese Frage werden Organe der Uno involviert, es gibt einen Weltklimarat, und es gibt auch hier Leugner. Die Klimawissenschaften sind zwar wie Bioelectromagnetics interdisziplinĂ€r, es gibt aber eigene LehrstĂŒhle fĂŒr dieses Gebiet. Bei der Diskussion um die Grundfrage der Klimatologie nach dem menschlichen Einfluss auf das Klima geht es zwar hektischer, aber geordneter zu und her als bei der Diskussion um die Grundfrage von Bioelectromagnetics um die Grundfrage nacvh dem Einfluss von EMF auf die Gesundheit. Dass nun aber die UNO den Elektronikingenieur und âErfinder der Grenzwerteâ Repacholi zum Koordinator der EMF-Forschung und damit zum WĂ€chter ĂŒber das medizinische GenĂŒgen der Grenzwerte machte, ist vergleichbar mit der hypothetischen Ernennung des Chefs von Exxon, des Königs von Saudiariabien oder Putins zum Koordinator der weltweiten Klimaforschung.)
(wird fortgesetzt)
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Wuff, Montag, 14. Mai 2012, 17:42 (vor 373 Tagen) @ Wuff
(Fortsetzung zur Umsetzung der VerdĂŒnnungsstrategie)
Wir setzen hier die Beschreibung der Umsetzung der VerdĂŒnnungsstrategie fort, und damit gleichzeitig auch des akademischen Biotops, in welchem das Selbstplagiat prĂ€chtig gedeiht.
- âIhre Frage befriedigt mich nichtâ
Wer eine Frage eher lieber nicht beantworten möchte, kann dieses oft durch die Antwort âIhre Frage befriedigt mich nichtâ erreichen, die nach der Methode funktioniert âif you canât dazzle them with brilliance, baffle them with bullshitâ, wenn du sie nicht mit Brillianz blenden kannst, dann mach sie baff mit Unsinn. Diese direkt gemeinte Ausweichstrategie fĂŒhrt vielleicht sogar zur nachtrĂ€glichen Ănderung der Frage, bei welcher der Fragesteller mitwirkt.
Hier ist Melatoninhypothese das geeignete Schulbeispiel. Diese besagt, dass EMF auf athermischen Wege den Melatoninpegel beim Menschen senken können. Der Melatoninpegel wird durch ein komplexes neuro-endokrines System, das Subsystem wie Taktgeber, Verzögerungsmechanismus, Melatoninproduktion, Melatoninspeicherung und Melatoninfreigabe enthĂ€lt, bestimmt, was den Wissenschaftlern schon lange bekannt ist, Seite 3 unten von http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_02-01/01_Einfuehrung_Melatonin_Hy... . Das Melatoninsystem wiederum steht in zahlreichen Wechselbeziehungen zu anderen neuro-endokrinen Systemen desselben Organismus. Diese biologischen Gegebenheiten erleichtern nicht die Antwort zur Frage, ob die Melatoninhypothese zutreffe. Dieser fachlichen Probleme entledigt sich der gewiefte Wissenschaftler, indem sich er die Frage anders stellen lĂ€sst, z.B. â... herauszufinden, ob elektromagnetische Felder der Mobilfunkkommunikation die Bildung des Pinealhormons Melatonin beeinflussen können.â (Seite 2 oben von http://www.emf-forschungsprogramm.de/home/forschung/biologie/biologie_abges/bio_020_AB_... ). Wenn es nur noch um die Bildung des Hormons geht, und nicht mehr um die AusschĂŒttung, die auch aus bereit stehenden körpereigenen Depots erfolgen kann, dann ist âerlaubtâ, vom umfangreichen und komplexen Melatoninsystem die gesamte Steuerung und Regelung wegzuamputieren, und nur noch das ausfĂŒhrende Organ, die HormondrĂŒse, zu untersuchen. Als Studie der VerdĂŒnnungsstrategie qualifiziert sich diese Studie durch die Antwort, die trotzdem gegeben wird: âDie Daten unterstĂŒtzen nicht die âMelatoninhypotheseâ, nach der es nach nichtthermischer Exposition zu elektromagnetischen Feldern zu einer verringerten Melatoninproduktion kommen sollte.â Aus dieser Antwort lesen der nichtakademische Auftraggeber der Studie und jeder Medienmitarbeiter jedoch, die Melatoninhypothese sei durch Falsifikation gĂŒltig widerlegt worden - was aber keineswegs der Fall ist, denn die Hypothese wurde unmerklich von der Aussage âEMF reduzieren den Melatoninpegel im Blutâ zur Aussage âEMF reduzieren den Melatoninaustoss der DrĂŒseâ geĂ€ndert. - Allein die Tatsache, dass die Melatonin-HormondrĂŒse mitten im Hirn durch zentimeterdicke wĂ€sserige Hirnmasse um 99% vor EMF-EinflĂŒssen geschirmt ist, im Gegensatz zum Auge und anderen möglichen EMF-Sensoren des Melatonin-Systems, zeigt die vollkommene Irrelevanz des Experiments zur Beantwortung der eigentlichen Frage.
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Wuff, Montag, 14. Mai 2012, 18:06 (vor 373 Tagen) @ Wuff
- Die homöopathische Wahrheit
Die Wahrheit ist ein rares Gut in der EMF-Diskussion, und so geht man mit ihr sparsam um - und dann wird sie auch noch durch Unwahrheit und Nichtwahrheit so lange verdĂŒnnt, bis sie in homöopathischer Konzentration vorliegend nicht mehr wahrnehmbar ist.
Nach der erfolgreichen EinfĂŒhrung des âMehrheitsstimmrechtsâ unter dem MĂ€ntelchen von angeblicher Gleichberechtigung und Demokratie ( http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=44 ), unter welchem nur die Anzahl Studien ĂŒber die wissenschaftliche Wahrheit in Bioelectromagnetics-Fragen entscheidet, wurde es fĂŒr die Kreise, die an der Leugnung athermischer EMF-Effekte interessiert sind, zur sicheren Sache, sich die erwĂŒnschte Mehrheit durch einseitige Förderung entsprechender Studien zu verschaffen.
Wenn wir die Berichte als möglicherweise oder wahrscheinlich zutreffend annehmen, wonach EMF bei einigen Menschen auf athermischem Wege biologische Effekte bewirken, und wenn wir beispielsweise die âPorsche-Studieâ ( http://www.salzburg.gv.at/abschlussbericht_gsm_endversion.pdf ) als vorlĂ€ufig treffende Beschreibung dieses PhĂ€nomens fĂŒr einen bestimmten Ausschnitt aus dem EMF-Spektrum nehmen, dann fallen die riesige Anzahl Studien auf, die das Gegenteil âbeweisenâ, indem sie keinen Effekt zeigen, oder einen Zusammenhang zu widerlegen scheinen, weil sie scheinbar andere ErklĂ€rungen bringen (Zum Phobie-Frick, zur Phallus-Kaul, zum Medien-Rubin etc. siehe http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=35 ) sowie das gĂ€nzliche Fehlen von Studien, welche den Hinweisen der âPorsche-Studieâ nachgehen. Die Studien der VerdĂŒnnungsstrategie scheinen das Gegenteil zu beweisen, indem typischerweise keine oder nicht signifikante Effekte gefunden werden. Kein Wunder, in der diffusen Lage mit schwachen Einwirkungen und mit unspezifischen Effekten, die nur bei einer Minderheit eintreten und auch nur unregelmĂ€ssig, sind Experimente zu nur wenigen Endpunkten an nur wenigen Probanden und mit deshalb geringer Signifikanz ungeeignet, signifikante Ergebnisse zu zeigen.
Studien der VerdĂŒnnungsstrategie sind bestimmt nicht âgute Wissenschaftâ, sie sprechen den Prinzipien der Wissenschaftstheorie Hohn, wie ernsthaftes BemĂŒhen um Erkenntnis mit Trial and Error und Falsifikationsversuchen (K. Popper), sowie Paradigmenwechsel (Th. Kuhn) bei neuer Erkenntnis, dieses nach heftiger aber seriöser Diskussion der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Wir haben weiter oben gesehen, wie die VerdĂŒnnungsstrategie diese Prinzipien umgeht und verdreht, und wie der Wissenschaftsbetrieb von Interessenvertretern der Industrie von oben unterwandert wird, bei der WHO-Forschungskoordination, im Dekanat von UniversitĂ€ten und natĂŒrlch in der selbsterannten "ICNIRPâ. VerdĂŒnnung ist aber auch nicht ausdrĂŒcklich durch die Ethikrichtlinien der UniversitĂ€ten verboten.
Was ist denn das ĂŒberhaupt fĂŒr eine Wissenschaft? Oder ist das schon jenseits von echter Wissenschaft? Homöopathische VerdĂŒnnung ist eine als esoterisch zu betrachtende Methode und Verrichtung. Wer an solchen VerdĂŒnnungsaktionen, z.B. durch âschlechte Wissenschaftâ, teilnimmt, der verrichtet im wahrsten Sinne des Wortes eine esoterische Handlung, ist praktizierender Esoteriker, und der Umgang mit ihm wird schwierig, sogar sehr schwierig, wenn Lerchls Wahlspruch bedacht wird: "Ein Esoteriker kann in fĂŒnf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." V.E.
(Wenn der Strang http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=10584 ĂŒberhaupt und das Forum fĂŒr mich nicht gesperrt wĂ€ren, dann wĂ€re dieses hier eine wertvolle ErgĂ€nzung zum Quasi-Nachweis der dominierenden Rolle der Esoterik in Bioelectromagnetics
. Man möchte noch viele Witze ĂŒber diese ZustĂ€nde reissen, wenn es nicht eine traurige Angelegenheit wĂ€re, zu berichten, wie durch einen bewusst kĂŒnstlich herbeigefĂŒhrten Bias in den wissenschaftlichen Studien zu EMF-Wirkungen unser Bild von unserer Welt und die wissenschaftliche BeweisfĂŒhrung zu Ursache (z.B. EMF) und Wirkung (z.B. EMF-Syndrom und FolgeschĂ€den) verfĂ€lscht werden.)
(wird fortgesetzt)
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Wuff, Mittwoch, 16. Mai 2012, 10:44 (vor 371 Tagen) @ Wuff
In den letzten paar BeitrĂ€gen haben wir gezeigt, wie die von Popper und Kuhn beschriebenen Forschungs- und Wissensakkumulationsprozesse des âgutenâ Wissenschaftsbetriebs durch die VerdĂŒnnungsstrategie unterlaufen werden. - Popper schrieb einst von der âOffenen Gesellschaft und ihren Feindenâ, heute wĂŒrde er vielleicht von der âGuten Wissenschaft und ihren Feindenâ schreiben.
Heute beginnen wir uns mit dem institutionellen Rahmen zu befassen, in welchem die "Abstimmungen" ĂŒber die wissenschaftliche Wahrheit in Bioelectromagnetics stattfinden und die VerdĂŒnnungsstrategie wirksam wird, und auch wie das Abstimmungsverfahren ablĂ€uft, sowie welche MissbrĂ€uche darin vorkommen und wie das Selbstplagiat gedeiht.
Es soll nicht bei Wissenschaftstheorie bleiben. Wir nehmen bei jedem Abschnitt auf das Mikrowellenwahrnehmungs-Paradigma des Wissenschaftszweigs Bioelectromagnetics Bezug. Dieses besagt, dass wenn vom EMF-Syndrom Betroffene Mikrowellen nicht sinnlich detektieren können, dass dann die Symptome des Syndroms nicht auf EMF zurĂŒckzufĂŒhren seien. Dass diese Scheinlogik nicht nur ohne Sinn, sondern auch lĂ€cherlich ist, kann damit bewiesen werden, dass die von ionisierender Strahlung betroffenen Strahlenkranken nie beweisen oder auch nur behaupten mussten, dass sie die RadioaktivitĂ€t vor Ausbruch der Krankheit sinnlich wahrgenommen hĂ€tten. Mit dem Mikrowellenwahrnehmungs-Paradigma gab der AnfĂŒhrer von Bioelectromagnetics seinen Wissenschaftszweig der LĂ€cherlichkeit preis und machte ihn zum Esoterikfach.
Wir beschreiben zunÀchst einige Institutionen des Wissenschaftsbetriebs, welche die EMF-Emittenten selbst eingerichtet haben.
- Der Abstimmungsveranstalter ist nicht neutral, sondern eine der Parteien
Das PhĂ€nomen des EMF-Syndroms und die Frage nach den athermischen Effekten von EMF sind Teil eines medizinischen Problems, dieses wird aber nahezu vollumfĂ€nglich von Elektroingenieuren, Zoologen, Statistikern etc. unter faktischem Ausschluss der medizinischen Forscher behandelt â so wird denn auch die Abstimmung mittels StudienzĂ€hlung durch dieselben Kreise veranstaltet.
Die Grundfrage nach den athermischen Effekten von EMF wird durch Unterfragen operationalisiert. Wer stellt nun diese Unterfragen? Es ist die EMF-Forschungskoordination der WHO. Dieses Amt hatte von 1996 bis 2006 der Elekronikingenieur und ICNIRP-GrĂŒndungsprĂ€sident Michael âMikeâ Repacholi inne. Er war es, der die EMF-Forschungsagenda der WHO aufstellte, http://www.who.int/peh-emf/research/rf_research_agenda_2006.pdf . Lesen wir dort auf Seite 5 den fĂŒnften Punkt: â
âą EMF perception in adults by subjects with self-reported symptoms in Germany (completed)â
Repacholi meinte damit wohl die Arbeit von Gerlinde Kaul,
http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F5212.pdf?__blob=publicationFile&v=9 , die sich ihrerseits fĂŒr das Studiendesign auf die WHO bezogen hatte. Dort auf Seite 41 steht als Hypothese 1 zur ErklĂ€rung des PhĂ€nomens die sinnliche WahrnehmungsfĂ€higkeit fĂŒr EMF, als Hypothese 2 die physikalische Anregung einer Stressachse durch EMF, und als Hypothese 3 eine konditionierte Angstreaktion ohen Beteiligung von EMF. Das ist so weit so gut. Kaul hat Hypothese 1, die MikrowellenwahrnehmungsfĂ€higkeit verworfen, eine Anregung von Stressprozessen durch EMF hat sie nicht gefunden, und so blieb noch Hypothese 3, die Angstreaktion. Diese Angst konkretisierte sie an anderer Stelle als Phallusangst. Wer eine deutsche Mobilfunkantennenanlage sieht, der wird bei normaler Veranlagung darin kaum einen Phallus sehen. Die vielen Daten in und der grosse Umfang von Kauls Arbeit sollen wohl ĂŒber den grundlegenden Konstruktionsfehler ihres Experiments hinwegtĂ€uschen, http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76 .
Nun wechseln wir wieder vom Schulbeispiel zurĂŒck zum Allgemeinen. Als Stimme in der "Abstimmung" zu wissenschaftlichen Fragestellungen gilt in Bioelectromagnetics im Prinzip jede wissenschaftliche Studie, die in einem Peer reviewed wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurde. Als Stimmberechtigte bzw. als berechtigt, eine Studie zu publizieren, gelten grundsĂ€tzlich alle Menschen: Es herrscht verfassungsmĂ€ssige Wissenschaftsfreiheit, und somit ist grundsĂ€tzlich jedermann frei, selbst eine Unterfrage zum Thema athermische EMF-Effekte zu stellen, und diese auch in Form einer Studie zu beantworten. Die Beantwortung von Unterfragen, die nicht der Vorgabe der Forschungskoordination entsprechen, wird aber nicht finanziell gefördert, und somit gibt es keine relevanten Fragen und keinen gĂŒltigen Antworten, mit ganz seltenen Ausnahmen, wo wie z.B. bei der âPorsche-Studieâ eine Privatperson die Studie finanziell förderte.
Auf die FragwĂŒrdigkeit des Mehrheitsprinzips in der Wissenschaft kommen wir unten nochmals zurĂŒck.
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Wuff, Donnerstag, 17. Mai 2012, 15:17 (vor 370 Tagen) @ Wuff
(Fortsetzung zu wissenschaftlichen Institutionen, welche die EMF-emittierenden Branchen im Zusammenhang mit der ĂŒbergeordneten Auswertung von EMF-Studien eingerichtet haben).
- Stimmrechtsregister und AuszĂ€hlungsbĂŒro sind der einen Partei hörig
Wir konkretisieren hier das Denkmodell, nach welchem wissenschaftliche Studien als Stimmen in der âAbstimmungâ ĂŒber die wissenschaftliche Wahrheit in interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics gezĂ€hlt werden. Der primĂ€re Datenbestand, welcher alle als Stimmen geltenden Studien enthĂ€lt, ist die Gesamtheit der wissenschaftlichen Journale, welche Studien zu EMF Effekten enthalten, oder â auf die englische Sprache beschrĂ€nkt - das allgemeine und allumfassende Wissenschaftsportal PubMed ( www.pubmed.org ) des US Gesundheitsministeriums mit seinen 21 Mio. EintrĂ€gen. Eine Datenmenge dieses Umfangs wĂ€re als Stimmenregister zu unhandlich, zumal innerhalb dieser Gesamtdokumentationen die EMF betreffenden Studien nur eine kleine Minderheit bilden. Um diejenigen Studien, welche EMF-Effekte verneinen, den Studien, welche solche Effekte bejahen, gegenĂŒberstellen zu können, muss die Teilmenge der auf EMF Effekte bezogenen Studien auf irgendeine Weise aus den GesamtdatenbestĂ€nden extrahiert werden. Da es je nach Quelle 15â000 oder 40â000 EMF-Studien gibt, kann kein einzelner Mensch diese Aufgabe erfĂŒllen, und vor allem nicht, wenn immer wieder nach unterschiedlichen Kriterien ausgezĂ€hlt werden soll.
Mit dem EMF-Portal www.emf-portal.de wurde ein Register der englisch- und deutschsprachigen, in Peer reviewed scientific Journals publizierten EMF-Studien geschaffen, das man im sinnbildlichen Abstimmungsverfahren als Stimmenregister bezeichnen könnte. Es befindet sich an der Technischen Hochschule Aachen, und erscheint nach aussen als eine neutrale Institution. Die GrĂŒndung erfolgte durch den zwischenzeitlich liquidierten Mobilfunkerverein Forschungsgemeinschaft Funk e.V. Den Verein gibt es nicht mehr, womit auch die Spur bzw. Verbindung zur EMF-emittierenden Industrie gekappt ist. Das EMF-Portal wird ĂŒberwiegend im deutschsprachigen Raum genutzt, es ist teilweise auch in Englisch verfĂŒgbar. In anderen grossen SprachrĂ€umen dĂŒrfte es wohl analoge Institutionen geben. â Die heutige Bindung zu den industriellen GrĂŒndern geht nicht aus der Website hervor, aber selbst ohne fortdauerndes Sponsoring dĂŒrfte dort den GrĂŒndern gegenĂŒber ewige Dankbarkeit und Eilfertigkeit herrschen.
Dem EMF-Portal wurde nicht nur die Aufgabe erteilt, sĂ€mtliche peer reviewed publizierten EMF-Studien sozusagen als Stimmabgaben laufend zu erfassen. Die Studien mĂŒssen darĂŒber hinaus auf den Abstimmungswillen des sozusagen an der Abstimmung teilnehmenden Autors abgeklopft werden. Da nur die Grundfrage nach gesundheitlich relevanten Effekten von athermischen EMF eine Ja-Nein-Frage ist, und die Unterfragen sowie die Antworten in der Regel nach der Art der Wissenschaftler oft im Konjunktiv und differenziert gegeben werden, mĂŒssen die Antworten zwangslĂ€ufig aus den Studien interpretiert werden. Wie immer bestĂ€tigt die Ausnahme die Regel, und Ja-nein-Fragen kommen vor, wenn auch selten und bei irrelevanten Mikrowellenwahrnehmungsexperimenten, Beispiel: â ElektrosensibilitĂ€t/subjektive Beschwerden: Feld-Wahrnehmung (Ja/Nein-Fragebogen)â, Quelle http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=17488 ).
Bei der Erfassung durch das www.emf-portal.de wird nicht gerade die DNA der Studie erfasst, aber doch eine anatomische Skizze angelegt, die mindestens folgendes enthÀlt:- Titel, Autoren, Verlag, Links zu www.pub-med.org und zum publizierenden Journal
- Ziel der Studie (laut Autor)
- untersuchte Endpunkte
- Exposition: Befeldung, exponiertes System
- Methode, Studiendesign
- Hauptergebnisse (laut Autor)
- Finanzierung der Studie
- Hinweis auf verwandte Artikel
- Titel, Autoren, Verlag, Links zu www.pub-med.org und zum publizierenden Journal
Wer Studien kritisch lesen will, muss diese im Original selbst lesen, das EMF-Portal könnte gar nicht genĂŒgend ins Detail gehen, um kritikwĂŒrdige Punkte auch nur ansatzweise finden zu können, und es scheint ĂŒberdies voreingenommen zu Gunsten seiner GrĂŒnder zu sein. Wir kommen auf diese DNA/Skizze zurĂŒck, und ĂŒberhaupt auf MissstĂ€nde im Zusammenhang mit dem EMF-Portal.
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Wuff, Donnerstag, 17. Mai 2012, 15:22 (vor 370 Tagen) @ Wuff
- Stimmrechtsregister und AuszĂ€hlungsbĂŒro sind der einen Partei hörig (Forts.)
Dann werden auch immer wieder Metastudien in Auftrag gegeben, d.h. auswertende Studien zur Studienlage. Repacholi hat in seinem âFactâ-Sheet 296 (Seite 4 von http://www.who.int/peh-emf/publications/facts/ehs_fs_296_german.pdf ) die Metastudie seines zuverlĂ€ssigen JĂŒngers Rubin zur Mikrowellenwahrnehmung aufgefĂŒhrt. Diese ist als PDF interessanterweise nur bei den âĂrzten fĂŒr den Umweltschutz AefUâ abrufbar, und wo sie von Röösli unter âForschungsstandâ eingeordnet wurde,
http://www.aefu.ch/typo3/fileadmin/user_upload/aefu-data/b_documents/themen/elektrosmog... . (Zu Rööslis Rolle als Manipulator dieser Ărztegruppe http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=61552#61552 ). Auch Röösli hat im Auftrag Repacholis eine Art von Metastudie verfasst, die ebenfalls im âFactâ-Sheet 296 angefĂŒhrt wird, die aber nur gegen GebĂŒhr verfĂŒgbar ist.
Wir haben nun gesehen, wie die Auftragserteilung, die Sammlung und die AuszÀhlung der EMF-Studien institutionell bei den EMF-emittierenden Branchen verankert sind.
(Zu unserem Schulbeispiel: Im EMF-Portal sind 84 Arbeiten zur âElektrosensibilitĂ€tâ aufgefĂŒhrt (Code âHYPâ), wobei âElektrosensibilitĂ€tâ meist als gleichbedeutend mit der âFĂ€higkeitâ zur Mikrowellenwahrnehmung gilt. Von diesen Studien oder Artikeln sind die neueren bzw. circa drei Viertel tatsĂ€chlich ausgewertet, und nicht bloss erwĂ€hnt. Auch die Kaulsche Arbeit ist erfasst ( http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=17488 ) , obwohl sie nicht in einem begutachteten Journal erschienen ist, letzeres wohl weil das Experiment nicht lege artis war, http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=28275 ; wir kommen darauf zurĂŒck, wie es zu solchen Ausnahmen kommt).
