h.e.s.e. project
International Network
Home · Kontakt

 
 Prof. Dr. Hecht - Auswirkungen von Elektromagnetischen Feldern

Auswirkungen von Elektromagnetischen Feldern

Eine Recherche russischer Studienergebnisse 1960-1996

Karl Hecht
Kontakt:
Prof. em. Prof. Dr. med.
Karl Hecht
Stress-, Schlaf-, Chrono-,Umwelt-, Raumfahrtmedizin
Büxensteinallee 25
12527 Berlin
Tel. + Fax: 030/674 89 325

Das Bundesinstitut für Telekommunikation (Mainz) beauftragte das von mir geleitete Pathologische Institut der Berliner Charité und danach das Institut für Stressforschung Berlin, in dem ich die Funktion des medizinischen Direktors ausübte, eine Studie der russischsprachigen Fachliteratur vorzunehmen. Wir sahen insgesamt 1.500 Origi-nalarbeiten durch und verwendeten bei der inhaltlichen Zusammenfassung der Studie (HECHT & BALZER 1997) 878 Literaturquellen. Nachfolgendsoll stichwortartig ein Auszug aus dieser Studie vorgelegt werden, ohne uns dabei auf Vollständigkeit berufen zu können. In der einschlägigen Literatur werden russische Originalarbeiten äußerst selten oder gar nicht zitiert. Deshalb möchten wir nachfolgend auf die zahlreichen wissenschaftli chen Ergebnisse die Aufmerksamkeit lenken, um auch diese Erkenntnisse mit in die Betrachtung in westlichen Ländern einbeziehen zu können.

 

1. Einleitung

Biologische Wirkungen von elektromagnetischen Feldern bestehen unbestreitbar (BECKER & MARINO 1982, BECKER 1994, NEITZKE ET AL. 1994, KATALYSE 1994). Auch über Zusammenhänge zwischen elektromagnetischen Feldern und Krankheiten, besonders in bezug auf Leukämie und Krebs (COLEMAN et al. 1984, MIHAM 1982, SAVITZ et al. 1990, SCHREIBER et al. 1993, WRIGHT et al. 1982) liegen Untersuchungsergebnisse vor. Gegenwärtig wird in der Öffentlichkeit die gesundheitsschädigende Wirkung der elektromagnetischen Felder des Handys und insbesondere der Mobilfunksendeanlagen diskutiert. Zahlreiche Studien in verschiedenen Ländern, die gewöhnlich eine Untersuchungszeit von zirka zwei Jahren auswiesen, erbrachten häufig keine überzeugenden Beweise für die gesundheitsschädigende Wirkung.

1.1 Grenzwerte

Grenzwertkonzeptionen in Deutschland gehen gewöhnlich davon aus, dass akute Schädigungen durch hohe elektrische Stromdichten im Körper zu berücksichtigen sind. Bemerkenswert ist, das die in Russland geltende GOST-Norm für Wirkungen von elektromagnetischen Feldern um den Faktor 10 niedriger ist als in den USA und Westeuropa einschließlich Deutschland. Für Deutschland wird die hier übliche großzügige Handhabung plausibel, wenn man weiß, dass die Grenzwertfestlegung durch die Deutsche Elektrotechnische Kommission erfolgt, die keine staatliche Instanz, sondern ein Zusammenschluss von Vertretern "interessierter Kreise" (KRAHN-ZEMBOL 1993, NEITZKE et al. 1994) darstellt. Grenzwerte sind sowieso zweifelhafte Parameter, weil sie z.B. die individuelle Sensibilität gegenüber Einwirkungen, die Dauer der Einwirkungen, psychophysikalische Reaktivität und chronobiologische Gesetzmäßigkeiten nicht berücksichtigen. So gibt es Hinweise auf die Beziehung zwischen Magnetfeldwirkungen und zirkadianen Rhythmen (MOORE-EDE et al. 1992, GROH et al. 1990, WEVER 1994).

1.2 Elektrosensibilität

Der Begriff Elektrosensibilität wird selten gebraucht. Darunter wird verstanden, dass Individuen außerordentlich starke Reaktionen bereits auf schwache elektrische und magnetische Felder zeigen. Mit dieser Problematik haben sich besonders Smith et al. (1989) beschäftigt. In verschiedenen Ländern haben sich Betroffene in Selbsthilfevereinen für Elektrosensible zusammengeschlossen. In Deutschland sollen ca. 200.000 (= 0,2% der Bevölkerung) elektrosensibel sein (KATALYSE 1994). Wir selbst fanden Beziehungen zwischen Elektrosensibilität und Schlafstörungen. Wir stießen auf diese Problematik als wir feststellten, dass Schlafgestörte, die in der Nähe von Funkanlagen wohnten, in unserem Schlaflabor in der Berliner Charité, das gleichsam ein Faraday-Käfig war, trotz Verkabelung und Elektroden bestens schliefen. Gewöhnlich schlafen Patienten im Schlaflabor schlechter als zu Hause. Sobald diese Patienten sich wieder in ihrer Wohnung befanden, war der Schlaf wieder gestört. Patienten, die aus dieser Wohnung in eine Gegend ....

