Einfluss der räumlichen Nähe von Mobilfunksendeanlagen auf die
Naila Studie
Download Naila Studie
Mit freundlicher Genehmigung des Umwelt-Medizin-Gesellschaft Verlags Bremen.
Alle Copyright Rechte liegen bei dem Verlag .
Stellungnahmen (Kritik) zur Naila Studie
Kritik der Forschungsstiftung Mobilkommunikation
Stellungnahme des Ecolog Institut
Stellungnahme des BfS
Prof. Dr. Rainer Frentzel-Beyme - Die Naila-Studie: Kommentare und Stellungnahmen (Mit freundlicher Genehmigung des Umwelt-Medizin-Gesellschaft Verlags Bremen)
Einfluss der räumlichen
Nähe von Mobilfunksendeanlagen auf die Krebsinzidenz
Horst Eger, Klaus Uwe
Hagen, Birgitt Lucas, Peter Vogel, Helmut Voit
Zusammenfassung
Im Anschluss an die durch den rasanten Anstieg der drahtlosen
Telefonie in den letzten Jahren bedingte zunehmenden
Mobilfunksendeanlagen in oder in unmittelbarer Nähe von
Wohngebieten erfolgte die Aufforderung des Präsidenten des
Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, an alle
Ärzte, aktiv an der Abschätzung des Risikos durch
Mobilfunkstrahlung mitzuarbeiten. Das Ziel dieser Untersuchung war
daher, zu prüfen, ob Anwohner in der Nähe von
Mobilfunksendeanlagen einem erhöhten Risiko für
Neuerkrankungen an bösartigen Tumoren ausgesetzt sind.
Datengrundlage waren PC-gespeicherte und mit den Krankenkassen
abgerechnete Patientenunterlagen der Jahre 1994 bis 2004. In die ohne
Fremdmittel erstellte Studie wurden Angaben von knapp 1.000 Patienten
aus Naila (Oberfranken) unter Wahrung des Datenschutzes aufgenommen.
Als Ergebnis zeigte sich, dass der Anteil von neu aufgetretenen
Krebsfällen bei den Patienten, die während der letzten zehn
Jahre in einem Abstand bis zu 400 Meter um die seit 1993 betriebene
Mobilfunksendeanlage gewohnt hatten, gegenüber weiter entfernt
lebenden Patienten signifikant höher war und die Patienten in
durchschnittlich jüngerem Alter erkrankt waren.
Für die Jahre 1999 bis 2004 - also nach fünf und mehr
Jahren Betriebszeit des Senders - hatte sich das Malignomrisiko für
die näher an der Sendestation lebende Bevölkerungsgruppe im
Vergleich mit der Gruppe im Nailaer Außenbereich verdreifacht.
Summary
Following the call
by Wolfram König, President of the Bundesamt für
Strahlenschutz (Federal Agency for radiation protection), to all
doctors of medicine to collaborate actively in the assessment of the
risk posed by cellular radiation, the aim of our study was to examine
whether people living close to cellular transmitter antennas were
exposed to a heightened risk of taking ill with malignant tumors.
The basis of the
data used for the survey were PC fi1es of the case histories of
patients between the years 1994 and 2004. While adhering to data
protection, the personal data of almost 1.000 patients were evaluated
for this study, which was completed without any external financial
support. It is intended to continue the project in the form of a
register.
The result of the
study shows that the proportion of newly developing cancer cases was
significantly higher among those patients who had lived during the
past ten years at a distance of up to 400 metres from the cellular
transmitter site, which bas been in operation since 1993, compared to
those patients living further away, and that the patients fell ill on
average 8 years earlier .
In the years
1999-2004, i.e. after five years’ operation of the transmitting
installation, the relative risk of getting cancer had trebled for the
residents of the area in the proximity of the installation compared
to the inhabitants of Naila outside the area.
Key words: cellular
radiation, cellular transmitter antennas, malignant tumors
|