.
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Wuff, Freitag, 18. Mai 2012, 14:05 (vor 369 Tagen) @ Wuff
- Der Spieler, der die Spielregeln aufstellt, kann den Gegner regelkonform eliminieren
Bei der sinnbildlichen Abstimmung um die Frage, ob es athermische gesundheitlich relevante EMF-Effekte gibt, treten zwei Parteien, zwei Gegenspieler gegeneinander an:- EMF-emittierende Branchen, die aus wirtschaftlichen GrĂŒnden an hohen Grenzwerten interessiert sind,
- EMF-Kritiker, die an Grenzwerten interessiert sind, welche die Gesundheit vor den athermischen Effekten schĂŒtzen.
Einen neutralen Veranstalter der Abstimmung gibt es nicht, und auch keinen neutralen Schiedsrichter. Der Staat wĂ€re im Prinzip dazu prĂ€destiniert. Da die staatlichen Organe politisch besetzt werden, sind dort die Juristen in der Ăberzahl, welche sich zwangslĂ€ufig auf externe wissenschaftliche Experten stĂŒtzen mĂŒssen. (âBeruf: EU-Beamterâ, aktuell zum obersten deutschen UmweltschĂŒtzer http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/merkel-entledigt-sich-roettgens_1.1... letzer Satz, und zu âGlanzleistungenâ von EU-Beamten http://www.hese-project.org/Forum/forum2/index.php?id=32 )
Die Partei der EMF-emittierenden Branchen hat es geschafft, nicht nur die erdrĂŒckende Mehrheit der Stimmen einzulegen, sondern durch die Beherrschung der teilweise von ihr selbst geschaffenen Institutionen ( http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=51 und Fortsetzung in http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=52) in der Abstimmung gleichzeitig Veranstalter, Fragesteller und Schiedsrichter zu werden. Dazu ist die Partei nicht etwa grundsĂ€tzlich darum in der Lage, weil sie dafĂŒr etwa natĂŒrlicherweise legitimiert wĂ€re, sondern allein weil sie die Institutionen mit eigenen Leuten besetzt hat.
Als ich vor ein paar Jahren begonnen hatte, mich mit der EMF-Forschung zu befassen, fiel mir die offensichtliche Tatsache auf, dass es die EMF-emittierenden Branchen selbst waren, welche die Regeln fĂŒr die EMF-Forschung vorgaben. Dieses machte mich in der Folge besonders kritisch.
- Undatiert: Das Mobile Manufacturers Forum bestimmt, wie die wissenschaftliche âWahrheitâ bestimmt wird, http://www.mmfai.org/public/docs/eng/080727_MMF_weighing_EMF_science_evidence.pdf
- 2004: Die industrienahe selbsternannte âInternationale Kommissionâ ICNIRP bestimmt, wie Studien bewertet werden,
http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_04-04/BewertungsgrundsaetzeICNIRP...
- 2004: Der Mobilfunkerverein FGF nennt hier als Auswahlkriterium fĂŒr Studien die Peer Review durch das Scientific Journal, http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_00-04/04_Literaturstudie_Langzeit...
- 2005: Die FGF nennt hier Kriterien fĂŒr gute Studien,
http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_05-01/Wissenschaftlich_Publiziere...
2005: Die FGF lobt hier ihre eigene Kreatur, das EMF-Portal, als Quelle des Wissens ĂŒber EMF,
http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_05-02/Wissenschaftlich_publiziere...
Kurz vor der Schliessung der FGF hat diese noch eine offene Diskussion ĂŒber Bewertung von Studien veranstaltet.
- 2009: Mattson, http://www.fgf.de/forschungsprojekte/berichte/workshops/praesentationen/wien-2009-2/Mat... Auf Seite 8 werden Studien mit neuen Ergebnissen sozusagen auf den Index gesetzt, â4. Unerwartete Ergebnisse, nicht mit anderen Studien vereinbarâ , auf Seite 11 Grundtenor âAlle Studien sind gleichwertigâ â darauf kommen wir noch zurĂŒck.
- 2009: Kundi kritisiert die gĂ€ngige Studienbewertung, http://www.fgf.de/forschungsprojekte/berichte/workshops/praesentationen/wien-2009-2/Kun... (Interessantes FundstĂŒck auf Seiten 21 bis 23, als weitere BestĂ€tigung zu http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=37326 ).
Diese offene Diskussion konnte die FGF ohne Risiko fĂŒhren, da die Gegenpartei der âGesundheitsschĂŒtzerâ mit der Anzahl Studien bzw. âStimmenâ zwischenzeitlich hoffnungslos in den RĂŒckstand geraten war, und keine Chance mehr hat, diesen in irgendwie absehbarer Zeit aufzuholen. Die Wissenschaftsvereine und âStiftungen der EMF emittierenden Branchen hatten selbst festgelegt, nach welchen Regeln sich Studien zur Teilnahme an der âAbstimmungâ qualifizieren. Diese Regeln schliessen im Effekt die meisten gegnerischen Studien aus, und bevorzugen die eigenen Studien. Die VerdĂŒnnungsstrategie wurde erfolgreich umgesetzt, unter Verbrauch von âForschungsâ-Budgets in insgesamt zehnstelliger (!) Höhe. Auf die âAbstimmungsâ-Regeln im Einzelnen kommen wir gleich zurĂŒck. - EMF-emittierende Branchen, die aus wirtschaftlichen GrĂŒnden an hohen Grenzwerten interessiert sind,
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Wuff, Samstag, 19. Mai 2012, 19:44 (vor 368 Tagen) @ Wuff
- Der Hintergrund zu den einseitigen Spielregeln
Von der Naturwissenschaft gibt es ebenso romantische Vorstellungen wie unrealistische, dass man im Alleingang alles erreichen und sich alles Wissen einverleiben könne.
Der letzte Universalgelehrte, der praktisch alles Wissen der ihm bekannten Welt im Kopf haben konnte, lebte vor vielen Hundert Jahren. Heute vermag einer Erstaunen zu erwecken, der von einem Spezialgebiet wie EMF-Effekte von sich sagt, er habe 30â000 Arbeiten studiert
-> http://www.ksta.de/html/artikel/1336996594771.shtml .
Wenn er vor 30 Jahren damit begonnen hat, dann waren das pro Arbeitstag durchschnittlich fĂŒnf Arbeiten. Da fragen wir uns, wie grĂŒndlich oder wie diagonal wohl dieses Studium war, und wie viel allein die AbonnementsgebĂŒhren kosteten.
Wie weit die Vorstellungen vom freien Forscher realisierbar sind, hÀngt von den Gegebenheiten des Forschungsgegenstandes ab, und auch vom Format des Wissenschaftlers. Einstein hat seine wichtigen Theorien und Formeln anfÀnglich als Hobbyforscher entwickelt, heutige Hobbyforscher arbeiten anders und kommen weniger weit, wenn sie etwas wirklich Neues erreichen wollen.
-> http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/die_aera_der_hobbyforscher_1.792...
-> http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/forschen-auf-eigene-faust_1.1624...
Damit Forschungsergebnisse auch von der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Kenntnis genommen und eine Chance auf Anerkennung erhalten, mĂŒssen sie nahezu unvermeidlich in einem Peer reviewed scientific Journal publiziert werden â das gilt wohl fĂŒr die meisten Wissenschaften. Die formellen AnsprĂŒche der als Peer Review bezeichneten Begutachtung durch einen oder zwei andere Wissenschaftler sind derart hoch, dass nahezu alle Studien ausscheiden, die nicht mindestens 100â000 (EUR/USD/CHF) gekostet haben und die nicht im Regelfall in Englisch verfasst sind.
Zum Thema freies Forschen: Der Wissenschaftsbetrieb ist nach innen hierarchisch und unfrei, teure Forschungsvorhaben â was bio-elektromagnetische Arbeiten praktisch ausnahmslos sind, mĂŒssen in der Hierarchie budgetiert, beantragt und bewilligt werden. Im wissenschaftstheoretischen Gedankenexperiment beantragt Forscher XY an der privaten UniversitĂ€t in B. ein geniales aber kritisches Bioelectromagnetics Experiment, fĂŒr das Dekan L. beim Staat oder bei der Industrie Mittel organisieren mĂŒsste. Das Ende der Geschichte darf sich jedermann selbst zusammenreimen.
Das eben Geschilderte ist bloss ein Teil des Hintergrunds, vor dem die EMF-Forschung stattfindet. Wie wir ab http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=50 gesehen haben, waren es die an hohen Grenzwerten interessierten Kreise , welche hohe HĂŒrden bzw. Regeln aufgestellt haben, so dass nicht jeder mehr oder weniger Dahergelaufene in der âAbstimmungâ darĂŒber mitentscheiden kann, was zum PhĂ€nomen der athermischen biologischen Effekte von EMF als Wahrheit zu gelten habe. Diese Regeln erscheinen auf den ersten Anblick ganz vernĂŒnftig und fair aus â wenn sie nicht auf den finanziellen Hintergrund des bestimmenden Kontrahenten in der EMF-Debatte zugeschnitten wĂ€ren. Die von der einen Partei aufgestellten Regeln haben einen im vornherein matchentscheidenden Einfluss, und unter diesen UmstĂ€nden eine wissenschaftsfeindliche und unfaire Wirkung. Diese von der Industrie aufgestellten Regeln stellen ein wissenschaftliches âBiotopâ her, in welchem Junk Science, Selbstplagiat und â man möchte es nicht wahrhaben â Esoterik und Glauben vorzĂŒglich gedeihen.
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Wuff, Montag, 21. Mai 2012, 11:55 (vor 366 Tagen) @ Wuff
Die Regeln im Einzelnen
Nachdem wir die These aufgestellt haben, dass im interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics, der sich der EMF-Forschung widmet, die Wahrheit zu den athermischen Effekten auf ganz besondere, von den anderen Wissenschaften abweichende Weise ermittelt werde, nĂ€mlich im Wesentlichen durch blosse, rein numerische Aufrechnung von Studien, untersuchen wir die einzelnen Regeln dieses âAbstimmungsverfahrensâ und wie sie sich zu Gunsten der EMF-emittierenden Branchen auswirken:
- Regel 1: Nur Peer reviewed scientific Journale
Als Grundvoraussetzung, dass die Stimme bzw. Studie zur ZÀhlung zugelassen wird, gilt die Publikation in einem wissenschaftlichen Journal mit Peer Review. Dieses von den Verlagen veranstaltete Begutachtungsverfahren hat den Zweck, die QualitÀt der Artikel im Journal zu sichern, und damit auch die QualitÀt des Journals. Es gibt kaum veröffentlichte Angaben dazu, welche Studien abgelehnt wurden, und auch nicht dazu, wie viele zuerst abgelehnt und beim zweiten oder dritten Versuch doch noch publiziert wurden. Es gibt aber zahlreiche Kritik an der Wirksamkeit der Peer Review:
-> http://www.google.ch/#hl=de&sclient=psy-ab&q=peer+review+kritik )
und viele Beispiele fĂŒr Studien, welche die Peer Review geschafft haben, und welche die diese Kritik voll bestĂ€tigen, stellvertretend fĂŒr die Ăbrigen:
-> http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=37326
Dieses Kriterium macht die Gesamtheit der begutachtenden wissenschaftlichen Journale zur sinnbildlichen Urne, in welche die Stimmen in Studien in Form wissenschaftlicher Studien eingelegt werden können. Der Zugang zu dieser sinnbildlichen Urne steht theoretisch jedermann offen, der Stimmzettel ist aber sehr teuer: In den Naturwissenschaften generell und damit auch in der Biologie kostet die Erstellung einer Studie, welche die Anforderungen der Begutachtung ĂŒberhaupt erfĂŒllen kann, regelmĂ€ssig einen sechs- bis sogar siebenstelligen Betrag. Es besteht somit nur vermeintlich Demokratie, sondern Plutokratie, nicht Herrschaft der Forscher, sondern der Sponsoren â zur Urne werden nur die Reichen vorgelassen.
Das Kriterium ist nachvollziehbar und wÀre auch gut, diente es nicht speziell in Bioelectromagnetics dem Missbrauch zur Erstellung eines Bias, einer nicht sachlich gerechtfertigten Gewichtsverschiebung.
(wird fortgesetzt)
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Wuff, Montag, 21. Mai 2012, 12:07 (vor 366 Tagen) @ Wuff
- Regel 1: Nur Peer reviewed scientific Journale (Fortsetzung)
Ein geradezu karikaturhaft diesen Effekt zeichnendes Schulbeispiel fĂŒr diesen Effekt von Regel 1 ist das Projekt der schweizerischen Ărzte fĂŒr den Umweltschutz AefU zu einer Umweltberatungsstelle.
Diese Ărzte fĂŒhrten vor kurzem speziell auch fĂŒr Menschen, die vom EMF-Syndrom betroffen sind, ein Projekt mit standardisierter AbklĂ€rung und Beratung durch, um Sinn und Nutzen einer Beratungsstelle zu prĂŒfen.
Zum selben Patientengut bzw. zum selben âExperimentâ wurden zwei Berichte geschrieben: Dem ersten Anschein nach ein schrilles Alarmzeichen fĂŒr einen Fall von Selbstplagiat - aber doch nur dem ersten Anschein nach.
Die Beratungsstelle war ein Beispiel dafĂŒr, wie etwas ohne grossen materiellen Aufwand, wahrscheinlich fĂŒr wesentlich weniger als CHF 100â000, sehr wahrscheinlich rein ehrenamtlich ohne Bezahlung, organisiert und durchgefĂŒhrt werden kann, das grundsĂ€tzlich in neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen mĂŒnden könnte. Die Projektleiterin kam zu ganz bestimmten SchlĂŒssen, die sie der Vereinszeitschrift der AefU zur Publikation gegeben hat. (Kommentar und Link zum Original http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=38330 .)
Die industrieeigene Forschungsstiftung Mobilkommunikation setzte CHF 100â000 (diese Zahl ist uns bekannt als das geschĂ€tzte Minimum, das eine Studie kostet, welche Eingang in eine Peer reviewed scientific Journal finden soll) ein, um das Projekt âwissenschaftlichâ zu begleiten. Wie die am Projekt mitarbeitenden Ărzte von den âForschernâ manipuliert wurden, und wie der im Peer reviewed Scientific Journal publizierte Schlussbericht von Röösli zu Stande kam, der von den SchlĂŒssen der Projektleiterin diametral abweicht, liest sich ausfĂŒhrlich im kritischen Kommentar (Inhaltsverzeichnis zum Kommentar und Link zum Original http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=62342#62342 .)
Welcher Bericht und welche âWahrheitâ werden nun von der wissenschaftlichen Gemeinschaft von Bioelectromagnetics in Anwendung von Regel 1 zur Kenntnis genommen?
NatĂŒrlich derjenige von Rööslis industrieller Begleitgruppe, wĂ€hrend derjenige der Projektleiterin in diesen Kreisen weder gelesen, noch diskutiert noch gar jemals zitiert wird, weil er "nur" im oekoskop ( http://www.aefu.ch/typo3/index.php?id=4473 ) abgedruckt wurde.
Hier zeigt sich geradezu karikaturhaft deutlich, welche Manipulationen trotz Peer Review möglich sind, und wie die Regel 1 âNur Peer reviewed scientific Journaleâ entgegen der Vermutung die Wahrheit nicht ans Licht bringt, sondern dazu benutzt wird, sie unter den Teppich zu wischen.
Zu Regel 1 gibt es noch den Zusatz, dass nur begutachtete Arbeiten in anderen wissenschaftlichen Arbeiten zitierungswĂŒrdig sind. Daraus ergibt sich fĂŒr Rööslis Begleitstudie ein Multiplikatoereffekt, denn je umfangreicher der Zitatenapparat einer Studie ist, desto wertvoller und gelahrter erscheint die Studie. Am wertvollsten und damit am hĂ€ufigsten sind Bezugnahmen und Verweise auf âPĂ€psteâ und diesen sehr nahestehende Wissenschaftler wie eben Röösli. Der Schlussbericht der Projektleiterin mit seinen hoch interessanten Erkenntnissen blieb dagegen fĂŒr den Wissenschaftsbetrieb nicht wahrnehmbar.
Quelle fĂŒr Regel 1:
-> http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_05-01/Wissenschaftlich_Publiziere...
-> http://www.emf-portal.de/motivation.php?l=g dritter Absatz
Zum Selbstplagiat (Seite 23)
Wuff, Donnerstag, 24. Mai 2012, 13:30 (vor 363 Tagen) @ Wuff
- Regel 2: Signifkant wenn p > .05 â
Biologie und Medizin sind bei Weitem nicht so exakte Wissenschaften wie es beispielsweise die Newtonsche Physik im Bereich des Hebelgesetzes mit ihren simplen Formeln mit der HebellĂ€nge ist. Es sind die geschlechtliche Vermehrung mit âAustausch von DNAâ sowie epigenetische VorgĂ€nge, die dafĂŒr verantwortlich sind, dass die Individuen trotz Zugehörigkeit zur gleichen Art und Rasse auf Ă€ussere Reize unterschiedlich reagieren. Aus diesem Grund ist in Biologie und Medizin die Statistik so wichtig, um festzustellen zu können, wie die Individuen im Durchschnitt und unabhĂ€ngig vom Zufall reagieren.
(Die zurzeit laufende Werbung einer Krankenkasse, die behauptet âWir interessieren uns nicht fĂŒr den Durchschnittâ ist eine raffinierte TĂ€uschung des nicht aktuarisch vorbelasteten Publikums, denn Versicherung, die ihren Namen verdient, basiert immer auf dem Gesetz der grossen Zahlen und damit auf Durchschnittswerten.)
Beim medizinischen PhĂ€nomen der athermischen Wirkungen von EMF sind die Einflussgrössen vielfĂ€ltig und heterogen, die Individuen reagieren unterschiedlich, und die Symptome sind schwach ausgeprĂ€gt, unspezifisch und subjektiv. Diese Gegebenheiten beeinflussen natĂŒrlich die EMF-Forschung:- Sie stellen hohe Anforderungen an das Design von Experimenten und an die statistische Handhabung der Ergebnisse.
- Sie ermöglichen das Erzeugen gewĂŒnschter positiver Resultate. Dazu gibt es das alte Bonmot eines Finanzwissenschaftlers, wonach man Daten nur so lange durch den Computer quĂ€len lassen mĂŒsse, bis sie das GewĂŒnschte gestehen. Das wĂ€re zufallsgesteuertes Filtern von ZusammenhĂ€ngen aus einem diffusen Rauschen, was nicht guter wissenschaftlicher Praxis entspricht.
- Sie ermöglichen das bewusste Nichtfinden von ZusammenhÀngen.
Im wissenschaftlichen und praktischen Umgang mit dem Zufall wurde in Medizin und Biologie die Grenze fĂŒr die Signifikanz bei p=0.05 bzw. 5 Prozent Irrtumswahrscheinlichkeit festgelegt. Dieser Wert ist keine Naturkonstante, sondern wurde irgendwann willkĂŒrlich festgelegt, und er wird seither gewohnheitsmĂ€ssig beachtet. Die Konvention unter Wissenschaftlern, dass als existent nur beachtet wird, was signifikant ist, dient der Vereinfachung des Lebens, wie auch der Laiengebrauch, welcher hohe Signifikanz mit einem Wahrheitsbeweis gleichgesetzt.
Die diffusen Gegebenheiten um die athermischen Wirkungen von EMF bewirken im Zusammenspiel mit dem meist geringen Umfang der Experimente und Befragungen interessante Sondereffekte zur Signifikanz:- Bei kleinen Studien erreichen nur sehr starke EMF-Effekte die Signifikanzmarke.
- Beil kleinen Studien gibt es relativ hĂ€ufige reine Zufallsergebnisse, die nach einer Wiederholung rufen, und die dann meist kein weiteres Mal eintreten â nĂ€mlich weil sie schon beim ersten Mal rein zufĂ€llig waren.
- Bei kleinen Studien treten hĂ€ufiger zufĂ€llige positive Effekte auf, welche die Studie ĂŒberhaupt erst publikationswĂŒrdig machen â eine ergebnislose Studie ist fĂŒr die publizierenden wissenschaftlichen Journale so interessant, wie es die Meldung âheute in der Nachbarstadt keine UnfĂ€lleâ fĂŒr die Zeitung ist.
- Die berĂŒchtigten Mikrowellenwahrnehmungs experimente ( http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76 ) wurden mit weiteren Fragen und Messungen garniert, weil sie sonst nicht publiziert worden wĂ€ren. (Ăber alle Mikrowellenwahrnehmungs experimente hinweg entspricht das dem angefĂŒhrten QuĂ€len der Daten durch den Computer.) Dabei wurde der Umfang der Studien jeweils so dosiert, dass die Statistikprogramme mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine oder gar zwei Signifikanzangaben um die 5 Prozent herum auswarfen. -
- HÀufige signifikante positive Effekte, noch so zufÀllige, sind der Motor des Perpetuum mobiles der EMF-Forschungsfinanzierung, denn diese rufen alsogleich nach Replikationen bzw. nach Falsifikationsversuchen durch Nachfolgestudien.
- Sie stellen hohe Anforderungen an das Design von Experimenten und an die statistische Handhabung der Ergebnisse.
(wird fortgesetzt)
.
Zum Selbstplagiat (Seite 24)
Wuff, Donnerstag, 24. Mai 2012, 13:34 (vor 363 Tagen) @ Wuff
- Regel 2: Signifkanz nur wenn p > .05 (Forsetzung)
Wo bei einem PhĂ€nomen die Effekte subtil sind, ist subtiles Herangehen gefragt, um etwas ĂŒber das PhĂ€nomen herauszufinden. Ein gutes Beispiel dafĂŒr ist die nach dem privaten Sponsor oft als âPorscheâ-Studie bezeichnete Studie,
-> Vollfassung: http://www.salzburg.gv.at/abschlussbericht_gsm_endversion.pdf
-> Kurzzusammenfassung: http://www.salzburg.gv.at/gsmstudie.pdf .
Diese Studie brachte zwar wenig Signifikantes hervor, aber viele Erkenntnisse zu den athermischen EMF-Effekten. Das âGeheimnisâ dieser Studie war, dass sie Individuen mit ihrem Symptombild als Ganzes ansah, und nicht bloss als TrĂ€ger von voneinander angeblich unabhĂ€ngigen Merkmalen, dieses ganz im Gegensatz zu Rööslis Fragebogenmethode.