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 222

.... ohne Funkanlagen zogen, verloren ihre Schlafstörungen.

1.3 Elektrosensible Schlafgestörte (Insomniker)

Auf Grund dessen bezogen wir in die Anamnese von Schlafstörungen Fragen nach dem möglichen Einfluss von elektromagnetischen Felder (Wohnelektrik, Hochspannungsleitungen, Funkanlagen), sowie mögliche Elektrosensibilität mit ein und sammelten die Fälle, bei denen es derartige Zusammenhänge gab. Von 305 schlafgestörten Patienten (Insomnie) fanden wir bei 36 Beziehungen zwischen Schlafstörungen und Einfluss von elektromagnetischen Feldern. Diese Elektrosensibilität äußerte sich gegenüber verschiedenen Quellen, z.B. Funkeinrichtungen in der Nähe der Wohnung, Elektroinstallationen im Schlafzimmer, bei Funktaxifahrten und bei Störungen geomagnetischer Felder durch ,,Sonnenstürme". Die Patienten wiesen alle folgende Symptome neben der Schlafproblematik auf: Niedriger Blutdruck, Neigung zu depressiver Stimmung, zeitweilige Motivationsarmut, Wetterfühligkeit, Störung der biologischen Zeitstruktur, z.B. Phasenverschiebung des zirkadianen Rhythmus und Desynchronose.

1.4 Studie der russischen Fachliteratur 1960-1996

Leider war es uns aus finanziellen Gründen nicht möglich, diese Fragen weiter zu verfolgen. Aber es gab einen anderen glücklichen Umstand, die Thematik ,,elektromagnetische Felder und Gesundheit" weiter zu bearbeiten. Das Bundesinstitut für Telekommunikation (Mainz) beauftragte zunächst das von mir geleitete Pathologische Institut der Berliner Charité und danach das Institut für Stressforschung Berlin, in dem ich die Funktion des medizinischen Direktors ausübte, eine Studie der russischsprachigen Fachliteratur vorzunehmen. Wir sahen insgesamt 1.500 Originalarbeiten durch und verwendeten bei der inhaltlichen Zusammenfassung der Studie (HECHT & BALZER 1997) 878 Literaturquellen. Nachfolgend soll stichwortartig ein Auszug aus dieser Studie vorgelegt werden, ohne uns dabei auf Vollständigkeit berufen zu können. Bemerkenswert ist noch, dass die Zusammenfassung dieser Studie, die in deutscher Sprache vorliegt, bereits in Australien, Kanada, Mexiko und den USA Interesse gefunden hat. So wie in den genannten Ländern, findet man auch in der deutschen einschlägigen Literatur russische Original arbeiten äußerst selten oder gar nicht zitiert. Deshalb möchten wir nachfolgend die Aufmerksamkeit auf die zahlreichen wissenschaftlichen Ergebnisse lenken, um auch diese Erkenntnisse mit in die Betrachtung in westlichen Ländern einbeziehen zu können. Erwähnt werden sollte noch, dass in der früheren Sowjetunion und in den jetzigen GUS-Staaten funktionellen Veränderungen und Langzeitstudien große Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