Die Signifikanz wird im LaienverstĂ€ndnis als Mass fĂŒr den âWahrheitsgradâ zu einem vermuteten oder behaupteten Zusammenhang verwendet. Signifikanz ist nichts Schlechtes, sondern eine Notwendigkeit; der Missbrauch im Zusammenhang mit dem Experimentumfang ist aber weder wissenschaftlich notwendig noch gut. Zur Bedeutung der Signifikanz findet sich in http://de.wikipedia.org/wiki/Statistische_Signifikanz eine Zusammenfassung:
âUnterschiede zwischen MessgröĂen oder Variablen in der Statistik heiĂen signifikant (oder bezeichnend), wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sie durch Zufall derart zustande kommen wĂŒrden, nur gering ist. Liegt Signifikanz vor, so wird statistisch angenommen, dass ein ĂŒberzufĂ€lliger Zusammenhang vorliegt. Dennoch muss ein solcher Zusammenhang nicht zwingend kausaler Natur sein. Auch Unterschiede, die statistisch signifikant sind, können zufĂ€llig sein. Wie hĂ€ufig das der Fall ist, hĂ€ngt von der Auswahl der untersuchten MessgröĂen ab: Es können zwischen 0 % und 100 % der statistisch signifikanten ZusammenhĂ€nge zufĂ€lligen Ursprungs sein.
ĂberprĂŒft wird Signifikanz durch an das Datenmaterial angepasste statistische Tests, die eine AbschĂ€tzung der Irrtumswahrscheinlichkeit erlauben. Das a priori festzulegende Quantil der maximal zulĂ€ssigen Irrtumswahrscheinlichkeit wird als Signifikanzniveau (alpha, griech.) bezeichnet. So bedeutet beispielsweise alpha = 0,05, dass die maximal zulĂ€ssige Wahrscheinlichkeit 5 % betrĂ€gt dafĂŒr, eine eigentlich richtige Nullhypothese irrtĂŒmlich abzulehnen (sogenannter Fehler 1. Art). Umgekehrt betrĂ€gt die Wahrscheinlichkeit, dass eine richtige Nullhypothese vom Test korrekt bestĂ€tigt wird, mindestens 1âalpha, hier also 95% oder mehr (1âalpha = 0,95).
Ist ein Unterschied statistisch nicht signifikant, kann allerdings damit nicht ohne weiteres darauf geschlossen werden, dass allein der Zufall eine Rolle gespielt hat. Denn ĂŒber den Fehler 2. Art, beta, eine falsche Nullhypothese irrigerweise fĂŒr richtig zu halten, ist zumeist noch nichts bekannt.â
Zum Selbstplagiat (Seite 25)
Wuff, Samstag, 26. Mai 2012, 19:14 (vor 361 Tagen) @ Wuff
[Korrigendum: Als signifikant betrachtet werden Unterschiede mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit, die kleiner ist als 5%, was sich als p < 0.05 ausdrĂŒckt (nicht wie im letzten Beitrag falsch getippt p > 0.05]
.
- Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezÀhlt
Waren die bisher aufgezĂ€hlten Regeln â1 â Nur Peer reviewed Journalsâ und â2 â Signifikant wenn p < 0.05â nachvollziehbar und vollkommen akzeptabel, wenn sie nicht wie in den letzten paar BeitrĂ€gen beschrieben missbraucht wĂŒrden, ist die Regel â3 â Alle Studien werden gleichwertig gezĂ€hltâ im wissenschaftlichen Kontext fehl am Platz. Eine solche Regel kann nicht offen postuliert werden - sie gilt stillschweigend, und von den weiter unten aufgefĂŒhrten Quellen wird sie sogar indirekt postuliert. Die Bedeutung einer Regel bemisst sich nicht daran, wie ausdrĂŒcklich sie vorgegeben wird, sondern ob sie praktiziert wird. In der EMF-Forschung wird sie tatsĂ€chlich praktiziert, am augenfĂ€lligsten in den Metastudien, einer Studienart, die Repacholi gerne in Auftrag gab. (Repacholis eifriger Adept Röösli hat soeben eine Metaanalyse zu den von Repacholi organisierten, unsĂ€glichen Mikrowellenwahrnehmungs experimenten veröffentlicht, der wir uns noch an anderer Stelle widmen werden
-> Abstract zu Kaul (auch in Deutsch) http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76
-> PDF Download von Röösli http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01669/index.html?lang=de )
In den medizinischen und biologischen Wissenschaften gilt beispielsweise ein zunĂ€chst nur vermuteter Zusammenhang zwischen einer Noxe und Symptomen dann als erwiesen und wird zur Theorie, wenn darĂŒber ein Konsens der jeweiligen wissenschaftlichen Gemeinschaft erreicht wurde. Dieser Konsens basiert entweder auf dem strengen Beweis eines kausalen Zusammenhangs durch Aufzeigen der lĂŒckenlosen Ursache-Wirkungs-Kette, oder â wenn ein solcher nicht möglich ist â ersatzweise auf signifikanten Statistiken zu einem plausiblen Zusammenhang. Es gibt keine absolut wahren Theorien, sondern nur bis zu ihrer Widerlegung gĂŒltige.
-> Zur Falsifikation: http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=35
-> und http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=38
Das Falsifikationsprinzip bewirkt, dass Theorien sterben mĂŒssen, auf dass sich bessere Theorien entwickeln und durchsetzen können - der wissenschaftliche Fortschritt und der wissenschaftliche Erkenntnisstand erinnern hier an die die biologische Evolution und an die Genetik.
In einem diffusen Umfeld wie den athermischen Effekten von EMF auf menschliches Befinden und Gesundheit sind Theoriebildung und Wahrheitsfindung Ă€usserst schwierig, denn lĂŒckenlose Kenntnis der Wirkungskette gibt es vielleicht in ferner Zukunft, die statistische Signifikanz bleibt limitiert, und Falsifikation ist in diffusen Lagen auch nicht das Patentrezept.
Wenn Wissenschaftler aus praktischen GrĂŒnden trotz dieser EinschrĂ€nkungen dennoch Aussagen treffen mĂŒssen, dann ist es naheliegend, auf Beweis- und Entscheidungsregeln anderer Gebiete zurĂŒckzugreifen. Als Modell bietet sich das Mehrheitsstimmrecht aus der Politik an. Auf dieser Grundlage beruht die Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezĂ€hlt, wobei â nur wenig vereinfacht ausgedrĂŒckt - die Anzahl Studien ohne athermischen Effekt gegen die Anzahl Studien mit athermischem Effekt aufgerechnet wird.
.
(wird fortgesetzt)
Zum Selbstplagiat (Seite 26)
Wuff, Samstag, 26. Mai 2012, 19:50 (vor 361 Tagen) @ Wuff
- Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezÀhlt (Forts. 1)
Demokratie mit Mehrheitsstimmrecht scheint uns Demokraten intuitiv als etwa Gutes, Hehres. In der Wissenschaft ist dieses aber ein völlig falsches Prinzip, um das Zutreffen von Theorien zu bestimmen. Wahre Aussagen werden in der Wissenschaft durch logisch fehlerfreies Schliessen aus Bekanntem, das bereits als wahr gilt, getĂ€tigt. Speziell in der EMF-Forschung ist das Mehrheitsprinzip sogar gerade das Gegenteil von Demokratie, nĂ€mlich Plutokratie, Herrschaft des Geldes. Das sich die SchĂŒtzer der Strahlen bzw. der hohen Grenzwerte finanziell ohne Weiteres zehntausende Studien leisten können, und da die bisher genannten Regeln â1 â Nur Peer reviewed Journalsâ und â2 â Signifikant wenn p < 0.05â leicht fĂŒr Manipulationen missbraucht werden können, werden die SchĂŒtzer der Strahlen noch sehr lange die erdrĂŒckende Mehrheit haben. In der Frage bzw. Abstimmung dazu, ob es athermische Effekte von EMF gebe, kann jede Partei so viele WahlmĂ€nner schicken, wie sie Studien bezahlen kann.
Nach âergebnisoffenâ und âliberalâ tönt auch, wenn theoretisch alle an der Abstimmung teilnehmen können, wobei aber âalleâ diejenigen ausschliesst, die sich keine teure Infrastruktur leisten können, welche Voraussetzung fĂŒr das Bestehen der Peer Reviews ist.
Gelegentlich wird die Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezĂ€hlt auch mit analoger Anwendung eines Grundsatzes aus dem Strafprozessrecht begrĂŒndet, nach welchem der Staatsanwalt be- und entlastenden Momenten gleichermassen nachgehen solle (Art. 6 Abs. 2 http://www.admin.ch/ch/d/sr/3/312.0.de.pdf ).
Auch ein anderes Prinzip aus der Juristik wird indirekt als BegrĂŒndung genutzt, nĂ€mlich âohne Ansehen der Personâ mit dem Bild der Justizia mit den verbundenen Augen. In Wirklichkeit sollte aber der Richter nicht die Anzahl der Argumente beachten, sondern ihre QualitĂ€t.
Die Art und Weise, wie die Metaanalysen in der EMF-Forschung praktiziert werden, entspricht nicht einmal der ZÀhlung der Argumente, sondern es wird gezÀhlt, wie oft dieselben Argumente wiederholt werden. Wenn Röösli ( http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01669/index.html?lang=de )
die Anzahl der Mikrowellenwahrnehmungs experimente (die alle wegen desselben Designfehlers nie gelingen konnten) zĂ€hlt, um die Schlagkraft dieser Argumentation zu beweisen, dann ist das mit dem Selbstplagiat nahe verwandt. Es wird dabei immer dasselbe von Repacholi wohl selbst erfundene und von ihm angeleitete Experiment gezĂ€hlt, das lediglich von andern Teams mit anderen ergĂ€nzenden Fragen durchgefĂŒhrt wurde.
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(wird fortgesetzt)
Zum Selbstplagiat (Seite 27)
Wuff, Sonntag, 27. Mai 2012, 17:38 (vor 360 Tagen) @ Wuff
bearbeitet von Wuff, Sonntag, 27. Mai 2012, 17:54
- Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezÀhlt (Forts. 2)
Auch wenn die Regel 3 den Eindruck erweckt, sie wĂŒrde die Ideale von Gerechtigkeit, Gleichheit und LiberalitĂ€t in die Wirklichkeit umsetzen, so ist und bleibt sie den VerhĂ€ltnissen in den Naturwissenschaften völlig unangepasst. In Wirklichkeit ist es gerade diese Regel, welche Ungerechtigkeit, Ungleichbehandlung und Unfreiheit in den Wissenschaftszweig der EMF-Forschung bzw. Bioelectromagnetics bringt.
Dass es anders auch geht, bei einem anderen Ă€hnlich komplexen Thema mit ebenso mĂ€chtigen Interessengruppen, zeigt die Forschung und Studienbewertung zur vermuteten menschgemachten KlimaĂ€nderung. Dort entscheidet auch nicht die simple AuszĂ€hlung von Pro- und Kontra-Studien, sondern die PrĂŒfung von Argumenten unter Beachtung der Denkgesetze der Logik, und nicht die Ausschaltung der Logik durch Mehrheitsermittlung wie in der EMF-Forschung. â Auch fĂŒr Bioelectromagnetics wird auf Dauer gelten: Wahr ist, was sich logisch ableiten lĂ€sst, und (noch) nicht falsifiziert ist, nicht wozu die grössere Zahl von Argumenten gezĂ€hlt werden kann. Die "Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezĂ€hlt" dient lediglich den aus wirtschaftlichen Motiven an hohen Grenzwerten interessierten EMF-emittierenden Branchen zum Zeitgewinn.
Die âoffiziellenâ Regeln fĂŒr den Wissenschaftsbetrieb in Bioelectromagnetics erwĂ€hnen und fordern zwar auch die âWichtungâ oder âGewichtungâ von Studienergebnissen. In der RealitĂ€t bleibt dieses aber reine Theorie, praktisch gelebt wird die âGleichwertigkeitâ. Aber selbst diese wird nicht in reiner Form gelebt, denn in der Praxis werden EMF-kritische Studien anscheinend sogar systematisch ausgeschlossen:
- Es gibt die faktische finanzielle HĂŒrde der Peer Review. Nach Regel â1 â Nur Peer reviewed Journalsâ: Die Finanzkraft entscheidet, wie viele âStimmenâ man herstellen und einlegen kann. Dieser Umstand schafft ein wissenschaftliches Biotop, in welchem es fast zwingend erscheint, die VerdĂŒnnungsstrategie anzuwenden, und in welchem auch das Selbstplagiat prĂ€chtig gedeiht.
Anwendungsbeispiel: Röösli zitiert in seiner Arbeit fĂŒr das BAFU sich bzw. seine Peer reviewed Studie selbst, und ignoriert die Studie mit denselben Probanden aber diametral anderen Folgerungen, die mangels Mitteln - nicht mangels inhaltlicher Substanz - a priori von einer Peer Review ausgeschlossen wurde.
-> Bericht Röösli, zum PDF hier: http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01669/index.html?lang=de
-> Kommentar zur Studie Röösli, ab hier: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=35817
-> Kommentar zur Studie Steiner: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=38330
- Ist diese HĂŒrde der Peer Review ĂŒberwunden, dann gibt es immer noch den von Mattson postulierten Ausschluss von Ergebnissen, die nicht der bisherigen Lehre und Dogmatik gehorchen Quelle: http://www.fgf.de/forschungsprojekte/berichte/workshops/praesentationen/wien-2009-2/Mat... , Seite 8, Ziff. 4 âunerwartete Ergebnisse, nicht mit anderen Studien vereinbarâ.
Selbst ohne diese Benachteiligung ist Regel â3 â Alle Studien werden gleichwertig gezĂ€hltâ entscheidend fĂŒr die VerdĂŒnnung. Die Regel 3 fördert auch eine geistige VerdĂŒnnung: Eine geistlos-repetitive Studie zĂ€hlt mehr als differenzierte, sorgfĂ€ltige Forschung, da sie âmit anderen Studien vereinbarâ ist.
- Es gibt die faktische finanzielle HĂŒrde der Peer Review. Nach Regel â1 â Nur Peer reviewed Journalsâ: Die Finanzkraft entscheidet, wie viele âStimmenâ man herstellen und einlegen kann. Dieser Umstand schafft ein wissenschaftliches Biotop, in welchem es fast zwingend erscheint, die VerdĂŒnnungsstrategie anzuwenden, und in welchem auch das Selbstplagiat prĂ€chtig gedeiht.
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(wird fortgesetzt)
Zum Selbstplagiat (Seite 28)
Wuff, Dienstag, 29. Mai 2012, 11:24 (vor 358 Tagen) @ Wuff
- Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezÀhlt (Forts. 3)
Wissenschaftliche Wahrheit oder Evidenz durch AuszĂ€hlung von Studien statt durch SchlĂŒssigkeit der Studien zu bestimmen ist krasser Vorgang. Als solcher muss er getarnt werden, soll er nicht auffallen und von den staatlichen Auftraggebern von Gutachten zurĂŒckgewiesen werden.
Die Tarnung erfolgt durch solche Bewertungs- und Gewichtungsmechanismen, die nicht geeignet sind, eine VerdĂŒnnungsstrategie und ihre Effekte zu detektieren.
Eine frĂŒhe Studie von Röösli betraf die Finanzierungsquelle von Studien und ihre QualitĂ€t und damit ihre GlaubwĂŒrdigkeit.
-> Studie http://www.ehponline.org/members/2006/9149/9149.pdf
-> Studienkritk http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_06/kuhn_II/kuhn_ii.html
Im Bericht fĂŒr das schweizerische Bundesamt fĂŒr Umweltschutz BAFU Röösli erwĂ€hnt zu seinem Selbstzitat zur Begleitstudie zum Projekt der AefU (siehe ab http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=39289 ) aber nicht, dass er von der industrieeigenen Forschungsstiftung Mobilkommunikation beauftragt war, die AefU zu âbegleitenâ, und auch nicht seine damit zusammenhĂ€ngenden finanzielle Interessen. â Das demonstriert, wie Bewertungskriterien nicht ernst gemeint sind, sondern der Tarnung und der Ausblendung der medizinischen RealitĂ€t und Evidenz dienen.
Diese Bewertungs- und Gewichtungsmechanismen lassen die QualitĂ€t der Studien unbeachtet. Man sucht vergeblich nach einer Qualifikation der Studien beispielsweise als âhervorragendâ. Diese VerhĂ€ltnisse sind DĂŒnger fĂŒr die VerdĂŒnnungsstrategie. Negative Ergebnisse bzw. Nichtfinden von Effekten können in diesem âForschungsâ-Biotop sehr einfach erzeugt werden: Das Versuchsdesign ist so, dass der Versuch gar nicht taugt, etwas Vorhandenes zu finden, die Forscher gehen sinnbildlich mit Augenbinden oder Scheuklappe durch die Welt, und sie suchen dort, wo nichts ist, wie den sinnbildlichen EisbĂ€ren in der WĂŒste Sahara. Diese Manipulationen funktionieren völlig legal, ohne DatenfĂ€lschung, und wenn sie einmal durch die Peer Review hindurch sind, ohne Risiko, dass sie retrahiert werden mĂŒssen.
Die AuszĂ€hlung der âAbstimmungszettelâ bzw. Studien erfolgt durch Metaanalysen, durch Studien ĂŒber Studien mit jeweils demselben Untersuchungsgegenstand. Dabei wird oft immer dasselbe Argument mehrfach gezĂ€hlt. Wenn beispielsweise die von Repacholi orchestrierten, im Kern identischen Mikrowellenwahrnehmungs experimente Gegenstand von Metastudien sind, dann entspricht das faktisch einer Art von In-Sich-Plagiat.
Im Bericht an das BAFU nimmt Röösli eine Wertung nach Studienart vor, nĂ€mlich nach der GRADE-Klassifizierung («Grading of Recommendations Assessment, Development and Evaluation»). GemĂ€ss GRADE werde die Evidenz in die vier Kategorien hoch, mĂ€ssig, niedrig und sehr niedrig eingeteilt. Randomisierte, plazebokontrollierte Doppelblindstudien sollen dabei a priori als Studientyp mit der höchsten Evidenzstufe gelten, also auch Repacholis unsĂ€gliche Mikrowellenwahrnehmungs experimente. Am wenigsten zur Evidenz sollen neben anderem Einzelfallberichte beitragen. Werden Beobachtungen von EinzelfĂ€llen a priori als unglaubwĂŒrdig bezeichnet und auch ausgeschlossen, dann ist die Abschirmung der Bioelectromagnetics âForscherâ von der realen medizinischen Welt vollendet. [/]
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(wird fortgesetzt)
Zum Selbstplagiat (Seite 29)
Wuff, Freitag, 01. Juni 2012, 09:08 (vor 355 Tagen) @ Wuff
Wir haben festgestellt, dass im interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics, der sich mit der EMF-Forschung befasst, besondere â von dem was wir aus der Wissenschaftstheorie kennen abweichende - Regeln gelten und angewandt werden, die in unterschiedlichem Ausmass schriftlich kodifiziert sind. - Zur Regel â3 Alle Studien werden gleichwertig gezĂ€hltâ haben wir Mattson zitiert, ein Teil dieses Zitats gehört aber zur
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- Regel 4: Den Dogmen widersprechende Ergebnisse werden nicht gezÀhlt
Mattson ( www.mobile-research.ethz.ch/var/Sci%20Br.%2011_Mattsson.pdf , Seite 14) setzt Studien mit Ergebnissen, die von der etablierten Theorie abweichend, also neuen Ergebnissen, sozusagen auf den Index: â4. Unerwartete Ergebnisse, nicht mit anderen Studien vereinbarâ.
Welche Ergebnisse werden denn ĂŒberhaupt erwartet? Wenn Forschung eine TĂ€tigkeit sein sollte, die Wissen schafft, dann befasst sie sich nicht nur mit der BestĂ€tigung von GlaubenssĂ€tzen und Dogmen wie in der katholischen Religionslehre, sondern sie befasst sich mit dem Gewinnen neuer Erkenntnisse. Der Satz von Mattson besagt aber nichts anderes, dass EMF-âForschungâ die Dogmen von Bioelectromagnetics stĂŒtzen mĂŒsse. Und wie lauten nun die Dogmen?
- Schwansches Dogma: Schwache EMF können keine biologischen Wirkungen auf MolekĂŒle der Zellen haben.
- Erster Glaubenssatz: Es kann und darf keine athermischen, gesundheitlich relevanten Effekte von EMF geben.
- Repacholis Voraus-Setzung: Die Voraussetzung dafĂŒr, dass Symptome von EMF verursacht sein könnten, ist, dass der SymptomtrĂ€ger EMF wie ein StrahlenmessgerĂ€t bzw. âDosimeterâ detektieren kann.
Dass von der Dogmatik abweichende Ergebnisse ĂŒberhaupt von der ZĂ€hlung ausgeschlossen werden, bewirkt ebenso sicher die Zementierung der Dogmatik einstmals das AutodafĂ©. Hierzu ist ein Doppelbeitrag aus dem Desinfo-Center heute noch aktuell, den ich dort eingestellt hatte, bevor ich zunĂ€chst selbst Opfer der dortigen Zensur wurde und dann auch noch exkommuniziert wurde:
-> Flatearthers und Bioelectromagnetics I: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=28875
-> Flatearthers und Bioelectromagnetics II: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=28876
- Schwansches Dogma: Schwache EMF können keine biologischen Wirkungen auf MolekĂŒle der Zellen haben.
Zum Selbstplagiat (Seite 30)
Wuff, Samstag, 02. Juni 2012, 15:38 (vor 354 Tagen) @ Wuff
- Regel 5: Auch die frĂŒher abgegebenen Voten werden immer wieder mitgezĂ€hlt
Es auch von der âabnehmenden Halbwertszeit des Wissensâ gesprochen. Damit ist gemeint, dass die Wissenschaft so viele neue Erkenntnisse generiert, dass die bisherigen immer schneller entwertet werden. Sozusagen eine Insel der GlĂŒckseligen ist in diesem Zusammenhang der Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics. Hier werden die im letzten Beitrag genannten alten Dogmen mit Hilfe von Regel 4: âDen Dogmen widersprechende Ergebnisse werden nicht gezĂ€hltâ bisher erfolgreich gegen jegliche mögliche wissenschaftliche Revolutionen im Sinne Thomas Kuhns verteidigt, so dass ebendiese GlĂŒckseligen grundsĂ€tzlich nichts Neues dazu lernen mĂŒssen.
Dass alle alten Studien auch mitgezĂ€hlt werden, ergibt eine TrĂ€gheit durch Masse, welche zusĂ€tzlich zur Regel 4 verhindert, dass wissenschaftliche Revolutionen in KĂŒrze erfolgreich sein könnten; âTrĂ€gheitâ dieses Wissenschaftszweigs wurde bereits hier angesprochen http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=45 .
- Regel 6: Einige Urnen zÀhlen mehr als andere
Was in anderen Sprachen als Deutsch und Englisch geschrieben ist, zĂ€hlt im deutschen Sprachraum ĂŒberhaupt nicht. Ein wichtiger Grund dafĂŒr sind die wissenschaftlichen Zeitschriften, von denen die angesehensten englischsprachig sind, was soweit geht, dass es sogar englischsprachige Germanistikjournale gibt.
- Regel 7: Die Abstimmung ist nicht geheim und doch geheim
Anders als bei einer Volksabstimmung werden die Stimmen zur Frage, ob es athermische Effekte von EMF gebe, nicht anonym abgegeben, sondern mit den Namen der Autoren (nicht immer aller Autoren, die englische Version der Bremer Hamsterstudie wies als erste Autoin Shukotina aus, wĂ€hrend die deutsche Version zu selben Experiment nur Lerchl als Autor auffĂŒhrt â was uns wieder in die NĂ€he des Titels zurĂŒck fĂŒhrt, zum Selbstplagiat).
Die eigentlichen Votanten, die Auftraggeber der Studien, bleiben aber oft hinter Tarnorganisationen versteckt. Zu diesem Thema hat Röösli selbst einmal eine Studie verfasst (Studienkritik http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_06/kuhn_II/kuhn_ii.html ).
Zum Selbstplagiat (Seite 31)
Wuff, Mittwoch, 06. Juni 2012, 19:18 (vor 350 Tagen) @ Wuff
Wir besprechen heute die letzten der etwas besonderen Regeln, nach welchen in Bioelectromagnetics die âAbstimmungâ ĂŒber die Frage, ob es athermische Effekten von EMF gibt oder nicht, abgehalten wird.
- Regel 8: Ein anonymes Femegericht entscheidet
Die angesehenen wissenschaftlichen Journale (siehe âRegel 1 Nur Peer reviewed scientific Journalsâ ( http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=55 ) beauftragen jeweils einen bis zwei in der Regel anonym bleibende Wissenschaftler, mit der Begutachtung der Artikel bzw. Studien vor der Publikation. Der quasi industrieeigene Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics dĂŒrfte mit zuverlĂ€ssigen Wissenschaftlern ĂŒberproportional an der Begutachtung mitwirken, sind es doch gerade die Stiftungen und Vereine der EMF emittierenden Branchen, welche sich auch öffentlich fĂŒr Experten- und GutachtertĂ€tigkeiten anbieten.
Wenn wir uns vorstellen, wir seien EMF-Forscher und hĂ€tten in einer Studie festgestellt, dass athermische Effekte existieren, und wenn wir uns weiterhin vorstellen, dass Journale, die fĂŒr Publikation in Frage kommen, beispielsweise einen militanten Hardliner wie Lerchl als Gutachter beauftragen, dann wissen wir, wie sich Zensur anfĂŒhlt, oder das Ăberschreiten eines Feldes mit HeckenschĂŒtzen in den BĂŒschen.
Diese personelle Zusammensetzung der Verlagsgutachter bewirkt, dass was den Dogmen bzw. den Industrieinteressen krass widerspricht, keine realistische Chance auf Publikation in den wichtigsten Journalen wie âBioelectromagneticsâ, âRadiation Researchâ etc. hat.
- Regel 9: Der Sieger zÀhlt die Stimmen aus
Der AuszĂ€hlung voran gehen zwei Vorverfahren, nĂ€mlich die Zulassung zur sinnbildlichen Urne, zu den wissenschaftlichen Journalen ( http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=55 ), und die Erfassung im Stimmenregister, das in vielen FĂ€llen mit dem EMF-Portal identisch ist. (siehe zu EMF-Portal in http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=51). Nicht nur die Vorverfahren werden von den Industrieleuten beherrscht, sondern auch das eigentliche AuszĂ€hlungsverfahren, das durch so genannte Metastudien erfolgt, also durch Studien ĂŒber die Studienlage. (ab http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=51 sowie http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=59 ).
Die Metaanalysen sind AuszĂ€hlungen nach Mass zu denjenigen Behauptungen der Industrie, die jeweils gerade zu beweisen sind. Trotz EMF-Portal und anderen ĂŒber das Internet anzapfbaren Quellen sind die Metaanalysen aufwĂ€ndig und teuer. Einige besonders zuverlĂ€ssige Industrieleute drĂ€ngen sich da gerne vor. Als der ICNIRP-GrĂŒnder Repacholi sein âFactâ Sheet 296 verfasste, liess er, um seine Thesen zu beweisen, zwei noch heute besonders getreue JĂŒnger die damaligen Studien, welche der ICNIRP GrĂŒnder selbst veranlasst hatte, auszĂ€hlen und bewerten. G. James Rubin, der fĂŒr Repacholis die Mikrowellen-Wahrnehmungs experimente ausgezĂ€hlt hat, arbeitet auch die sonst fĂŒr den britischen Inlandgeheimdienst MI5 ( https://www.mi5.gov.uk/ ). Röösli, der ebenfalls im âFactâ Sheet 296 fĂŒr eine Metaanalyse zu Mobilfunkfeldern und Befindlichkeitsstörungen erwĂ€hnt wird, stellte vor kurzem eine Metaanalyse âelektromagnetischer HypersensibilitĂ€tâ zusammen, die wir zu anderenorts zu besprechen begonnen haben, http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=39289 .
- Regel 10: Die Branchenvereine erlassen die AusfĂŒhrungsverordung
Diese Regel ist sozusagen die Auffangbestimmung zu den ĂŒbrigen Regeln. Wir zĂ€hlen hier einige Zufallsfunde auf, die aber bezeichnend sind:- undatiert: Das Mobile Manufacturers Forum bestimmt, wie die wissenschaftliche âWahrheitâ bestimmt wird, http://www.mmfai.org/public/docs/eng/080727_MMF_weighing_EMF_science_evidence.pdf
- 2004: Die industrienahe selbsternannte âInternationale Kommissionâ ICNIRP bestimmt, wie Studien bewertet werden,
http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_04-04/BewertungsgrundsaetzeICNIRP...
- 2004: Der Mobilfunkerverein FGF nennt hier als Auswahlkriterium fĂŒr Studien die Peer Review durch das Scientific Journal,
http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_00-04/04_Literaturstudie_Langzeit...
- 2005: Die FGF nennt hier Kriterien fĂŒr gute Studien,
http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_05-01/Wissenschaftlich_Publiziere...
- 2005: Die FGF lobt hier ihre eigene Kreatur, das EMF-Portal, als Quelle des Wissens ĂŒber EMF,
http://www.fgf.de/publikationen/newsletter/einzeln/NL_05-02/Wissenschaftlich_publiziere...
- 2009: Mattson, http://www.fgf.de/forschungsprojekte/berichte/workshops/praesentationen/wien-2009-2/Mat... Auf Seite 8 werden Studien mit neuen Ergebnissen sozusagen auf den Index gesetzt, â4. Unerwartete Ergebnisse, nicht mit anderen Studien vereinbarâ ,
- undatiert: Das Mobile Manufacturers Forum bestimmt, wie die wissenschaftliche âWahrheitâ bestimmt wird, http://www.mmfai.org/public/docs/eng/080727_MMF_weighing_EMF_science_evidence.pdf
Zum Selbstplagiat (Seite 32)
Wuff, Montag, 11. Juni 2012, 13:26 (vor 345 Tagen) @ Wuff
Die Auswirkungen der Regeln
Wir zeigen hier nicht Wissenschaftstheorie bzw. die Lehre guter wissenschaftlicher Praxis, sondern Wissenschaftssoziologie, -geschichte oder auch âkriminalistik, d.h. die Untersuchung der tatsĂ€chlichen ĂŒblen VerhĂ€ltnisse im Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics. Wobei sich die Frage aufdrĂ€ngt, ob das noch echte Wissenschaft sei, und wenn nein, was dann? Etwa Pseudowissenschaft? Oder gar Esoterik?
Wir weiter oben zahlreiche schlĂŒssige Indizien fĂŒr das Vorliegen einer VerdĂŒnnungsstrategie gefunden und aufgezeigt; ein strenger Beweis wie etwa eine explizite Anweisung an âForscherâ, nicht richtig zu forschen, fehlt noch.
Wir rekapitulieren hier, wie sich die erstaunlichen Regeln des Wissenschaftszweigs Bioelectromagnetics zur Bestimmung der Wahrheit zu den athermischen Effekten auf die QualitÀt der Wissenschaft in diesem Wissenschaftszweig auswirken.
- Regel 1: Nur Peer reviewed scientific Journale
Nur wer ĂŒber ein hohes Forschungsbudget verfĂŒgt, kann seine Stimme abgeben.
=> die Verteidiger der Grenzwerte sind ĂŒbermĂ€chtig.
- Regel 2: Signifkant wenn p > .05
Eine trickreiche Anwendung bzw. Manipulation der Forschungsplanung ermöglicht bewusstes Nichtfinden von Effekten.
=> Das gezielte Erzeugen von verharmlosenden bzw. von Studien ohne Effekte ist kinderleicht. Die Aufrechterhaltung des Irrtums zur Nichtexistenz athermischer Effekte ist allein durch Forschungsplanung möglich, und erfordert nicht einmal den wissenschaftlichen Betrug i.e.S.
- Regel 3: Alle Studien werden gleichwertig gezÀhlt
Diese Regel ist Hauptvoraussetzung der VerdĂŒnnungsstrategie.
=> auch nichtssagende Studien zĂ€hlen im Sinn der VerdĂŒnnungsstrategen.
- Regel 4: Den Dogmen widersprechende Ergebnisse werden nicht gezÀhlt
Studien, welche den drei Haupt-Dogmen (Schwansches Dogma: EMF haben keine biologischen Wirkungen auf MolekĂŒle der Zellen; Erster Glaubenssatz: Es gibt keine athermischen, gesundheitlich relevanten Effekte von EMF, und Repacholis Voraus-Setzung: Die Voraussetzung dafĂŒr, dass Symptome von EMF verursacht sein könnten, ist, dass der SymptomtrĂ€ger EMF wie ein StrahlenmessgerĂ€t detektieren kann) widersprechen, werden ausgeschlossen.
=> Diese Zensurmassnahme wĂŒrde die VerdĂŒnnungsstrategie hinfĂ€llig machen, wĂŒrde sie streng wie ein Gesetz und nicht als Regel mit Ausnahmen angewandt.
- Regel 5: Auch die frĂŒher abgegebenen Voten werden immer wieder mitgezĂ€hlt
Diese Regel ergibt durch die Masse der Ă€lteren entwarnenden Studien ein mĂ€chtiges TrĂ€gheitsmoment und stĂŒtzt die VerdĂŒnnungsstrategie.
=> das TrÀgheitsmoment verhindert wissenschaftliche Revolutionen im Sinne von Thomas Kuhn
- Regel 6: Einige Urnen zÀhlen mehr als andere
Nur Wissenschaftler mit Englisch als Muttersprache oder als gut beherrschte Fremdsprache werden international gehört.
=> eine grosse Zahl von Studien wird ignoriert.
- Regel 7: Die Abstimmung ist nicht geheim und doch geheim
Diese Regel ermöglicht Fernsteuerung durch die EMF emittierenden Branchen mittels zwischengeschalteter Vereine und Stiftungen. Obwohl von zentralen Stellen gesteuert, erscheinen die Autoren der Form nach als unabhÀngig, auch wenn sie es gar nicht sind.
=> Die zentrale Steuerung der VerdĂŒnnungsstrategie bleibt verborgen.
- Regel 8: Ein anonymes Femegericht entscheidet
Die anonymen Gutachter der wissenschaftlichen Journale sind erhöht wahrscheinlich Leute der EMF emittierenden Branchen, welche ĂŒber ihre Vereine und Stiftungen eigene Gutachter anbieten.
=> Bei dieser personelle Zusammensetzung der Verlagsgutachter haben Arbeiten, die den Dogmen oder den Industrieinteressen widersprechen, höchstens eine zufÀllige Chance, publiziert zu werden.
- Regel 9: Der Sieger zÀhlt die Stimmen aus
Nach den Vorverfahren der Zulassung zu den wissenschaftlichen Journalen und der Erfassung im EMF-Portal und Ă€hnlichen Portalen erfolgt die eigentliche AuszĂ€hlung durch aufwĂ€ndige Metastudien, die in der Regel von industrienahen Organisationen veranlasst werden, oder dann von BundesĂ€mtern ebenfalls an industrienahe Wissenschaftler in Auftrag gegeben werden, wie jĂŒngst vom schweizerischen BAFU an Röösli, http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=39289 .
=> Bei dieser âArbeitsteilungâ kommt es kaum je zu neutralen Auswertungen zur Studienlage.
- Regel 10: Die Branchenvereine erlassen die AusfĂŒhrungsverordung
Diese Regel ist sozusagen die Auffangbestimmung zu den ĂŒbrigen Regeln.
=> Im Zweifel werden die Regeln 1 bis 9 im Sinne der EMF emittierenden Branchen ausgelegt.
Bei regelkonformem Verhalten ist nicht einmal wissenschaftlicher Betrug im engeren Sinn erforderlich. Genau genommen sind die besonderen Regeln, die im Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics vorgegeben und praktiziert werden, der eigentliche Betrug, bzw. die Abweichung dieser Regeln von dem, was anderswo âgute wissenschaftliche Praxisâ ist.
Zum Selbstplagiat (Seite 33)
Wuff, Dienstag, 12. Juni 2012, 18:48 (vor 344 Tagen) @ Wuff
Nicht nur die 10 Regeln, sondern auch die noch weiter oben aufgefĂŒhrten AktivitĂ€ten und institutionellen Besonderheiten des Wissenschaftszweigs haben Auswirkungen auf die wissenschaftliche QualitĂ€t im seltsamen interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweig Bioelektromagnetics, der sich mit den medizinischen Auswirkungen von EMF befasst:
- âZeugen ausschaltenâ
Die unmittelbaren Zeugen fĂŒr aktuelle und potenzielle SchĂ€digung durch EMF sind die EMF-GeschĂ€digten, d.h. Personen mit EMF-Syndrom und EMF-Folgeerkrankungen, sowie Personen mit episodenhaften reversiblen EMF-Symptomen.
Die Wissenschaftler schliessen diese Zeugen und GeschÀdigten entweder aus dem Forschungsprozess aus, oder dann missbrauchen sie sie beispielsweise in manipulativen Laborstudien zu wissenschaftlich sinnlosen Mikrowellenwahrnehmungstests.
Die âForscherâ schalten die Zeugen bzw. EMF-GeschĂ€digten mit einer Reihe von sozusagen âSonderbehandlungenâ aus: Mit manipulierten Experimenten (Kaul) werden sie unglaubwĂŒrdig gemacht , mit abseitigen Phobie- (Frick), Konditionierungs- (Rubin) und Sexualisierungs- (Kaul) Theorien werden sie zusĂ€tzlich auch noch psychiatrisiert, mit Neuroleptika wie etwa Haldol, das als Nebenwirkung Wahnvorstellungen verursacht, werden sie buchstĂ€blich in den Wahnsinn getrieben, und zudem versuchen die âForscherâ, diese Zeugen zu entmĂŒndigen und sie zu zu kriminalisieren, ... das tönt alles unglaublich, ist aber weiter oben alles belegt.
- âMediziner fern haltenâ
Aus dem wissenschaftlichen Forschungsprozess zur medizinischen Frage, ob EMF krank machen, sind die Mediziner faktisch ausgeschlossen. Die Mediziner, die als Berufsgruppe tendenziell eher Menschen als Strahlen schĂŒtzen, werden von den dominierenden Elektroingenieuren gar nicht zur Diskussion und Entscheidung zugelassen, oder dann nur als ganz kleine Minderheit und von dubioser QualitĂ€t, wie an der Prager Konferenz vom Oktober 2004. Wenn Mediziner dennoch versuchen, das PhĂ€nomen zu erforschen, dann mischen sich âForscherâ ein, und ihre Versuche der Mediziner werden hintertrieben, und wenn sie dennoch gelingen, werden sie ignoriert oder die Ergebnisse werden durch die âForscherâ ins Gegenteil verdreht. Auch dieses erscheint unglaublich, ist aber dennoch wahr und ebenfalls weiter oben belegt.
(wird fortgesetzt)
Zum Selbstplagiat (Seite 34)
Wuff, Dienstag, 12. Juni 2012, 18:57 (vor 344 Tagen) @ Wuff
(Fortsetzung)
- "Wissenschaftliche Auswertung monopolisierenâ
Bei der Frage, ob es athermische gesundheitlich relevante EMF-Effekte gibt, treten die EMF-emittierenden Branchen, die aus wirtschaftlichen GrĂŒnden an hohen Grenzwerten interessiert sind, gegen die EMF-Kritiker an, die an Grenzwerten interessiert sind, welche die Gesundheit vor den athermischen Effekten schĂŒtzen. Bei der Auswertung der Antworten zu dieser Frage haben die SchĂŒtzer der Strahlen bzw. der hohen Grenzwerte alles in ihre eigenen HĂ€nde genommen:
- Die Industrie veranstaltet die Abstimmung
Die Haupt- und Grundfrage nach den athermischen Effekten von EMF muss durch Unterfragen operationalisiert werden. Diese Unterfragen werden durch die EMF-Forschungskoordination der WHO gestellt, in welche die Industrie ihre Vertreter delegiert, z. B. von 1996 bis 2006 gleich den Elekronikingenieur und ICNIRP-GrĂŒndungsprĂ€sident Michael âMikeâ Repacholi.
- Die Industrie lÀsst zur Abstimmung zu und zÀhlt aus
Die Erfassung der je nach Quelle 15â000 oder 40â000 EMF-Studien ist ohne eine zentrale Stelle nicht mehr möglich. Mit dem EMF-Portal www.emf-portal.de hat der zwischenzeitlich liquidierte Mobilfunkerverein Forschungsgemeinschaft Funk e.V. ein Register der englisch- und deutschsprachigen, in Peer reviewed scientific Journals publizierten EMF-Studien geschaffen. Das EMF-Portal wird ĂŒberwiegend im deutschsprachigen Raum genutzt, es ist teilweise auch in Englisch verfĂŒgbar. In anderen grossen SprachrĂ€umen dĂŒrfte es wohl analoge, von der Industrie gefĂŒhrte Institutionen geben. Dem EMF-Portal erfasst nicht nur sĂ€mtliche peer reviewed publizierten EMF-Studien, sondern wertet diese auch noch darauf aus, ob signifikante Effekte gefunden wurden, und wenn ja, ob diese gesundheitlich relevant seien. In dieser Ermessensfrage wird der Ermessensspielraum im Sinne der Industrie stark gedehnt.
- Industrieleute werten eigene Studien mit Metaanalysen aus
Industrienahe Leute wie Repacholi beauftragen industriefreundliche Leute wie Rubin und Röösli mit massgeschneiderten Auswertungen zu Studien, die sie ursprĂŒngliche selbst in Auftrag gegeben haben (z.B. die Mikrowellenwahrnehmungs experimente). So wird der Stand der Wissenschaft nicht nur eigenwillig dargestellt, sondern auch dem eigenen Willen der EMF emittierenden Branchen gemĂ€ss gestaltet.
- Die Industrie veranstaltet die Abstimmung
Durch die selbstgemachten Regeln und institutionellen Besonderheiten können die EMF emittierenden Branchen die Argumentation der EMF-Kritiker ganz regelkonform eliminieren. Da alles regelkonform verlĂ€uft, ist kein Wissenschaftsbetrug im engeren Sinne notwendig, wie Daten erfinden, Daten verĂ€ndern oder falsch zitieren. Die Politiker können dieses nicht durchschauen, da sie meist wissenschaftsferne Juristen sind (oder âBeruf: EU-Beamterâ, aktuell der oberste deutsche UmweltschĂŒtzer http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/merkel-entledigt-sich-roettgens_1.1... letzter Satz; zu âGlanzleistungenâ von EU-Beamten http://www.hese-project.org/Forum/forum2/index.php?id=32 ). Diese von der Industrie selbst aufgestellten Regeln begĂŒnstigen ein wissenschaftliches âBiotopâ, in welchem Junk Science, Selbstplagiat und â man möchte es nicht wahrhaben â Esoterik und Glaubensbekenntnisse vorzĂŒglich gedeihen.
Zum Selbstplagiat (Seite 35)
Wuff, Dienstag, 19. Juni 2012, 09:35 (vor 337 Tagen) @ Wuff
Durch die besonderen Regeln und Institutionen des Wissenschaftszweigs Bioelectromagnetics konnte der Durchbruch solcher wissenschaftlicher Erkenntnisse verhindert werden, welche die heutigen hohen EMF-Grenzwerte in Zweifel stellen, oder die gar zu Schadensersatz, z.B. zufolge des EMF-Syndroms, fĂŒhren könnten.
Und wenn die Regeln einmal nicht mehr helfen, dann werden die GrundsĂ€tze ĂŒber Bord geworfen, und der institutionalisierte Regelbruch findet statt. Das tönt so Ă€hnlich widersinnig wie die mexikanische âPartei der institutionalisierten Revolutionâ.
- Regel 1: "Nur Peer reviewed scientific Journale"
Kauls Bericht zu ihrem jÀmmerlich missratenen Mikrowellenwahrnehmungs experiment wurde von keinem angesehenen Journal publiziert, und dennoch wurde er im EMF-Portal vollkommen unkritisch aufgenommen ( http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=17488 ), und Kaul wurde auch durch Artikel in der FGF-Postille geadelt, trotz schwerster MÀngel ihres Werks, wie:- KruditÀten http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=36019
- Wahrnehmungstests http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=35007
- Hawthorne Effekthttp://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=23182 und http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=18187
- nicht doppelblinde DurchfĂŒhrung http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=28275
- KruditÀten http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=36019
- Regel 2: "Signifkant wenn p > .05"
- Wenn Effekte zwar plausibel beschrieben werden, aber nicht das Signifikanzlevel p>.05 erreichen, dann werden sie gnadenlos ignoriert, wie Pauser durch Röösli ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=39289 ).
- Wenn ein gefundener Effekt zwar signifikant ist, aber den Dogmen widerspricht, dann wird er dennoch ignoriert ( Seite 3 in http://www.stiftung-pandora.eu/downloads/ki_2010-08-16_gutachten-zu-lerchl_de.pdf ). Was nicht passt, wird in Missachtung sonst geltender Regeln als nicht signifikant erklÀrt.
- Wenn Effekte zwar plausibel beschrieben werden, aber nicht das Signifikanzlevel p>.05 erreichen, dann werden sie gnadenlos ignoriert, wie Pauser durch Röösli ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=39289 ).
- Regel 3: "Alle Studien werden gleichwertig gezÀhlt"
Studien, die in den meist durch Branchenorganisationen veranlassten Metaanalysen erfasst werden, zÀhlen durch die ZÀhlung der Metaanalyse indirekt mehr als die anderen Studien, denn auf die Anzahl der Zitierungen gibt nicht nur dem Autor, sondern auch der Studie ein grösseres Gewicht.
- Regel 5: "Auch die frĂŒher abgegebenen Voten werden immer wieder mitgezĂ€hlt"
Aus Sicht der EMF emittierenden Branchen gibt es keinen Grund, von dieser Regel abzuweichen, denn je lĂ€nger diese Regel gilt, desto grösser wir die trĂ€ge Masse der VerdĂŒnnungsstudien.
Auch weitere Regeln wirken sich bereits dermassen einseitig zu Gunsten der Interessen der EMF emittierenden Branchen aus, dass ein Regelbruch sinnlos weil ausschliesslich nachteilig fĂŒr diese wĂ€re. Dieses gilt fĂŒr Regel 4: âDen Dogmen widersprechende Ergebnisse werden nicht gezĂ€hltâ, Regel 8: âEin anonymes Femegericht entscheidetâ, Regel 9: âDer Sieger zĂ€hlt die Stimmen ausâ und Regel 10: âDie Branchenvereine erlassen die AusfĂŒhrungsverordungâ. Auch die weiteren Besonderheiten des Betriebs von Bioelectromagnetics wirken sich dermassen einseitig fĂŒr die Erhaltung aller hohen Grenzwerte aus, dass ein Aufgeben der AktivitĂ€ten (z.B. des Ausschaltens von Zeugen, des Fernhaltens der Mediziner und der Selbsterstellung von Auswertungen zu den Studienergebnissen) sinnlos wĂ€re.
Es ist der interdisziplinĂ€re - jedoch unter Ausschluss der Medizin - Charakter des Wissenschaftszweigs Bioelectromagnetics, der dieses unwissenschaftliche Treiben nach Sonderregeln, die gegen alle Regeln âguter wissenschaftlicher Praxisâ sind, ĂŒberhaupt ermöglicht.
Die Dekane beispielsweise der Psychologischen FakultĂ€ten können nicht alles ĂŒberblicken, was einige Mitglieder gemeinsam mit Physikern und Biologen so alles mit den EMF-Studien treiben, die - unter Ausschluss der Mediziner - medizinische Fragen zu beantworten suchen. Wo kein Auge des Dekans hinblickt, da greift er auch nicht ein, und da gebietet auch keiner diesem wissenschaftsfeindlichen Tun Einhalt. Besonders brisant wird die Lage fĂŒr die "gute wissenschaftliche Praxis" und fĂŒr die Ethik in der Wissenschaft, wo mit der Industrie besonders gut vernetzte und dieser verpflichtete Bioelectromagnetics âForscherâ auch noch die DekansstĂŒhle, beispielsweise der Biologischen FakultĂ€t, erobern.
Zurzeit gibt es in dem hier http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=39289 beginnenden Strang einen Anwendungsfall fĂŒr diese Regeln; eine Studie wird dort sozusagen live auf MissbrĂ€uchliches seziert.
Zum Selbstplagiat (Seite 36)
Wuff, Samstag, 23. Juni 2012, 12:01 (vor 333 Tagen) @ Wuff
Die Auswirkungen der Regeln und Besonderheiten von Bioelectromagnetics (1)
Die den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis widersprechenden Regeln von Bioelectromagnetics können nicht ohne schwere Auswirkungen auf den Zustand dieses Wissenschaftszweigs und auf die QualitÀt seines wissenschaftlichen Outputs bleiben:
- Paradoxe und bizarre Benennungen und ZusammenhÀnge
Der Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics befasst sich mit einem medizinischen PhÀnomen: Mit den athermischen Wirkungen von schwachen EMF, elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern. Er sollte daher richtigerweise EMF-Medizin heissen.
Wenn er sich selbst stattdessen âBioelectromagneticsâ nennt, dann schliesst er im Prinzip zum Einen die elektrischen und magnetischen Felder aus, und zum Anderen auch noch die Medizin. Er schliesst beides nicht nur im Prinzip aus, sondern faktisch. Die ganz grosse Mehrheit der Studien befassen sich nur mit der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung des Mobilfunks, und an Konferenzen von Bioelctromagnetics beteiligen sich kaum Mediziner, und schon gar keine angesehenen. In Repacholis Prager Konferenz zur Vorbereitung des WHO-"Fact"-Sheets 296 von 2004 waren es weniger als 5%.
Und wenn der Wissenschaftszweig die von athermischen EMF-Wirkungen betroffenen Patienten âelektromagnetisch Hypersensibleâ nennt, was vom der englischen Wortherkunft âsensitiveâ praktisch âwahrnehmungsfĂ€higâ bedeutet, dann setzt allein der Begriff eine WahrnehmungsfĂ€higkeit fĂŒr Mikrowellen und andere EMF voraus. Nun existiert aber keine solche WahrnehmungsfĂ€higkeit, und eine solche ist medizinisch oder biologisch fĂŒr das Entstehen von Symptomen weder Voraussetzung noch notwendige Begleiterscheinung. Somit ist der Untersuchungsgegenstand von Bioelectromagnetics, der âelektromagnetisch Hypersensibleâ, gar nicht möglich, er ist bloss imaginĂ€r, und wenn diese Kunstfigur auch noch ernst genommen wird, dann wird es vollends esoterisch.
Sachgerechte Ausdrucksweisen wĂ€ren EMF-Medizin und âvon EMF beeinflusster Menschâ, in einem engeren Sinn âvon EMF-Syndrom betroffener Menschâ.
Wenn die Bioelectromagnetics âForscherâ auf âBiolelectromagneticsâ beharren, dann werden sie sich selbst in eine abseitige Lage bringen, samt ihrem thermischen Mass ohne Masseinheit âSpezifische Absorptionsrate (SAR)â, das Repacholi fĂŒr die athermische EMF-Belastung eingefĂŒhrt hat.
Zur abseitigen, bizarren Rolle von Bioelectromagnetics in der EMF-Medizin passt folgendes Eigenzitat ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=63757#63757 ):
Die Mikrowellen-Wahrnehmungs experimente sind medizinisch-wissenschaftlich gesehen reiner Nonsens. Sie dienen einem unlogischen Scheinbeweis, sie sind nicht Wissenschaft, sondern Rhetorik und Demagogie mit den Mitteln von vertrauenserweckenden weissen Kitteln und Statistik. Die Strahlenmedizin, die sich mit RadioaktivitĂ€t bzw. ionisierender Strahlung befasst, verlangt von keinem Strahlenkranken, dass er die RadioaktivitĂ€t wahrnehmen können mĂŒsse, um als Strahlenkranker zu gelten. Aber das Strahlen-Wahrnehmungskriterium wurde vom Grenzwertepaten und Elektronikingenieur fĂŒr die EMF-Medizin, die Medizin der nichtionisierenden Strahlung, zum Diagnosekriterium erhoben. Welche Chuzpe, welche Vermessenheit des medizinischen Laien Repacholi, den Medizinern derartigen Nonsens vorzugeben! ( http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76 ). Auf diesen von Repacholi veranlassten mehreren Dutzend Mikrowellen-Wahrnehmungs experimenten sollten die Redaktionen der Journale, welche den Unsinn begutachten liessen und publizierten, aufmerksam gemacht werden, vielleicht mit dem Vorschlag, an die Autoren heran zu treten, und diesen die Retraktion der Studien nahezulegen.
(wird fortgesetzt)
Zum Selbstplagiat (Seite 37)
Wuff, Samstag, 23. Juni 2012, 13:13 (vor 333 Tagen) @ Wuff
Die Auswirkungen der Regeln und Besonderheiten von Bioelectromagnetics (2)
- Unerhörtes TrÀgheitsmoment
Der Wissensstand in Bioelectromagnetics, den beispielsweise Röösli zu ergrĂŒnden versuchte ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=39289 ), ist unverrĂŒckbar trĂ€ge und zĂ€h wie ein Bunker aus dem letzten Weltkrieg. In deutschen StĂ€dten stehen heute noch mehrstöckige oberirdische Luftschutzbunker, die wegen ihrer riesigen Betonmasse und der zĂ€hen Eisenarmierung noch nicht abgebrochen werden können. (Beispiel eines solchen Bunkers, der sinnigerweise fĂŒr Bioelectromagnetics Experimente benutzt wurde, auf Seite 2 von https://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:DcO36I4oN48J:www.fgf.de/forschungsprojek... . Zur eigentlichen Seite des zwischenzheitlich liquidierten Mobilfunkervereins Forschungsgemeinschaft Funk www.fgf.de kommt am 23.6.2012 13:01 von onmouseup.info die Meldung: âAls attackierend gemeldete Seiteâ; wir verzichten auf Scherze oder Vermutungen im Zusammenhang mit dem Autor.)
Beim sinnbildlichen Bunker von Bioelectromagnetics entspricht die riesige Anzahl Studien, welche die VerdĂŒnnungsstrategie herstellen liess (je nach Quelle 15â000 [ www.emf-portal.de ]bis 40â000 [ www.fmk.at ]) der trĂ€gen Masse des Betons, und die Dogmatik, welche die Wissenschaftler zur eisernen Disziplin zwingt, entspricht der zĂ€hen Armierung der Weltkriegsbunker. Diese Masse ist dermassen trĂ€ge und zĂ€h, dass selbst wenn die Kritiker recht hĂ€tten, sie nicht so bald recht bekĂ€men.
Der Abriss dieses sinnbildlichen Bunkers ist also kaum möglich, auch die Entfernung eines wichtigen Ecksteins wie bei einem traditonell gebauten GebÀudes bringt ihn nicht zum Einsturz, da er allseitig armiert ist. Wahrscheinlich hilft nur Umgehung des Hindernisses, wie im letzten Beitrag angedeutet wurde.
(Fortsetzung folgt)
Zum Selbstplagiat (Seite 37 Nachtrag)
Wuff, Sonntag, 24. Juni 2012, 16:10 (vor 332 Tagen) @ Wuff
wurde, auf Seite 2 von https://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:DcO36I4oN48J:www.fgf.de/forschungsprojek... .
Der Original-Link heisst www.fgf.de/forschungsprojekte/berichte/tierstudien/ID_5991_Lerchl-1800_MHz.pdf und ist auch am 24.6.2012 um 16:09 Uhr nicht erreichbar, sondern es erscheint eine frĂŒher noch nie gesehene Warnung vor Malware.
Zum Selbstplagiat (Seite 38)
Wuff, Sonntag, 24. Juni 2012, 16:19 (vor 332 Tagen) @ Wuff
Bioelectromagnetics - das Zerrbild einer Wissenschaft vor ihrem Ende (1)
- Eine Wissenschaft die kein Wissen schafft
Die VerdĂŒnnungsstrategie bewirkt, dass Tausende Studien ohne Erkenntnisgehalt produziert werden. Diese Studien haben als einzige Funktion die als ZĂ€hler fĂŒr die âEvidenzâ, dass EMF keine Wirkung hĂ€tten.
Auf diese Weise schafft die Arbeit der âForscherâ nicht Wissen und Erkenntnis, sondern verhindert solches; als typisches Beispiel fĂŒhren wir die Begleitstudie der Mobilfunker zu einem Projekt von UmweltĂ€rzten an: Sehr ausfĂŒhrliche kritische Besprechung ab hier http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=35817 .
Wissenschaft und Wissen sind Allgemeingut der Menschheit, nur durch die Akkumulation von Wissen sind die Hominiden zum homo sapiens geworden. Wer wissenschaftlichen Fortschritt verhindert oder die Wissenschaft durch Manipulationen schĂ€ndet, der ist ein Feind der Menschheit, und die VerdĂŒnnungsstrategie Bioelectromagnetics ist in diesem Sinne zutiefst menschenfeindlich.
- Eristik und Esoterik anstelle von Logik
Die guter wissenschaftlicher Praxis vollkommen entgegenstehenden Regeln von Bioelectromagnetics haben nicht nur die in http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=70 zusammengefassten Auswirkungen, sondern sie schalten in diesem Wissenschaftszweig die universellen Denkgesetze der Logik an entscheidenden Stellen aus, und ersetzen sie durch Rhetorik und rabulistische Kniffe, die Schopenhauer als Eristik bezeichnet hatte. Von den EMF emittierenden Branchen haben allein die Mobilfunkanbieter anfĂ€nglich 1% des Umsatzes in âForschungâ gesteckt. Das Resultat war ein verd*** grosser und teurer Bestand an Esoterik-Lesestoff, den kein Mensch allein bewĂ€ltigen kann ( http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=10584 ). Mehrere Dutzend Studien wurden allein der sagenhaften sinnlichen Mikrowellenwahrnehmung gewidmet.
In Bieoelectromagnetics herrscht ein esoterischer Betrieb: ZirkelschlĂŒsse, FehlschlĂŒsse, Rhetorik, Eristik können herrschen und die Logik ausschalten, weil private Interessengruppen ein System falscher Regeln einfĂŒhren konnten.
Es ist kennzeichnend, dass es kein Lehrbuch zu Bioelectromagnetics gibt. Auch wenn viele Professoren und neuerdings auch Dekane punktuell mitmischen, so geht keiner davon so weit, ein Lehrbuch zu dieser Pseudowissenschaft zu schreiben, die auf in http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=63 aufgefĂŒhrten Dogmen fusst. Es mochte sich noch keiner an einem Lehrbuch zu Bioelectromagnetics die Finger verbrennen, und den eristischen und esoterischen Schwachsinn ernsthaft als Grundlage von Wissenschaft zusammenfassen und sich damit bei seriösen Biologen und ernsthaften Medizinern blamieren. Was gelegentlich als Lehrbuch âverkauftâ wird, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung jeweils als blosse Sammlung inkohĂ€renter AufsĂ€tze.
- Die VerdĂŒnnungstrategie als Spitze des Eisbergs
Neben der VerdĂŒnnungsstrategie, welche Tausende Studien produziert, die keine Effekte von EMF finden sollen, wenden die EMF emittierenden Branchen noch vier weitere Strategien in der Wissenschaft an (Quelle: http://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=54940 ):- UnterdrĂŒckungsstrategie
- Ablenkungsstrategie
- Verheimlichungsstrategie
- Manipulation
- UnterdrĂŒckungsstrategie
(wird fortgesetzt)
.
Zum Selbstplagiat (Seite 39)
Wuff, Samstag, 30. Juni 2012, 13:45 (vor 326 Tagen) @ Wuff
Bioelectromagnetics - das Zerrbild einer Wissenschaft vor ihrem Ende (2)
Bioelectromagnetics - das Zerrbild einer Wissenschaft vor ihrem Ende (2)
- Privatisierte Wissenschaft
Im letzten Beitrag ( http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=73 ) haben wir Wissen und Wissenschaft als Allgemeingut der Menschheit bezeichnet. Der interdisziplinĂ€re Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics ist in entscheidenden Teilen eine privatisierte Wissenschaft: Ein Teil der medizinischen Wissenschaft und Praxis, nĂ€mlich die Strahlenmedizin im nichtionisierenden Bereich bzw. die EMF-Medizin, wurde aus der wissenschaftlichen Disziplin Medizin herausoperiert, und im interdisziplinĂ€ren Niemandsland von Bioelectromagnetics faktisch privatisiert. Dieser Wissenschaftszweig,, der sich einer medizinischen Frage widmet, nĂ€mlich gesundheitlichen Auswirkungen athermischer EMF, ist seinerseits von anmassenden Ingenieuren behĂ€ndigt, wenn ich ĂŒberhaupt gegrĂŒndet worden. Diese schĂ€nden diesen Teil der Strahlenmedizin, wĂ€hrend es dem Hauptteil der Medizin immerhin um die Verteidigung des wertvollsten Gutes der Menschen, nĂ€mlich ihrer Gesundheit, ginge.
Die Privaten bei dieser Privatisierung sind die EMF emittierenden Branchen, allen voran die Mobilfunkbetreiber, die ein wirtschaftliches Interesse an gleichzeitig möglichst hohen EMF-Grenzwerten und an Haftungsabwehr fĂŒr EMF-bedingte PersonenschĂ€den haben, also ein rein pekuniĂ€res Interesse gegen das Anliegen der Gesundheit der Menschen. Das Privatinteresse am Wissenschaftszweig drĂŒckt sich aus in:
- Studien und Metastudien werden durch Industrieleute wie Röösli erstellt. Diese schlagen direkt durch auf die Rechtsprechung: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=63790#63790
- VerfĂ€lschung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch âwissenschaftliche Begleitungâ von Medizinern
-> Bericht des Industrievertreters http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=35817 und anschliessende StrÀnge
-> Bericht der Medizinerin: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=38330
- GrĂŒndung von Bioelectrics durch die ICNIRP, die entgegen dem Ă€usseren Anschein keine internationale Kommission ist, sondern ein privater Verein einiger industrienaher Wissenschaftler. Die ICNIRP hat die heute geltenden, hohen EMF-Grenzwerte vorgeschlagen und durchgesetzt.
- Verbandelung mit dem Staat: Die ICNIP hat sich rĂ€umlich beim Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz BfS eingenistet, zu den Motiven gibt es Vermutungen wie eigene Tarnung, Schaffen des Ă€usseren Eindrucks einer echten Kommission, private Ăberwachung des staatlichen Ăberwachungsorgans, Kommando ĂŒber die staatlichen Ăberwacher ĂŒbernehmen, Erleichterung der Pflege von Beziehungskorruption, Ausspionieren der Ăberwachungsbehörde etc.
- Finanzierung der Studien der VerdĂŒnnungsstrategie durch die EMF emittierenden Branchen.
- Die Spezifische Absorptionsrate SAR als Mass fĂŒr EMF Immission ist durch private Patente geschĂŒtzt, sie ist ausserhalb des nachvollziehbaren metrischen Masssystems, ihre NĂ€herung ist sehr teuer, da es sich nicht um eine messbare Masseinheit handelt, sie ist somit in Ă€hnlichem Ausmass esoterisch und Geheimwissenschaft wie die Bovis-Einheit fĂŒr so genannte Kraftorte.
- Koordination und Planung der EMF-âForschungâ erfolgt durch die Industrievertreter, wĂ€hrend die so veranlassten solche Studien der VerdĂŒnnungsstrategie vom Staat allein oder mitbezahlt werden. Dass dabei die von der Verfassung geschĂŒtzte Wissenschafts- und akademische Freiheit ausgehöhlt wird, wird als Kollateralschaden nicht bloss in Kauf genommen, sondern angestrebt.
- Man wĂŒrde es nicht fĂŒr möglich halten, aber die EMF-Strahlenmedizin und die Verwaltung des Hauptteils der Medizin sind von den Telekommunikationsunternehmen aufgekauft worden ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=47141#47141 und http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=47163#47163 ). Ein noch neuerer Fall ist die oben im zweiten Einzug verlinkte Begleitstudie.
(wird fortgesetzt) - Studien und Metastudien werden durch Industrieleute wie Röösli erstellt. Diese schlagen direkt durch auf die Rechtsprechung: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=63790#63790
Zum Selbstplagiat (Seite 40)
Wuff, Montag, 02. Juli 2012, 08:22 (vor 324 Tagen) @ Wuff
Bioelectromagnetics - das Zerrbild einer Wissenschaft vor ihrem Ende (3)
- Böcke schiessen und Böcke zu GÀrtnern
Nachdem man sich zunĂ€chst ĂŒber die ZustĂ€nde im interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweig B. gewundert hat, verwundert mit der Zeit gar nichts mehr, auch nicht dass Böcke zur GĂ€rtnern bzw. zu Dekanen gemacht werden, dieses auch nachdem diese selbst die grössten Böcke geschossen haben.
Soll man sich da wundern, dass Fehlkonstruktionen von biologischen Experimenten, wie- wo bei einem KrebsmÀuse-Experiment nur die Experimentalgrupppe speziell in einer die Krebsabwehr fördernden Weise mit zusÀtzlicher WÀrme versorgt wurde, nicht aber die Kontrollgruppe,
-> http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p= 60708#60708
- wo bei Strahlenwahrnehmungsexperimenten nur die Experimentalgruppe speziellem psychosozialem Stress ausgesetzt wurde,
-> http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76
- wo bei Hormonstudien die Steuerungs- und Regelungselemente aus dem Hormonsystem entfernt waren, bis nur noch die reine HormondrĂŒse vorhanden war
-> http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_09/kuhn_VI/kuhn_vi.html
Schlimmer noch, Protagonisten der VerdĂŒnnungsstrategie erobern Dekanate der Haupt- oder Heimatwissenschaften des multidisziplinĂ€ren Wissenschaftszweigs Bioelectromagnetic, z.B. der Biologie in B. Belohnt wird dabei nicht eine akademische Glanzleistung, sondern Erfolg bei der Akquise von industriellem Sponsoring und Multimillionen-UmsĂ€tzen fĂŒr die private Uni-GmbH; eine neue, noch nicht veröffentlichte Rattenstudie mit gestressten Versuchstieren bringt allein 0,85 Mio. Euro bzw. 1 Mio. CHF.
Im Ergebnis sorgen nun nicht angestammte Biologen als Dekane fĂŒr Ordnung an den interdisziplinĂ€ren RĂ€ndern der Biologie in Bioelectromagnetics, sondern es werden Bioelectromagnetics-Aktivisten zu Dekanen. Arme Biologieprofessoren und -studenten!
Was geschieht mit Zweiflern oder gar Abgefallenen in ideologisierten Wissenschaften wie Marxismus-Leninismus, katholischer und islamischer Glaubenslehre oder Bioelectromagnetics? Sie werden, damit das Exempel maximal wirksam sei, neben der Exkommunikation möglichst willkĂŒrlich bestraft. In Bioelectromagnetics musste L. von Klitzing als Exempel hinhalten, an welchem demonstriert wurde, dass selbst ein bekannter Akademikername nicht schĂŒtzt. Die Art und Weise, in der Lerchl mit privaten UnglĂ€ubigen (Eva W.) umgeht, lĂ€sst befĂŒrchten, wie erst mit Wissenschaftlern umgegangen wird, welche das Glaubensbekenntnis zu den Dogmen nicht ablegen, oder diese gar zu widerlegen suchen.
- wo bei einem KrebsmÀuse-Experiment nur die Experimentalgrupppe speziell in einer die Krebsabwehr fördernden Weise mit zusÀtzlicher WÀrme versorgt wurde, nicht aber die Kontrollgruppe,
- Nicht bloss (Wissenschafts-)Theorie
Dass unsere AusfĂŒhrungen sind nicht bloss wissenschaftstheoretisch inspirierte Theorie, sondern Praxis sind, zeigt sich immer wieder, wie auch jĂŒngst:- âSpatenpauliâ, ein âStrahlenschutzâ- Aktivist und âHiwi im Sinne des Schutzes der Mobilfunkstrahlung vor niedrigeren Grenzwerten, hat frĂŒher die Bedeutung von Repacholis WHO-âFactâ- Sheet 296 bestritten, und heute verweist er triumphierend auf Röösli Bericht an das schweizerische BAFU, welches Bezug auf das âFactâ Sheet nimmt, um die darin verkĂŒndete Dogmatik zu verkĂŒnden und zu bestĂ€tigen.
- Auf genau diese VerkĂŒndung der Glaubenslehre stĂŒtzt sich eine Gericht im Vertrauen, dass wo Wissenschaft draufstehe, auch Wissenschaft drin sei, http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=63790#63970
- âSpatenpauliâ, ein âStrahlenschutzâ- Aktivist und âHiwi im Sinne des Schutzes der Mobilfunkstrahlung vor niedrigeren Grenzwerten, hat frĂŒher die Bedeutung von Repacholis WHO-âFactâ- Sheet 296 bestritten, und heute verweist er triumphierend auf Röösli Bericht an das schweizerische BAFU, welches Bezug auf das âFactâ Sheet nimmt, um die darin verkĂŒndete Dogmatik zu verkĂŒnden und zu bestĂ€tigen.
(Wird fortgesetzt)
Zum Selbstplagiat (Seite 41)
Wuff, Mittwoch, 11. Juli 2012, 12:42 (vor 315 Tagen) @ Wuff
- Spannender als ein Krimi
Wer sich Studien und Artikel des interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweigs Bioelectromagnetics unkritisch zu GemĂŒte fĂŒhrt, der verdummt, wenngleich auf hohem Niveau, denn sie dienen ĂŒberwiegend der VerdĂŒnnungsstrategie und damit der Desinformation. Aber gerade festzustellen, in welcher Art und Weise die VerdĂŒnnung und Desinformation realisiert werden, kann dem an Wissenschaft und Wissenschaftstheorie Interessierten spannende Unterhaltung verschaffen.
Die Machenschaften von Leuten des Wissenschaftszweigs Bioelectromagnetics zu verfolgen ist spannender und interessanter als âTatortâ und âSchimanskiâ zusammen, denn dort sind das Ende und sein Zeitpunkt vorprogrammiert: TĂ€ter nach 45 Minuten gestellt.
In Bioelectromagnetics werden analog zum Krimi zur Verdunkelung [des PhĂ€nomens âEHSâ] Zeugen zum Schweigen gebracht, einmal verschwinden gleich 180 [SchlĂŒsselwort: âDer Hamster ist Zeugeâ] spurlos, es werden erfundene Personengruppen [wie Mikrowellen-Wahrnehmer] ins Spiel gebracht, die Beobachtung und Berichterstattung durch die Leute an der Front [Ărzte] wird hintertrieben, von der gelegten falschen Spur [entsprechend den Bioelectromagnetics-Dogmen] Abweichendes wird geleugnet, Security Leute [mit wissenschaftlicher UnterstĂŒtzung] kĂŒmmern sich um die Drecksarbeit, und ein Pate im Hintergrund [der ICNIRP-GrĂŒnder, welcher die Grenzwerte aus der Taufe gehoben hatte, und die EHS in IEI-EMF umbenannte] spinnt die FĂ€den. Wer mitwirkt, wird fĂŒr sein weiteres [Wissenschafler-]Leben wie bei der Mafia kompromittiert [durch Teilnahme an widersinnigen Mikrowellen-Wahrnehmungs experimenten]. Es gibt korrupte ZustĂ€nde und undurchsichtige Verfilzungen [wenn Lobbyorganisationen sich in BundesĂ€mtern einnisten, wie ICNIRP beim Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz an der IngolstĂ€dter Landstrasse im bayerischen Oberschleissheim http://www.icnirp.de/contact.htm .]
Es herrschen hier in einem Ausmass kriminelle ZustÀnde, dass deren Beschreibung nicht zur Wissenschaftstheorie, sondern zur Wissenschaftskriminalistik gehört.
-> âDer Hamster ist Zeugeâ, Artikel eines gewissen Manfred Dworschak: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51373594.html
-> Diskussion des Artikels ab http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=13010
Wenn dieser skandalöse Zustand des interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweigs Bioelectromagnetics einer breiten Ăffentlichkeit bekannt wĂ€re, dann wĂŒrde er beim BĂŒrger, der auf die Wissenschaft vertraut, Erstaunen und Befremden auslösen, und wenn er den Dekanen der Herkunftswissenschaften der Bioelectromagnetics-âForscherâ bekannt wĂ€re, z.B. der Biologie, dann mĂŒssten diese eingreifen, was natĂŒrlich nur dort der Fall sein kann, wo der Dekan nicht selbst dazu gehört.
Nach den eher abstrakten AusfĂŒhrungen, die aber das Klima und das Umfeld aufzeigten, in welchem konkrete Vergehen gegen gute wissenschaftliche Praxis ĂŒberhaupt gedeihen können, werden wir nun konkrete FĂ€lle behandeln.
Fall 1 (Seite 1)
Wuff, Montag, 06. August 2012, 19:51 (vor 289 Tagen) @ Wuff
Fall 1: Dutzende identische Mikrowellen-Wahrnehmungsexperimente
Im Laufe der vielleicht letzten fĂŒnfzehn Jahre wurden weltweit circa 60 Mikrowellen-Wahrnehmungs experimente nach demselben Drehbuch von Repacholi durchgefĂŒhrt, Elektronikingenieur und GrĂŒnderprĂ€sident der ICNIRP, sowie von 1996 bis 2006 EMF-Forschungskoordinator der WHO. Die Vorgabe der Standards durch die WHO an die âForscherâ stand in der Pressemitteilung der BAuA vom 20.11.2006.
Selbstplagiate im eigentlichen Wortsinn, nach welchem ein Autor zum selben Experiment mehrere Artikel schreibt, die nicht aufeinander Bezug nehmen, sind diese Mikrowellen-Wahrnehmungs experimente fĂŒr sich genommen nicht. Es handelt sich eher um ein sozusagen gegenseitiges Massenplagiat, bzw. um die massenhafte Wiederholung desselben Experiments mit dem â und das ist entscheidend â voraussehbar identischen Ergebnis. Es ist entfernt vergleichbar damit, als hĂ€tte ein Krimiautor sein Drehbuch an 60 Krimiproduzenten (UniversitĂ€ten) und Krimiregisseure (Versuchsleiter, Professoren) lizenziert.
GrundsĂ€tzlich sind nur neue, originelle Studien in angesehenen wissenschaftlichen Zeitschriften publikationswĂŒrdig. Hier wurde das umgangen, indem die Studien trickreich mit jeweils anderem Zierrat versehen wurden, der die identische Grundstruktur des Experiment-Designs offenbar erfolgreich tarnte und von ihr ablenkte.
Wenn man dieses hört, dann stellt sich die Frage: Warum wurde dieser Aufwand betrieben? Wozu dienten nur diese zahlreichen Wiederholungen?
Mit dem Aufwand wurden zwei Hauptzwecke und ein Nebenzweck verfolgt:
- Zweck 1: Scheinbeweis, âElektrosensibilitĂ€tâ existiere nicht, weil âElektrosensibleâ Mikrowellen nicht sinnlich wahrnehmen könnten.
Dieser Scheinbeweis beruht auf dem erweckten Anschein, man unternehme ernsthafte Falsifizierungsversuche zur Hypothese â âElektrosensibilitĂ€tâ existiert nichtâ. Die Falsifizierung wĂ€re der Nachweis, dass man Menschen mit âElektrosensibilitĂ€tâ fĂ€nde, und dass demnach âElektrosensibilitĂ€tâ entgegen der Hypothese doch existiere. Hier wurde aber erstens eingabaut, dass die Falsifizierung nicht gelingen kann, weil nĂ€mlich der Drehbuchautor âElektrosensibilitĂ€tâ falsch bzw. als etwas Unmögliches definiert hat, nĂ€mlich als sinnliches Wahrnehmen von Mikrowellen durch Menschen, die keine entsprechenden Organe haben. Die âForscherâ schrecken fĂŒr diese Definition auch vor glatter LĂŒge nicht zurĂŒck, http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=63687#63687 . Zweitens hat der Drehbuchautor auch noch einen nicht existierenden Zusammenhang zwischen Wahrnehmung einer Strahlung und Schadwirkung eingebaut. Es existiert keine naturwissenschaftliche BegrĂŒndung dafĂŒr, dass ausgerechnet nur nichtionisierende Strahlung (EMF) wahrgenommen werden muss, damit sie der Gesundheit auch schaden kann, und dass dagegen beispielsweise ionisierende Strahlung (RadioaktivitĂ€t) diese Bedingung weder erfĂŒllen muss noch erfĂŒllt. Diese Behauptung, am EMF-Syndrom könne nur leiden, wer auch die WahrnehmungsfĂ€higkeit fĂŒr Mikrowellen besitze, ist â weil naturwissenschaftlich nicht nachvollziehbar â magisch bzw. schlicht esoterisch.
Der Scheinbeweis wird durch Metaanalysen weltweit verbreitet, in welchen die Studien gezĂ€hlt werden, welche die ĂŒberhaupt nicht mögliche Wahrnehmung von Mikrowellen nicht nachweisen konnten. Wir wissen daneben auch ( http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=76 ), dass die Meta-âForscherâ uns verschweigen, dass in den Wahrnehmungstests besonderer psychosozialer Stress, der nur den âElektrosensiblenâ zugefĂŒgt wurde, nicht aber der Kontrollgruppe, mögliche positive Ergebnisse ohnehin verdeckt hĂ€tte.
- Zweck 2: VerdĂŒnnungsstrategie, welche eine vielfache Zahl von Studien ohne gefundene Effekte den wenigen anderen Studien gegenĂŒberstellt, http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=36 .
Die VerdĂŒnnungsstrategie wird ĂŒberhaupt erst wirksam durch die Metaanalyse, welche der Drehbuchautor bei einigen Vertrauten in Auftrag gegeben hat.
- Nebenzweck: Kompromittierung der Wissenschaftler
Die systematisch mit psychosozialem Stress âkontaminiertenâ und ĂŒberhaupt bloss einer esoterischen Fragestellung dienenden Mikrowellen-Wahrnehmungs experimente kompromittieren natĂŒrlich die Hunderte Wissenschaftler, die welche auf den publizierten Studien als Autoren aufgefĂŒhrt sind. Ohne grossen Gesichtsverlust könnten diese weder ihren Fehler zugeben, noch konsequenterweise ihre Esoterik-Werklein retrahieren - die Kompromittierung hindert sie daran, von den Dogmen von Bioelectromagnetics ( http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=63 ) abzurĂŒcken. Kompromittieren ist nichts Neues, sondern eine bekannte Mafiamethode, die beispielsweise an sĂŒditalienischen Mitgliedern des Justizapparats angewandt wurde und wird, und durch die US Mafia sogar am legendĂ€ren GrĂŒnder des FBI, an J. Edgar Hoover.
Fall 2 (Seite 1)
Wuff, Montag, 10. September 2012, 19:37 (vor 254 Tagen) @ Wuff
Selbstplagiat (Beispiel 2)
Wir kommen zu einem weiteren Fall von Nahezu-Selbstplagiat, diesmal nicht in Form einer getarnten Wiederholung eines Drehbuchs, sondern einer nahezu unverĂ€nderten Wiederholung durch denselben Autor, ohne dass darauf in beiden Studien aufmerksam gemacht wurde. Nur in der spĂ€ter gestarteten UMTS-Studie wurde auf die GSM-Studie verwiesen. Es stellt sich die Frage: Warum wurde nicht auch in umgekehrter Richtung querverwiesen, wo sich die Experimente doch zeitlich ĂŒberlappten?
- GSM: 1.10.2002 bis 30.9.2004
- UMTS: 1.10.2003 bis 30.4.2005
Möglich war ein solcher gegenseitiger Querverweis durchaus, wie in den deutschsprachigen Abschlussberichten an das BfS bewiesen wurde. Da dort im selben Sammelwerk publiziert wurde, wÀre dort ein Selbstplagiat sowohl unmöglich als auch sinnlos gewesen.
Dennoch, die Zitierweise ist suspekt. WÀhrend in den englischsprachigen Studien Sommer als erster und grundsÀtzlicher Namengeber auftritt, ist es bei den deutschsprachigen Versionen zu denselben Experimenten Lerchl allein.
In den Besprechungen im EMF-Portal, das fĂŒr die ZĂ€hlung von Studien relevant ist, findet sich ĂŒberhaupt kein gegenseitiger Verweis.
Quellen:
- GSM-Studie:
- Englisch, peer reviewed: Sommer AM, Bitz AK, Streckert J, Hansen VW, Lerchl A (2007) Lymphoma development in mice chronically exposed to UMTS-modulated radiofrequeny electromagnetic fields. Radiat Res 168:72-80
http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=11435
- Deutsch: http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/biologie/biologie_abges/bio_040_AB_b.pdf
- Englisch, peer reviewed: Sommer AM, Bitz AK, Streckert J, Hansen VW, Lerchl A (2007) Lymphoma development in mice chronically exposed to UMTS-modulated radiofrequeny electromagnetic fields. Radiat Res 168:72-80
- UMTS-Studie:
- Englisch, peer reviewed: Sommer AM, Streckert J, Bitz AK, Hansen VW, Lerchl A (2004) No effect of GSM-modulated 900 MHz electromagnetic fields on survival rate and spontaneous development of lymphoma in female AKR/J mice. BMC Cancer 4:77
http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=14788
- Deutsch: http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/biologie/biologie_abges/bio_060_AB.pdf
- Englisch, peer reviewed: Sommer AM, Streckert J, Bitz AK, Hansen VW, Lerchl A (2004) No effect of GSM-modulated 900 MHz electromagnetic fields on survival rate and spontaneous development of lymphoma in female AKR/J mice. BMC Cancer 4:77
- Kritiken zu beiden Studien:
Die beiden Studien mit den âKrebsmĂ€usenâ sind grundsĂ€tzlich identisch mit Ausnahme der Frequenz und der Modulation. Beide Expositionen sind im Mikrowellenbereich, beide waren synthetisch, d.h. dass sie nicht mit der Feldcharakteristik ĂŒbereinstimmten, wie sie von echten Antennen im echten Funkbetrieb auf den Menschen einwirken. GSM wurde im Experiment beispielsweise ohne die Frequenzmodulation , mit welcher die Signale ĂŒbermittelt werden, ausgebracht, und die Sendepulse waren von âunnatĂŒrlichâ gleichmĂ€ssiger StĂ€rke.
Fall 2 (Seite 1 Nachtrag)
Wuff, Dienstag, 11. September 2012, 09:57 (vor 253 Tagen) @ Wuff
Selbstplagiat (Beispiel 2) Nachtrag zu Seite 1
Die Quellen- und Linknachweise sind vervollstÀndigt und korrigiert worden:
Quellen:
âą GSM-Studie:
o Englisch, peer reviewed: Sommer AM, Streckert J, Bitz AK, Hansen VW, Lerchl A (2004) No effect of GSM-modulated 900 MHz electromagnetic fields on survival rate and spontaneous development of lymphoma in female AKR/J mice. BMC Cancer 4:77 :
html : http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC533879/
PDF: http://forummobil.org/userdocs/documents/Sommer.pdf
o Abstract in Pubmed: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15538947?dopt=Abstract
o Zusammenfassung im EMF-Portal: http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=11435
o Deutsch: http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/biologie/biologie_abges/bio_040_AB_b.pdf
âą UMTS-Studie:
o Englisch, peer reviewed: Lymphoma development in mice chronically exposed to UMTS-modulated radiofrequeny electromagnetic fields Sommer AM, Bitz AK, Streckert J, Hansen VW, Lerchl A (2007). Radiat Res 168:72-80 :
html: http://www.biomedcentral.com/1471-2407/4/77/
o Abstract in Pubmed: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17723000
o Zusammenfassung im EMF-Portal: http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=14788
o Deutsch: http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/biologie/biologie_abges/bio_060_AB.pdf
âą Kritiken zu beiden Studien:
o Kurz, konzise: http://www.stiftung-pandora.eu/downloads/bmu_gutachten-zu-lerchl.pdf .
o Sehr ausfĂŒhrlich: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=37326
Fall 2 (Schluss)
Wuff, Donnerstag, 27. Dezember 2012, 17:03 (vor 146 Tagen) @ Wuff
Wir sind nun dabei, das zweite Beispiel fĂŒr Selbstplagiate abzuschliessen, nĂ€mlich Lerchls zwei Studien mit den AKR-J-KrebsmĂ€usen. Im Zusammenhang mit einer Propagandaveranstaltung vor Ărzten fiel uns nĂ€mlich wieder ein, dass hier noch das Thema âSelbstplagiatâ seines Abschlusses harrt.
Warum hat Lerchl zwei â bis auf die Frequenz der EMF identische â KrebsmĂ€usestudien durchgefĂŒhrt? DafĂŒr kann es verschiedene GrĂŒnde geben:
- 1. Lerchl wollte die erste Studie mit der zweiten replizieren.
- 2. Lerchls private UniversitÀts-GmbH benötigte zusÀtzlichen Umsatz.
- 3. In der ersten Studie gab es ein signifikantes Ergebnis, das zufÀllig oder durch eine Störgrösse verursacht sein konnte. Dieses Ergebnis musste im Interesse der EMF-emittierenden Branchen unbedingt widerlegt werden.
- 4. Bei der zweiten Studie sollte die Heizwirkung der EMF eine andere sein und einen anderen Effekt bewirken.
Betrachten wir nun diese vier möglichen GrĂŒnde.
- 1. Replikation: Das zweite Experiment, bei dem die Frequenz von GSM = 900 MHz zu UMTS = 2100 MHz GHz variiert wurde, war aus zwei GrĂŒnden keine Replikation.
- Eine wissenschaftlich korrekte Replikation muss durch eine unabhĂ€ngige Forschergruppe durchgefĂŒhrt werden.
- Eine echte Replikation muss eine identische Versuchsanlage aufweisen. Dieses war wegen der variierten Frequenz nicht der Fall.
- Eine wissenschaftlich korrekte Replikation muss durch eine unabhĂ€ngige Forschergruppe durchgefĂŒhrt werden.
- 2. Umsatzziele: Der Umsatz von Lerchls Profitcenter innerhalb der privaten UniversitÀts-GmbH wurde durch die zweite Studie, die als unechte Replikation doch publiziert werden konnte, zweifellos erhöht.
- 3. Signifikantes Ergebnis beseitigen: Im Interesse der Industrie, welches durch die IARC sozusagen offiziell als Industrievertreter âzertifizierteâ Lerchl wohl verfolgt, sollten EMF im Sinne der Verteidigung des Schwanschen Dogmas ĂŒberhaupt keine athermischen Effekte, also auch keine nĂŒtzlichen, zeitigen. In diesem Sinne sollte also trotz fehlenden GrĂŒnden fĂŒr eine echte Replikation eine Art von Pseudoreplikation durchgefĂŒhrt werden. Als Vorwand fĂŒr eine Wiederholung boten sich die damals noch neuen UMTS-Frequenzen an.
- 4. FrequenzabhĂ€ngig unterschiedliche Heizwirkung von Mikrowellen: Je niedriger die Frequenz der Mikrowellen, desto geringer sei die âEindringtiefeâ der Strahlung. Dieser in der Mobilfunker-Propaganda gerne verwendete, aber irrefĂŒhrende Ausdruck bezeichnet den Effekt, dass EMF mit höherer Frequenz generell und speziell durch den menschlichen Körper besser gedĂ€mpft werden als solche mit niedrigerer Frequenz. Sie dringen zwar genau gleich tief ein wie diejenigen mit niedrigerer Frequenz, durch die DĂ€mpfung bedingt erfolgt jedoch die Aufheizung in OberflĂ€chennĂ€he stĂ€rker. Die durch hochfrequenter Strahlung speziell an der berflĂ€che entstehende ErwĂ€rmung wird daher auch leichter wieder abgestrahlt, und sie entlastet den Metabolismus weniger, trĂ€gt damit auch weniger zur UnterstĂŒtzung der Krebsabwehr bzw. Tumorsuppression bei.
Lerchl hat drei wesentliche Dinge nur angetönt, aber in seinen Folgerungen nicht gewĂŒrdigt:
- Er hat zwar erwĂ€hnt, dass die Heizwirkung der Mikrowellen den MĂ€usen 10 % Nahrungsaufnahme ersparte. Als Tumorspezialist musste ihm gelĂ€ufig sein, dass dieser thermische Effekt nicht nur zur Gewichtszunahme fĂŒhrt, sondern auch die Tumorsuppression unterstĂŒtzt.
- Nicht gefunden haben wir den im Grunde notwendigen Hinweis darauf, dass seine MĂ€useexperimente nicht auf die Menschen ĂŒbertragbar waren, weil eine dermassen starke Bestrahlung mit derartig starker Heizwirkung nur im Tierexperiment möglich ist, bei der Nutzung des Mobilfunks durch den Menschen nie vorkommt.
- Lerchl unterliess den Hinweis, dass es durchaus möglich war, dass im ersten Experiment (GSM, 900 MHz) die MĂ€use innerlich mehr aufgeheizt wurden als im zweiten (UMTS, 2100 MHz), und dass genau darum im zweiten Experiment die âSchutzwirkungâ der Mobilfunkstrahlung kein signifikantes Niveau mehr erreichte.
In leichter Abwandlung seines eristischen Tricks Nr. 39 ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=61332#61332 ) verwendete er diese Erkenntnisse aber nicht als PrÀmissen zu seinen Schlussfolgerungen.
Vor diesem Hintergrund wurde schon die Meinung geĂ€ussert, seine vor Ărzten gemachte Behauptung, Mobilfunkstrahlung schĂŒtze vor Krebs ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?t=39599&start=30 ), entspreche Gaukelei, wenn nicht Schwindelei.
Fall 3
Wuff, Montag, 31. Dezember 2012, 11:44 (vor 142 Tagen) @ Wuff
bearbeitet von Wuff, Montag, 31. Dezember 2012, 11:51
Beispiel 3:
Zum 17 Mio. Euro schweren Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm DMF hat der Zoologe und heutige Dekan fĂŒr Life Sciencies Prof. Alexander Lerchl von der privaten Bremer UniversitĂ€ts-GmbH (Jacobs University Bremen gGmbH ) zu circa fĂŒnf von circa 55 Arbeiten beigetragen. Eine dieser Arbeiten sollte die Melatonin-Hypothese zu falsifizieren versuchen, nach welcher schwache hochfrequente EMF bei Menschen die Melatoninproduktion senken. HierfĂŒr wandte Lerchl ein Tiermodell an, und zwar Dsungarische Zwerghamster, von deren Melatonin-HormondrĂŒsen (auch ZirbeldrĂŒse oder Pinealorgan genannt) das gesamte Hormon-Regel- und Steuersystem amputiert wurde. Lerchl hat diesen Sachverhalt mit anderen Worten umschrieben, nĂ€mlich als isolierte Pinealorgane.
Dieses eine Experiment wurde in zwei unterschiedlichen Textversionen beschrieben:
- 1 . In Deutsch: Verfasser Alexander Lerchl, âUntersuchungen zu Wirkungsmechanismen an Zellen unter Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern der Mobilfunktechnologie - B. PinealdrĂŒseâ, undatiert(!), http://www.emf-forschungsprogramm.de/home/forschung/biologie/biologie_abges/bio_020_AB_... ,
- 2 . In Englisch: Verfasserin Irina Sukhotina et al., â1800 MHz electromagnetic field effects on melatonin release from isolated pineal glandsâ, in: âJournal of Pineal Researchâ (J Pineal Res), Jahrgang 40 / 2006, Band 1, Seiten 86 â 91), www.upkh.hr/doc/Article%20in%20JPR.pdf
Das Design des Experiments und die Folgerungen wurden radikal kritisiert, unter anderem in: F. Adlkofer, Forschung im Dienste der Entwarnung, http://www.kompetenzinitiative.net/downloads/ki_gutachten-fa-doku_2010-08-16.pdf .
Wir gehen hier nicht im Einzelnen auf das Ă€usserst fragwĂŒrdige Experiment als solches ein, sondern konzentrieren uns hier auf Aspekte, welche das von aussen wahrmehmbare Verhalten in die NĂ€he des Selbstplagiarismus rĂŒcken, nĂ€mlich:
- Die beiden Versionen tragen unterschiedliche Angaben zur Autorenschaft
- Die Grundgesamtheit bei der ersten Version wird mit 500 angegeben, und bei der zweiten mit 320.
Autor, verwendetes Agens, Ort und Datum und Umfang des Experiments sind sozusagen die D NA, anhand derer ein Experiment identifiziert werden kann, bzw. ein Artikel einem bestimmten Experiment zugeordnet werden können.
Der Zufall will es, dass Lerchl jĂŒngst in http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_12/pfarrer_thiede/pfarrer_thiede.html wie folgt zitiert wurde:
âRegelverstoĂ
Sinnentstellende Zitate oder falsche Daten in Publikationen mĂŒssen nach ihrer Entdeckung korrigiert werden. Normalerweise geschieht dies durch ein âKorrigendumâ in gedruckten Medien oder als Zusatzinformation, die einem nur online verfĂŒgbaren Artikel angefĂŒgt werden. [...]â.
Prof. Alexander Lerchlâ
Trotz Unterschieden in der âD NAâ (Autor, Umfang des Experiments), fehlender âD NA-StĂŒckeâ (Ort und Datum des Experiments) und ungenauen Angaben zur âD NAâ (Agens bzw. genaue Charakterisierung der angewandten EMF) konnten die beiden Artikel eindeutig dem Experiment zugeordnet werden.
Somit kann nur eine der beiden Angaben zum Umfang des Experiments wahr sein, entweder 320 oder 500 exponierte Pinealorgane. Zu keinem der beiden Artikel haben wir ein Korrigendum oder eine Zusatzinformation gefunden, was Lerchl in einem analogen Fall bei andern, von ihm Kritisierten, erwarten wĂŒrde.
Fall 3 (Fortsetzung 1)
Wuff, Dienstag, 08. Januar 2013, 18:37 (vor 134 Tagen) @ Wuff
Im letzten Beitrag schrieben wir zum Schluss: âSomit kann nur eine der beiden Angaben zum Umfang des Experiments wahr sein, entweder 320 oder 500 exponierte Pinealorgane. Zu keinem der beiden Artikel haben wir ein Korrigendum oder eine Zusatzinformation gefunden, was Lerchl in einem analogen Fall bei andern, von ihm Kritisierten, erwarten wĂŒrde.â
Genau betrachtet können beide Angaben wahr sein, 320 (used) und circa 500 (exponiert). Wenn man âusedâ fĂŒr die 320 eher als âbenötigtâ denn als âverwendetâ verstehen will, dann muss das nicht im Widerspruch zu den circa 500 exponierten Organen stehen â man soll auch nicht gleich ĂŒberall LĂŒgen wittern, sondern den Menschen auch gegen die Erfahrung einmal vertrauen. Genau dann stellt sich aber die Frage, was mit den circa 180 exponierten, aber nicht in den veröffentlichten Aufzeichnungen zum Experiment aufgefĂŒhrten getan wurde.
Wir werden versuchen, dieser Frage nachzugehen. Eigentlich ist âwissenschaftlichâ gleichbedeutend mit âdurch offen gelegtes Protokoll wiederholbar und falsifizierbarâ. Lerchls bzw. Sukhotinas Experiment ist aber gerade in Bezug auf die circa 180 nicht in offen gelegter Weise protokolliert. Die originalen Aufzeichnungen zu den Experimenten werden nicht veröffentlicht und werden auch nicht ohne formelles Verfahren zur Untersuchung freigegeben, es ist nicht einmal bekannt, ob sie noch existieren. Jedenfalls wird um die Experimente von Lerchl ein Geheimhaltungskordon dicht zugegezogen (http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=51656 ), wobei Geheimhaltung/"Geheimwissenschaft" ein Kennzeichen von Esoterik ist, aber kein Merkmal von Wissenschaft, die hier wohl nur angeblich im Dienste der Bevölkerung betrieben wird.
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Der Beitrag âHunderte Mio. fĂŒr Esoterik-Schrott?â ( http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=10584 )basiert auf zwei Wikipedia-Darstellungen zum Thema. Der dort verlinkte Artikel http://en.wikipedia.org/wiki/Esoteric , der zum VerstĂ€ndnis des Beitrags erforderlich ist, ist verschwunden, und der Artikel
http://de.wikipedia.org/wiki/Esoterik ist total verÀndert. Zufall? Wikipedia ist bekanntlich von Spin-doctors beiliebig manipulierbar.
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Wir werden â unter der ausdrĂŒcklichen Voraussetzung, dass beide Versionen zur Grundgesamtheit des Melatoninexperiments wahr sind - jedenfalls den Fragen nachgehen, wie viele wohl die circa 180 fehlenden Hamster genau waren, und was mit ihnen geschehen ist.
Fall 3 (Fortsetzung 2)
Wuff, Sonntag, 13. Januar 2013, 19:04 (vor 129 Tagen) @ Wuff
Fall 3 (Fortsetzung 2)
Vorbemerkung
Den letzten Beitrag haben wir mit âWir werden â unter der ausdrĂŒcklichen Voraussetzung, dass beide Versionen zur Grundgesamtheit des Melatoninexperiments wahr sind - jedenfalls den Fragen nachgehen, wie viele wohl die circa 180 fehlenden Hamster genau waren, und was mit ihnen geschehen ist.â eingeleitet. Wenn eine der beiden Angaben unwahr wĂ€re, dann wĂ€re ein Erratum oder ein Korrigendum angezeigt: â- ein Erratum ist schon bei viel kleineren Fehlern ein Muss, z.B. schon fĂŒr ein fehlendes Komma in einer Tabelle!â (Aussage eines wissenschaftlichen Snobs ( âUMG ist aber keine wissenschaftliche Zeitschrift im herkömmlichen Sinn, eher Wissenschaft aufgearbeitet fĂŒr Laienâ, der trotzdem oder weil er selbst bloss ein Snob ist, fĂŒr izâgegenâmf.de schreibt, in http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=52138 .)
ErklÀrungsversuch Nummer 2 zur Differenz von circa 180 Hamstern der Grundgesamtheit in ein und demselben Experiment:
Mit der Ausdrucksweise in Alexander Lerchl, âUntersuchungen zu Wirkungsmechanismen an Zellen unter Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern der Mobilfunktechnologie - B. PinealdrĂŒseâ, undatiert(!), âcirca 500â kann Lerchl ausdrĂŒcken wollen â â500â als Rundungsergebnis der Aufrundung der ungeraden Zahl âexakt 320â â.
Wir fragen wie bei jeder der betrachteten ErklÀrungsmöglichkeiten: Was wÀre falsch daran?
Lerchl wĂŒrde einerseits den tatsĂ€chlichen Befund, dass Biologie keine exakte Wissenschaft ist, mit einem weiteren Fallbeispiel belegen. Andererseits ist eine Aufrundung um immerhin 56 Prozent aber eindeutig nicht mehr in Ordnung, und die Angabe âcirca 500â mĂŒsste als schlichtweg falsch bezeichnet werden. Dieses wiederum wĂŒrde gegen unsere zu Grunde liegende Annahme, dass sowohl die Angabe "320" als auch Angabe "circa 500" wahr sind, verstossen.
Von 500 könnte man mit gleichem Recht auch gleich noch auf 1000 aufrunden, schliesslich wĂŒrde das den Rundungsregeln entsprechen. Dieses zeigt aber, wie absurd und unangebracht Aufrundungen in diesem Zusammenhang sind oder wĂ€ren.
Fall 3 (Fortsetzung 3)
Wuff, Dienstag, 15. Januar 2013, 09:32 (vor 127 Tagen) @ Wuff
Fall 3 (Fortsetzung 3)
ErklÀrungsversuch Nummer 3 zur Differenz von circa 180 Hamstern der Grundgesamtheit in ein und demselben Experiment:
Die Differenz von âcirca 180â leitet sich aus der Angabe âcirca 500â in der deutschen Version ab. Diese Differenz liegt in der NĂ€he von âexakt 160â: 160 Versuchstiere bzw. Pinealorgane bildeten in Lerchls Hamsterexperiment jeweils eine Hauptgruppe, nĂ€mlich die exponierten Organe und die nicht exponierten der Kontrollgruppe. Aus dieser Zahl ergibt sich die am nĂ€chsten liegende ErklĂ€rung fĂŒr die Verwendung von zusĂ€tzlichen 160 experimentell verwendeten Hamstern, die in keiner publizierten Version zur Studie erwĂ€hnt ist. Wenn wir an unserer Annahme festhalten, die Angabe âcirca 500 Organe exponiertâ sei wahr, und weiterhin annehmen, "exponiert" schliesse "scheinexponiert" der Kontrollgruppe mit eine, dann kommt unweigerlich die Vermutung auf, dass es neben der mit schlecht simuliertem Basisstationsfunk befeldeten Experimentalgruppe und der nicht exponierten Kontrollgruppe eine weitere Gruppe gab, deren Ergebnisse jedoch weggeschlossen oder gar geshreddert wurden.
Hier stellt sich die Folgefrage, was damals zusĂ€tzlich zu dem interessant und prĂŒfenswert war, was Lerchl publiziert hat:
- Ebenfalls GSM, aber Mobiltelefon- statt Basisstationsmodus: Im publizierten Experiment wurden die HormondrĂŒsen mit simulierter GSM Basisstations Strahlung befeldet. Die angewandte StrahlungsintensitĂ€t war aber dermassen hoch, dass sie in der Praxis nie von einer Basisstation kommen könnte, sondern nur von einem Mobiltelefon. Das publizierte Experiment war daher auch noch von der Befeldung her vollkommen realitĂ€tsfremd.
- Ăberhaupt ungetaktetes GSM: Die im Experiment simulierte Taktung war nicht nur in Bezug auf den Crest Factor realitĂ€tsfremd, aber vor allem. Man hĂ€tte genauso ĂŒberhaupt auf Taktung verzichten können. Wenn die Feldcharakteristik simuliert werden sollte, dann hĂ€tte man auch einmal die zwar nicht sehr erhebliche aber in der realen Funkpraxis erforderliche und vorhandene Frequenzmodulation simulieren können, mit der ĂŒberhaupt die Information ĂŒbermittelt wird.
- DECT: Da die DECT-Basisstationen meist in unmittelbarer NĂ€he des Benutzers stehen, und das sie Dauerstrahler mit sehr hohem Crest-Factor sind, und da ausserdem zahlreiche Berichte ĂŒber athermische Effekte vorliegen, wĂ€re eine PrĂŒfung dieses kleinrĂ€umigen privaten Mobilfunks nicht nur angemessen, sondern auch angezeigt gewesen.
- UMTS: Die neue Modulationsart mit eigenem Frequenzbereich wurde erst Jahre nach GMS eingefĂŒhrt. Eine PrĂŒfung auf mögliche athermische Wirkungen wĂ€re notwendig gewesen.
- Echte GSM: Was sprĂ€che dagegen, GSM âlebensnahâ zu simulieren, z.B. durch Empfang echter menschlicher Sprache, was wiederum volle Frequenzmodulation der Mobilfunkfelder bedingen wĂŒrde (siehe zweiter Einzug oben)?
Wir fragen wie bei jeder der betrachteten ErklÀrungsmöglichkeiten: Was wÀre falsch daran?
Ja, was wÀre falsch an der Vernichtung unliebsamer Ergebnisse, ohne dieses bekannt zu machen? Durch das Strafgesetzbuch ist das nicht verboten.
In einem normalen Wissenschaftsbetrieb wĂ€re dieses in einem Ausmass verpönt, dass es mindestens der Karriere schaden wĂŒrde. Die wissenschaftlichen Disziplinen wie Medizin, Biologie etc. blenden den Missbrauch aus, der dem interdisziplinĂ€ren Wissenschaftszweig Biolelectromagnetis zugeordnet wird. Hier haben Wissenschaftler die totale Narrenfreiheit, was durch die von uns kritisierten Studien hinlĂ€nglich bewiesen wird, und durch Karriereschritte bestĂ€tigt wird.
Wir wollen aber nicht einem Relativismus verfallen, sondern halten fest: Wissenschaftliches Fehlverhalten bleibt wissenschaftliches Fehlverhalten, unabhÀngig vom Wissenschaftszweig. Esoteriker sind aber nicht an wissenschaftliche Regeln gehalten, ja, sie definieren sich geradezu durch Regelverstoss. Leider steht der Wissenschaftszweig Bioelectromagnetics unter starkem Verdacht, in weiten Teilen Esoterik zu sein, http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=10584 .
Diese, die vorherigen und die weiteren ErklÀrungsversuche zur Differenz im deutschen und im englischen Bericht ergeben sich daraus, dass diese bis heute weder durch Erratum oder Korrigendum erklÀrt wurde, noch durch Retraktion aus der Welt geschafft wurde.
Fall 3 (Fortsetzung 4)
Wuff, Freitag, 25. Januar 2013, 09:33 (vor 117 Tagen) @ Wuff
bearbeitet von Wuff, Freitag, 25. Januar 2013, 09:44
ErklÀrungsversuch Nummer 4 zur Differenz von circa 180 Hamstern der Grundgesamtheit in ein und demselben Experiment:
Wurden die circa 180 Hamster, welche die Differenz zwischen den Angaben ĂŒber die Gesamtzahl der fĂŒr das Experiment verwendeten Tiere ist, möglicherweise zweckentfremdet verwendet? Auf diese Möglichkeit kommt, wer den Bericht von Peta zu einem Besuch in der Jacobs University in Bremen liest: Zitat aus http://www.peta.de/jacobsuniversity :
âHamster werden an Schlangen verfĂŒttert
AuĂerdem werden Hamster gezĂŒchtet â auch diese werden in winzigen KĂ€figen von der GröĂe eines Schuhkartons eingesperrt. Die KĂ€fige sind so klein, dass dadurch sogar das Revierverhalten dieser Tiere auĂer Kraft gesetzt wird, damit sie zu mehreren gehalten werden können. Dabei sind Hamster in der Natur EinzelgĂ€nger. AuĂerdem erzĂ€hlt die Angestellte ganz lapidar, dass ein Kollege, der zu Hause Schlangen hĂ€lt, auch ab und zu mal einen Hamster mitnehmen darf. Das verstöĂt eindeutig gegen das Tierschutzgesetz.â
Die Zweckentfremdung als Schlangenfutter ist wahrscheinlich nur ein Teil der Wahrheit zu den circa 180 Hamstern, denn es ist kaum wahrscheinlich, dass die Wissenschaftler zu Hause dermassen viele Schlangen halten, dass es 180 Hamster als Futter braucht, - es sei denn, sie hÀtten sich eine Massenschlangenhaltung auf Grund eines seinerzeitigen Angebots von circa 180 Hamstern angewöhnt und diese Gewohnheit beibehalten.
Wir fragen wie bei jeder der betrachteten ErklÀrungsmöglichkeiten: Was wÀre falsch daran?
Es wÀre ein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz, und wÀre als solches ganz eindeutig falsches Verhalten.
Als einzige nach aussen kommunizierte Reaktion auf den oben verlinkten und auszugsweise zitierten Bericht von Peta zur gesetzwidrigen Verwendung von Versuchstieren wurde die Geheimhaltung verschÀrft: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=51656 .
Warum wurde nicht einfach das falsche Verhalten geĂ€ndert, was in jedem anderen Betrieb normal wĂ€re, was aber hier nur zu Spekulationen fĂŒr den Grund fĂŒr die Unterlassung fĂŒhrt:
- Geheimwissenschaft: Es soll geheim, nicht nachvollziehbar und bewusst unerfindlich bleiben, was an Lerchls Experiment wissenschaftlich ist. Magische Verrichtungen wie das ZĂŒcken eines HĂ€ndy-Amuletts passen nahtlos ins esoterische Bild, hier: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=64596#64596 . Zur geheimwissenschaftlichen Esoterik passt auch das Munkeln von Zensur durch die Herausgeber, Eigenzitat wuff: "War Lerchl da auch nur ein Satirikerkollege von mir, als er sagte, die UMTS-Funkstrahlung habe einen schĂŒtzenden Effekt? Oder meinte er das wirklich ernst? Lerchl sagte dazu, die Herausgeber hĂ€tten ihm dieses aus der ursprĂŒnglichen Version seines Berichtes herausgestrichen, mĂŒndlich dĂŒrfe er das aber sagen. Die Herausgeber waren das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz. Lerchl Ă€usserte dieses nicht im Tonfall eines lustigen Humoristen, sondern mit einem verschwörerischen Ton, so etwa wie 'ihr wisst schon was ich meine', oder wie 'ich sage jetzt die wirkliche Wahrheit, aber sie ist eben politisch unkorrekt' ".
- Paranoia: Lerchl Ă€ussert öffentlich den Verdacht, ich sei der Drahtzieher hinter Peta, hier: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=51652 . Als Verdachtsgrund reicht ihm eine zufĂ€llige zeitliche Koinzidenz. Dass das unter falscher Flagge segelnde IZ âgegenâ MF vermutet, ich wĂŒrde Lerchl bis nach Bagdad, ins Land der 1001 MĂ€rchen verfolgen, kann sowohl auf Paranoia, als auch auf Verschwörungstheorie oder auf Neigung zu falscher VerdĂ€chtigung deuten, hier die VerdĂ€chtigung: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=52085 , und hier ein knapper Kommentar: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=64918#64918 .
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Fall 3 (Fortsetzung 5)
Wuff, Sonntag, 03. Februar 2013, 18:03 (vor 108 Tagen) @ Wuff
ErklÀrungsversuch Nummer 5 zur Differenz von circa 180 Hamstern der Grundgesamtheit in ein und demselben Experiment:
Handelte es sich bei der Differenz von circa 180 Hamstern um âVerschnittâ, um Ausschuss? Das Pinealorgan des dsungarischen Zwerghamsters ist immerhin nur circa 1 mm gross, und man könnte sich vorstellen, dass es sehr grosses Geschick braucht, dieses stets fehlerfrei so aus dem Hirn des Hamsters herauszuschneiden, dass es noch weiterlebt.
Diese Möglichkeit wĂŒrde unserer Annahme, dass Lerchls Aussagen wahr sind, widerprechen, denn in der deutschen Fassung schrieb er ausdrĂŒcklich âcirca 500 exponiertâ. Dennoch kann die Möglichkeit nicht a priori ausgeschlossen werden.
Wir fragen wie bei jeder der betrachteten ErklÀrungsmöglichkeiten: Was wÀre falsch daran?
Tiere, die Ausschuss ergaben, falsch als im Versuch verwendet zu deklarieren, wÀre undiskutabel falsches Handeln.
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Nachtrag zur Fortsetzung 4
- Paranoia: Lerchl Ă€ussert öffentlich den Verdacht, ich sei der Drahtzieher hinter Peta, hier: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=51652 . Als Verdachtsgrund reicht ihm eine zufĂ€llige zeitliche Koinzidenz. Dass das unter falscher Flagge segelnde IZ âgegenâ MF vermutet, ich wĂŒrde Lerchl bis nach Bagdad, ins Land der 1001 MĂ€rchen verfolgen, kann sowohl auf Paranoia, als auch auf Verschwörungstheorie oder auf Neigung zu falscher VerdĂ€chtigung deuten, hier die VerdĂ€chtigung: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=52085 , und hier ein knapper Kommentar: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=64918#64918 .
Nachdem Lerchl EMF-GeschÀdigte mit der Kaida in einem Strangtitel sozusagen gleichsetzte ( http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=39811 ), titelt er "75. Gigaherz: Scientology-AnhÀnger?" ( http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=52322 ). Der eigentliche Text unter dem Beitragstitel ist zwar etwas relativierend, aber der Titel ist eindeutig Verschwörungstheorie. Welche Verschwörung wird die nÀchste sein? Etwa mit Neonazis? Oder mit Ausserirdischen? Gar mit dem Teufel? Man darf den Einfallsreichtum von Verschörungstheoretikern nie unterschsÀtzen.
.
Fall 3 (Fortsetzung 6)
Wuff, Samstag, 09. Februar 2013, 16:43 (vor 102 Tagen) @ Wuff
ErklĂ€rungsversuch Nummer 6 zur Differenz von circa 180 Hamstern der Grundgesamtheit in zwei unterschiedlichen Berichten zu ein und demselben Experiment. Da beide Studien ohne Retraktion und auch ohne Korrektur weiterhin in Umlauf sind, sind wir daran, theoretisch mögliche Hypothesen fĂŒr den möglichen Grund der Differenz aufzustellen.
Im englischsprachigen Bericht zum Experiment, der nur von wenigen Wissenschaftlerkollegen ĂŒberhaupt gelesen wird, waren es 320 geopferte Tiere, im deutschsprachigen, der fĂŒr die Sponsoren und Financiers des Experiments sowie fĂŒr die Medien bestimmt war, waren es âcirca 500 exponierteâ Pinealorgane, beide Male war Lerchl Autor, im englischsprachigen einer von mehreren Ko-Autoren, im deutschsprachigen anscheinend Alleinautor.
In dieser Situation ist die Vermutung einer weiteren hypothetischen Möglichkeit unausweichlich, nÀmlich dass die exponierten Organe von circa 180 Hamstern aussortiert wurden, weil die Ergebnisse mit diesen Organen nicht einem beabsichtigten Ergebnis entsprachen.
Diese Hypothese ist so krass, dass sie uns nicht spontan einfiel. Aber: Nahezu jeder Akademiker, sobald er von dieser Differenz hörte, Ă€usserte spontan: âDas ist doch Betrugâ, oder: âDas ist krasses wissenschaftliches Fehlverhaltenâ, und stellte die Frage, weshalb Lerchl diese Differenz nie erklĂ€rt habe. Dieser Fall wĂ€re gleichzeitig sozusagen der allgemeine Fall zum Fall 3 ( http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=91 ), mithin gewöhnlicher wissenschaftlicher Betrug.
Wir fragen wie bei jeder der betrachteten ErklÀrungsmöglichkeiten: Was wÀre falsch daran?
Das wÀre nun wirklich krasser wissenschaftlicher Betrug und durch FÀlschung von Forschungsergebnissen.
Fall 3 (Fortsetzung 7)
Wuff, Sonntag, 10. Februar 2013, 19:23 (vor 100 Tagen) @ Wuff
ErklĂ€rungsversuch Nummer 7 zur Differenz von circa 180 Hamstern der Grundgesamtheit in zwei unterschiedlichen Berichten zu ein und demselben Experiment. Da beide Studien ohne Retraktion und auch ohne Korrektur weiterhin in Umlauf sind, sind wir daran, theoretisch mögliche Hypothesen fĂŒr den möglichen Grund der Differenz aufzustellen.
Gab es einen VorgĂ€ngerversuch mit 180 Hamstern, durch den möglicherweise vorab sichergestellt wurde, dass die Ergebnisse ârichtigâ, d.h. im Sinne der Entwarnung herauskommen?
Ja, dasselbe Experiment wurde tatsĂ€chlich mit 180 Hamstern durchgefĂŒhrt. Sein Design ist teilweise dokumentiert, und der Beginn mit 24 Pinealorganen, nĂ€mlich hier auf Seite 7 (Seitennummerierung) resp. Seite 9 (PDF-Seite): http://www.ms-visucom.de/r30/vc_shop/bilder/firma53/M_2_a05-2003.pdf . Zu diesem Vorversuch fanden wir keinen Abschlussbericht. â Untersuchung der Melatoninsynthese nach Exposition von Pinealorganen in einem Radialwellenleiter mit 1 m Durchmesser bei 900 und 1800 MHz; realisiert fĂŒr 24 Proben (180 Proben möglich). Zugriff auf die Proben durch offene, aber nicht abstrahlende âDĂ€mpfungskamineâ â Der verlinkte Kurzbericht ist nur stichwortartig formuliert, so dass ein Zusammenhang mit der in Englisch zu 320 Organen und in Deutsch zu 500 Organen nicht zu 100 Prozent sicher ist. Immerhin ist sehr interessant, dass man hier auf 180 Hamster stösst, die vermisst wurden. Es fiel uns aber auch erst beim zweiten Durchlesen auf.
Interessant ist, dass der VorgĂ€ngerversuch mit 900 und 1800 MHz durchgefĂŒhrt wurde, und der Hauptversuch nur noch mit 1800 MHz. Welches waren die Ergebnisse bei 900 Hz? Wenn der Vorversuch bzw. diese 180 Hamster auch durch das zur HĂ€lfte staatlich finanzierten DMF finanziert wurden, dann hĂ€tten die Einwohner Deutschlands einen Anspruch auf einen veröffentlichten Bericht dazu.
Wir fragen wie bei jeder der betrachteten ErklÀrungsmöglichkeiten: Was wÀre falsch daran?
- Immer: Es ist falsch, öffentlich finanzierte wissenschaftliche Studien nicht zu veröffentlichen.
- Es ist falsch fĂŒr die deutsche und die englische Studienversion, andere gleichartige Studien in der Hauptstudie nicht zu erwĂ€hnen.
- Es ist fĂŒr beide Versionen grundfalsch, VorgĂ€ngerversuche zu verschweigen.
- Es ist fĂŒr die deutsche Version sozusagen verschĂ€rft grundfalsch, die Differenz von 180 Hamstern nicht zu erklĂ€ren.
Derartiges wissenschaftliches Fehlverhalten gibt Stoff fĂŒr einen Verdacht, nĂ€mlich dass im Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm DMF auch sonst nur solche Experimente gemacht wurden, bei denen das Ergebnis mit Sicherheit die bestehenden, nicht vor athermischen Effekten schĂŒtzenden ICNIRP-Grenzwerte schĂŒtzt, bzw. die Strahlung vor einer Absenkung der Grenzwerte schĂŒtzt. Das gibt dem Begriff "Strahlenschutz" eine hintergrĂŒndige Bedeutung, und auch den "StrahlenschĂŒtzern".
Fall 3 (Fortsetzung 8)
Wuff, Montag, 11. Februar 2013, 08:56 (vor 100 Tagen) @ Wuff
ErklĂ€rungsversuch Nummer 8 zur Differenz von circa 180 Hamstern der Grundgesamtheit in zwei unterschiedlichen Berichten zu ein und demselben Experiment. Da beide Studien ohne Retraktion und auch ohne Korrektur weiterhin in Umlauf sind, sind wir daran, theoretisch mögliche Hypothesen fĂŒr den möglichen Grund der Differenz aufzustellen.
Wirtschaftliche Vorteilsnahme aus der Abrechnung von 180 mehr als den verwendeten Versuchstieren oder aus mehrfacher Abrechnung von 180 Versuchstieren. Diese Hypothese wird der VollstĂ€ndigkeit halber aufgefĂŒhrt, um alle theoretisch möglichen FĂ€lle zu erfassen.
Nach dem normalen Lauf der Dinge ist davon auszugehen, dass mit der Auftraggeberin, dem Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz BfS, welche das Deutsche Mobilfunk Forschungsprojekt DMF und die Kredite der Mobilfunkbranche und des Bundes verwaltete, finanziell eher gemĂ€ss dem deutschsprachigen Bericht abgerechnet wurde, also ĂŒber 500 Versuchstiere, und eher weniger gemĂ€ss dem nur fĂŒr Fachspezialisten bestimmen englischsprachigen Bericht, in dem von bloss 320 wissenschaftlich ausgewerteten 320 Versuchstieren die Rede ist.
Den Auftraggeber des mutmasslichen VorgĂ€ngerversuchs konnten wir nicht eruieren, da er nicht öffentlich genannt wird. Ăber den mutmasslichen VorgĂ€ngerversuch wurde anscheinend bereits 1999 berichtet (âUm einen Ăberblick ĂŒber den aktuellen Stand der Forschung zum Problem der athermischen Feldwirkungen zu gewinnen, hat die BGFE am 26./27. Mai 1999 in Bad MĂŒnstereifel ein FachgesprĂ€ch mit Experten aus verschiedenen technischen, naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen veranstaltet. Berichtet wurde ĂŒber experimentelle Untersuchungen, die in den letzten Jahren in verschiedenen in- und auslĂ€ndischen Instituten durchgefĂŒhrt wurden.â Quelle: http://www.ms-visucom.de/r30/vc_shop/bilder/firma53/M_2_a05-2003.pdf .) - Wenn es 1999 einen Auftragnehmer gab, dann gab es 1999 auch einen Auftraggeber, der wohl damals bereits bezahlt hat.
Auftragnehmer des mutmasslichen VorgĂ€ngerversuchs war â Project partner: PD Dr. A. Lerchl, Institute of Reproductive Medicine, University of MĂŒnster, Germanyâ.
Auftragnehmer des Hauptversuchs des DMF war âAuftragnehmer International University Bremenâ ( http://www.emf-forschungsprogramm.de/home/forschung/biologie/biologie_abges/bio_020_AB_... )
Wenn tatsĂ€chlich mit dem BfS auch noch 180 Hamster aus einem VorgĂ€ngerversuch von circa 1999 abgerechnet wurden, dann ist das ein bemerkenswerter Vorgang, der die Frage aufwirft, ob zwei Mal fĂŒr denselben Auftrag abgerechnet wurde, oder vielleicht eine RĂŒckerstattung von der privaten Bremer an die staatliche MĂŒnsteraner UniversitĂ€t erfolgte.
Wir fragen wie bei jeder der betrachteten theoretischen ErklÀrungsmöglichkeiten: Was wÀre falsch daran?
Falsche Abrechnung wÀre falsche Abrechnung. Richtige Abrechnung könnte nachgewiesen werden.
Fall 3 (Fortsetzung 9)
Wuff, Mittwoch, 13. Februar 2013, 16:42 (vor 98 Tagen) @ Wuff
ErklĂ€rungsversuch Nummer 9 zur Differenz von circa 180 Hamstern der Grundgesamtheit in zwei unterschiedlichen Berichten zu ein und demselben Experiment. Da zu keiner der beiden Studien etwas von Retraktion oder von Korrektur bekannt ist, sind wir hier daran, Hypothesen zu theoretisch möglichen GrĂŒnden fĂŒr die Differenz zwischen 320 und 500 Proben aufzustellen.
Denkbar ist, dass das Experiment so lange variiert und wiederholt wurde, bis das erwĂŒnschte Ergebnis eintrat, und dass die dem Wunschergebnis gegenlĂ€ufigen Teilergebnisse verschwiegen wurden.
- Manipulationsmethode 1: Wurde das Experiment so viele Mal wiederholt, bis durch den Zufall das ârichtigeâ Ergebnis eintrat, und wurden die anderen, ungeeigneten Ergebnisse verschwiegen?
- Manipulationsmethode 2: Wurden die ExpositionsstĂ€rke (SAR = 0,008, 0,08, 0,8 bis 2,7 W/kg) und die Frequenz (0,8, 1,9, 2,1 GHz) so breit variiert, bis der âBeweisâ fĂŒr die Existenz von thermischen Wirkungen gelang, von dem dann der negative Scheinbeweis fĂŒr die Nichtexistenz athermischer Effekte abgeleitet wurde?
- Methodenkombination:Wurde das Experiment so lange wiederholt und variiert, bis der Scheinbeweis fĂŒr eine spĂ€ter verkĂŒndete Schutzwirkung von Basisstationsstrahlung gelang?
- Manipulationstarnung:Liegt der Beweis fĂŒr eine oder beide dieser Manipulationsmethoden in der Differenz von 180 Expositionen versteckt? Ist die Tarnung einfach nur dummerweise nicht ganz gelungen?
Den Bericht zu 180 der 500 Proben hat Lerchl allein gezeichnet, diese sind nĂ€mlich in der deutschsprachigen Version als Teilmenge von 500 pauschal erwĂ€hnt. Immer von der Annahme ausgehend, dass sowohl die Angaben von 320 Proben in der englischsprachigen Version als auch die von 500 in der deutschsprachigen Version wahr sind, wurde das Ergebnis von 180 Proben unterschlagen. Lerchl sollte die Offenlegung dieses Ergebnisses gegenĂŒber der Ăffentlichkeit nun endlich nachholen.
BezĂŒglich des Verhaltens der Auftraggeber stellen sich Fragen:
- Haben die Financiers des DMF, nĂ€mlich die Unternehmen der Mobilfunkbranche und die Bundesrepublik, diese Differenz ĂŒberhaupt bemerkt und gekannt?
- Wenn nein, wurden die englischsprachigen Versionen von den Auftraggebern ĂŒberhaupt gelesen? Wer war insbesondere beim BfS fĂŒr die Kontrolle der wissenschaftlichen QualitĂ€t zustĂ€ndig?
- Wenn ja, warum haben die Auftraggeber diese heute verlangte Offenlegung nicht schon damals verlangt? Waren sich beide Auftraggebergruppen im gewĂŒnschten Ergebnis einig, die Mobilfunkbetreiber, um Kosten durch allfĂ€llige Grenzwertsenkungen zu vermeiden, und die Bundesrepublik, um nicht die Auktion der UMTS-Frequenzen zu gefĂ€hrden, die immerhin 100â000â000,00 in die Bundeskasse gespĂŒlt hat?
- Die Auftraggeber haben anscheinend in die Textredaktion eingegriffen (Zitat Lerchl: â[...] also ein schĂŒtzender Effekt, sozusagen, der Exposition. Das hatten wir auch in der ursprĂŒnglichen Version des Manuskriptes reingeschrieben, da hat uns aber der Herausgeber rausgestrichen, das war ihm zu heikel. Aber auf VortrĂ€gen darf ich das schon mal sagen.â (Protokoll hier: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=65048#65048 ). Hat der Herausgeber (wer genau denn?) auch hier eingegriffen?
Wir fragen wie bei jeder der betrachteten theoretischen ErklÀrungsmöglichkeiten: Was wÀre falsch daran?
Naturwissenschaftliche Forschung muss transparent und nachvollziehbar sein. Das Experiment ist weder transparent, denn das Ergebnis von 180 der 500 Proben ist nicht dokumentiert, noch ist es nachvollziehbar, denn es gibt keine Angaben darĂŒber, ob die 180 Proben möglicherweise anders exponiert oder behandelt wurden als die ĂŒbrigen 320 Proben.
Wenn Lerchls Aussage von der noch nie dagewesenen Transparenz des DMF ( http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=64537#64537 ) wahr ist, wie intransparent ist dann der ganze Rest der Bioelectromagnetics Forschung? Diese Frage ist unmöglich fĂŒr sĂ€mtliche der bisher 16'000 Bioelectromagnetics Studien zu beantworten, was ein Zwischenerfolg der VerdĂŒnnungsstrategie ist. Lerchls Arbeiten können aber exemplarisch fĂŒr den desolaten Zustand des Wissenschaftszweigs genommen werden, was diesen völlig unglaubwĂŒrdig macht.
Fall 3 (Fortsetzung 10)
Wuff, Sonntag, 10. März 2013, 16:27 (vor 73 Tagen) @ Wuff
ErklĂ€rungsversuch Nummer 10zur Differenz von circa 180 Hamstern der Grundgesamtheit in zwei unterschiedlichen Berichten zu ein und demselben Experiment. Da zu keiner der beiden Studien weder etwas von Retraktion oder eine Korrektur bekannt ist, sind wir hier daran, Hypothesen zu theoretisch möglichen GrĂŒnden fĂŒr die Differenz zwischen 320 und 500 Proben aufzustellen.
Es könnte sein, dass fĂŒr die Funktionskontrolle der experimentellen Anlage, nĂ€mlich ob Messeinrichtungen, BestrahlungsgerĂ€t, Amputation des Rests des Hamsters von seiner PinealdrĂŒse, FlĂŒssigkeitszirkulation und anderes mehr so wie geplant und nicht anders funktionieren, circa 180 Hamster getötet wurden.
Nachdem wir in http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=95 einen weitgehend identischen VorgĂ€ngerversuch desselben Versuchsleiters Lerchl gefunden haben, wĂ€re die Anzahl von circa 180 Hamstern eher unwahrscheinlich gross, nur um das richtige und planmĂ€ssige Funktionieren des Experiments zu testen. Es mĂŒssten dann auch noch andere Faktoren wie beispielsweise der in http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=96 genannte dazukommen.
Fall 3 (Fortsetzung 11)
Wuff, Montag, 11. März 2013, 13:36 (vor 72 Tagen) @ Wuff
ErklĂ€rungsversuch Nummer 11 zur Differenz von circa 180 Hamstern des Versuchsumfangs in zwei unterschiedlichen Berichten zu ein und demselben Experiment. Da zu keinem der beiden Artikel bzw. Berichten weder etwas von Retraktion oder eine Korrektur bekannt ist, sind wir hier daran, Hypothesen zu theoretisch möglichen GrĂŒnden fĂŒr die Differenz zwischen 320 und 500 Proben aufzustellen.
Die tierschutzrechtliche Meldung bzw. Bewilligung wurde bereits hier angesprochen, http://www.hese-project.org/Forum/allg/index.php?id=4669 : âDie Angabe von 320 exponierten Hamstern im englischen Text, der von seinen Auftraggebern kaum gelesen wurde, hat einen Bezug zur Bewilligung der Tötung dieser Anzahl Tiere durch den Tierschutz.â
Bei Lerchls Experiment, in welchem er die die ganzen Steuerungs- und Regelungssysteme von der HormondrĂŒse amputierte, handelte es sich nicht um bewilligungspflichtige Versuche an lebenden Tieren, sondern nur an lebenden Organen, fĂŒr deren Gewinnung bzw. Entnahme der Rest des Tiers so getötet wurde (Guillotinierung), dass das Pinealorgan ĂŒberlebte.
Die LektĂŒre des deutschen Tierschutzgesetzes brachte die Erkenntnis, dass Versuche dieser Art wohl nicht bewilligungspflichtig sind, aber höchst wahrscheinlich meldepflichtig nach § 16c in Verbindung mit § 4 Abs. 3 oder insbesondere mit § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4.
Welche Zahl wurde wohl gemeldet? Waren es die 320, die gemÀss der englischen Fassung notwendig waren und verwendet wurden, oder die 500, die gemÀss der deutschen Fassung im Versuch exponiert wurden? Oder wurde die Differenz von 180 Tieren separat gemeldet? Wenn ja, unter welchem Titel?
Nachdem wir zahlreiche Möglichkeiten zur Frage erwogen haben, welche Bewandtnis es wohl mit den 180 geopferten Tieren habe, und zu keinem bestimmten Ergebnis gekommen sind, bleibt dennoch eine Erkenntnis, nÀmlich dass das Experiment mit den Hamster-Pinealorganen in keiner Weise nachvollziehbar und daher auch aus diesem Grund von zweifelhaftem wissenschaftlichem Wert ist, und nicht nur wegen des unsachgerechten Versuchsaufbaus ( hierzu ab Seite 3 in http://www.kompetenzinitiative.net/downloads/ki_gutachten-fa-doku_2010-08-16.pdf .)
Fall 3 (Forts. 11a, "Genanalyse")
Wuff, Sonntag, 07. April 2013, 14:22 (vor 45 Tagen) @ Wuff
Fall 3 (11a) âGenanalyseâ
In http://www.hese-project.org/Forum/wissenschaft/index.php?id=51 haben wir von einer Art von sinnbildlicher DNA wissenschaftlicher Studien gesprochen, und dabei neben anderem die nachfolgenden Elemente oder âGeneâ aufgezĂ€hlt. Wenn wir eine derartige âGenanalyseâ auf die zwei Publikationen zum Experiment mit den amputierten Pinealorganen von dsungarischen Zwerghamstern anwenden, dann ergeben sich nicht unerhebliche Unterschiede. Diese Unterschiede machen eine TĂ€uschung darĂŒber, dass es sich bei den zwei unabhĂ€ngig voneinander publizierten wissenschaftlichen Arbeiten in Wirklichkeit um ein und dasselbe Experiment handelt, sehr leicht möglich:
- Titel, Autoren, Verlag, Links zu www.pub-med.org und zum publizierenden Journal
Der Titel der deutschen Version âUntersuchungen zu Wirkungsmechanismen an Zellen unter Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern der Mobilfunktechnologie. B. PinealdrĂŒse â Abschlussberichtâ ist gĂ€nzlich anders als der Titel der englischen Version: â1800 MHz electromagnetic field effects on melatonin release from isolated pineal glandsâ
Als Autor der deutschen Version wird nur Lerchl genannt, zur englischen Version werden in dieser Reihenfolge genannt: âIrina Sukhotina, Joachim R. Streckert, Andreas K. Bitz, Volkert W. Hansen and Alexander Lerchlâ
Aus Titel und Autor(en) ist nicht erkennbar, dass es sich um die Auswertung von ein und dieselben Studie handelt.
- Ziel der Studie (laut Autor)
Deutsche Version: âEs sollte daher in diesem Projekt geklĂ€rt werden, ob die Funktion der Pinealorgane im Tiermodell durch hochfrequente, nach dem GSM-Standard modulierte sowie ungepulste elektromagnetische Felder (1800 MHz) beeinflusst wird.â
Englische Version: âIn the present study, we investigated the direct effects of highfrequency 1800 MHz electromagnetic fields [âŠ] on melatonin release by isolated pineal organs from Djungarian hamsters.â
Interessant: In der deutschen Version fĂŒr das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz BfS und den Bundesminister fĂŒr Umweltschutz wird geschrieben von "Funktion der Pinealorgane", in Mehrzahl(!), wobei es pro Tier (und Mensch) immer nur ein einziges Pinealorgan im i.e.S., d.h. nur eine ZirbeldrĂŒse gibt. Lerchls Ausdrucksweise mit der Mehrzahl "Pinealorgane" erweckt den falschen Eindruck, als seien alle Organe, die mit dem Pinealsystem bzw. des Melatoninsystems zu tun haben, untersucht worden. Solches trifft in keiner Weise zu, denn von der HormondrĂŒse wurden alle Steuerungselemente wie Sensoren, SignalĂŒbertragung etc. mit dem restlichen Kadaver des Hamsters wegamputiert.
In der englischen Version, die nur fĂŒr Wissenschaftlerkollegen bestimmt ist, wurde vom selben Autor eine auch fĂŒr kritische Leser korrekte Ausdrucksweise gewĂ€hlt.
- Exposition: Befeldung, exponiertes System
In der deutschen Version ist von ârund 500 Pinealorgane exponiert â, und in der englischen von â(n = 320)â die Rede, was 56 % Unterschied ist, wobei in der deutschen Version nicht einmal andeutungsweise erkennbar ist, wie und wofĂŒr die Differenz von 180 Hamstern verbraucht wurde.
- Hauptergebnisse (laut Autor)
In der deutschen Version steht die auf alle EMF erweiterte und generalisierte Erkenntnis âDie Daten unterstĂŒtzen nicht die âMelatoninhypotheseâ, nach der es nach nichtthermischer Exposition zu elektromagnetischen Feldern zu einer verringerten Melatoninproduktion kommen sollte.â
Dem gegenĂŒber erscheint die Erkenntnis in der englischen Version auf Mikrowellen und auf die untersuchten Tiere begrenzt âWith regard to radiofrequency electromagnetic fields, the data do not support the _melatonin hypothesis,_ according to which nonthermal exposure suppresses melatonin synthesis. [âŠ] Whether these results are in fact relevant for human exposure scenarios remains to be seen in future studies.â
Bei beiden Versionen bleibt als TĂ€uschung, dass eben nur die nachgeordneten HormondrĂŒsen untersucht werden, nicht aber die fĂŒr die "Melatoninhypothese" viel entscheidenderen biologischen Elemente, welche die Hormonproduktion der Hamster steuern! Diese Elemente sind viel umfangreicher und den EMF exponierter als die mitten im Hirn sitzende und somit vor EMF geschĂŒtzte ZirbeldrĂŒse.
(wird fortgesetzt)
Fall 3 (Forts. 11b, "Genanalyse")
Wuff, Sonntag, 07. April 2013, 14:36 (vor 45 Tagen) @ Wuff
Fall 3 (11b) âGenanalyseâ
(Fortsetzung)
- Finanzierung der Studie
Zur deutschen Version kann im Kontext der Publikation im Rahmen des Deutschenm Mobilfunk Forschungsprogramms DMF das Wissen vorausgesetzt werden, dass das Projekt zu gleichen Teilen von Mobilfunkbranche und Bundesrepublik wurde.
In der englischen Version steht irrefĂŒhrend nur: âThis project was supported by the Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz, Salzgitter, Germanyâ, was dem internationalen Leser eine Finanzierung nur durch den deutschen Staat vortĂ€uscht. Das BfS wurde in diesem Sinne von der finanzierenden Branche als Geldwaschmaschine missbraucht.
- Hinweis auf verwandte Artikel
Obschon es sich in Wirklichkeit um dieselbe Studie handelte, ergab eine Stichprobe zu den Literaturverzeichnissen, dass beispielsweise âMostafaâ und âLoscherâ nur im Literaturverzeichnis der deutschen Version aufgefĂŒhrt sind, nicht aber bei der englischen Version.
Die oberflÀchliche "Genanalyse" der beiden Versionen zu ein und demselben hÀlftig von der betroffenen Branche finanzierten Experiment ergibt folgenden zwiespÀltigen Eindruck:
- Es scheint also, dass durch die Wissenschaftler in Versionen zu industriefinanzierten Studien, die fĂŒr das Volk und die Regierung bestimmt sind, also in deutschen Versionen, beliebig vergröbert, verallgemeinert, schlicht: verdummt wird.
- Dem gegenĂŒber scheint es, dass in englischsprachigen Versionen, die nur von ganz wenigen wissenschaftlichen Spezialisten ĂŒberhaupt gelesen werden, und auch von diesen anscheinend kaum je kritisch, die Dinge noch eher zutreffend geschildert werden.
Bei den fĂŒr die Scientific Community bestimmten Versionen wurden hier nicht zum ersten Mal schlicht falsche Angaben zur Finanzierung und zur damit zur mittelbaren Auftraggeberschaft gemacht. Das scheint so verbreitet und gebrĂ€uchlich zu sein, dass kritische Bemerkungen an die Verlage ĂŒberhaupt "net einmal ignoriert" [Karl Valentin] werden.