2. Ausgewählte Studienergebnisse der einschlägigen russischen Fachliteratur von 1960-1996

2.1 Klinische und arbeitshygienische Aspekte der EMF (Elektromagnetische Felder) - Langzeitwirkungen

2.1.1 Allgemeines

Es handelt sich hierbei größtenteils um betriebsärztliche Untersuchungen größeren Ausmaßes, im Sinne von Langzeitfeldstudien. In diesem Betrachtungskomplex wurden insgesamt ca. 60 Arbeiten (1960-1985) einbezogen. In 23 davon waren Angaben über die Zahl der Untersuchten. Insgesamt: 3.549 Patienten und 477 Gesunde als Kontrollen. In den anderen Arbeiten waren die Zahlenangaben unbestimmt, z.B. war als Angabe mehrere 1.000 Personen oder Patienten zu finden. Einwirkungsfaktoren waren vordergründige in der Industrie vorkommende EMF, solche von Radarstationen und von Hochspannungsleitungen. Es wurden kontinuierliche, unterbrochene und in bestimmten Zeitabschnitten (Wochen/Tage) nur zeitweilig einwirkende Bestrahlung unterschieden. Die Langzeitwirkungen wurden von 200 Stunden bis 20 Jahre angegeben. Der größte Teil der Untersuchungen bezog sich auf eine Einwirkungsdauer von > 3 Jahre (Mittelwert ca. 9 Jahre). Das Alter der Patienten erstreckte sich von 26 bis 60 Jahre. Die EMF-Einwirkung lag teilweise um die Grenzwertfestlegungen der UdSSR, aber in manchen Untersuchungen auch um das 5 bis 10fache darüber. Wie den Arbeiten zu entnehmen ist, scheinen die Art der EMF und auch die Grenzwerte bei der Erzeugung chronischer Krankheitssymptome nicht die dominierende Rolle zu spielen, sondern die Einwirkungsdauer in Jahren, wenn die Bestrahlung täglich mehrere Stunden (2-8 Stunden) erfolgte. Kurzzeitige EMF Bestrahlung, von ca. 10 Minuten täglich, hatten auch bei häufigen Wiederholungen keine wesentlichen bioaktiven Effekte.
Als dominierende Symptomatik wird das hypoton ausgerichtete neuro-vegetativ-asthenische Syndrom infolge der Langzeitwirkung der EMF-Wirkungen angegeben (DROGITSCHINA & STADTSCHIKOWA 1964, 1965, 1968, LYSINA et al. 1982, KAPITANENKO 1964, BESDOLNAJA 1987, OWSJANNIKOW 1973, BOJZOW & OSINZEWA 1984, OSIPOW & KALJADA 1968, NIKOLAJEWA 1984).

 

Abkürzungen:
EF= Elektrische(s) Feld(er)
EMF= Elektromagnetische(s) Feld(er)
GOST= Staatliche Norm der Sowjetunion bzw.Russlands
HF= High Frequency(Hochfrequenz)
LF/NF= Low Frequency/Niederfrequenz
SHF= Short High Frequency(Kurze Hochfrequenz)
UHF= Ultra High Frequency(Ultra Kurzfrequenz)

 

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 223

Objektive Befunde

Als wesentliche Symptome der Langzeitwirkungen, meistens ab dem 3. Einwirkungsjahr beginnend und mit den zunehmenden Einwirkungsjahren (häufig als Dienstjahre bezeichnet) an Intensität und Häufigkeit zunehmend, werden u.a. folgende angeführt:
- Neurasthenie, neurotische Symptome
- Arterielle Hypotonie, Bradykardie oder Tachykardie
- Vagotone Verschiebung des Herz-Kreislauf-Systems
- EEG-Veränderungen (Zerfall des Alpha-Rhythmus bei Theta- und vereinzelt Delta-Rhythmus)
- Überfunktion der Schilddrüse
- Potenzstörungen
- Störung im hypothalamischen-hypophysären

Nebennierenrindensystem
- Verdauungsfunktionsstörungen
- Schlafstörungen
- Verlangsamung der Sensormotorik
- Ruhetremor der Finger
- Haarausfall

Subjektive Beschwerden
- Erschöpfung, Mattigkeit
- Konzentrationsschwäche
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl
- Schweißausbrüche
- Spontane Erregbarkeit aus hypotoner Reaktionslage, besonders bei Anforderungen
- Herzschmerzen

(nach Drogitschina und Stadtschikowa 1964)

2.1.2 Befunde nach mehr als 5-jähriger EMF-Einwirkung

Nicht alle Symptome treten bei allen Patienten auf (sind jedenfalls in den einzelnen Arbeiten nicht enthalten). Als Beispiel soll eine Untersuchung von Lysina und Rapoport (1968) angeführt werden:

SHF-Einwirkung > 5 Jahre - 85 Patienten (60 Gesunde als Kontrolle)
Neurozirkulatorische Dystonie
20 Personen
Vagotone vegetative Dystonie
14 Personen
Asthenisches Syndrom
11 Personen
Bradykardie
26 Personen
Tachykardie
8 Personen
Keine Befunde
6 Personen

In den meisten anderen Arbeiten wird als dominierendes Symptom die neurozirkulatorische Dystonie und vagotone Reaktionslage (arterielle Hypotonie mit Bradykardie oder auch Tachykardie) und Verlangsamung der Sensomotorik, die durch Phasen erhöhter Erregbarkeit durchdrungen werden kann, sowie Leistungsabbau der körperlichen und geistigen Prozesse angeführt.

2.1.3 Dauer der Einwirkungen wichtig für die Wirkungen

Es wurden Gruppen von Menschen mit Dienstalter von 1-5, 5-9 und mehr als 10 Jahren untersucht, die unter den Bedingungen der SHF- und HF-Bestrahlung bei ALD (abfallende Leistungsdichte) von 20-60 µW/cm^2 , elektrischer Komponente von 100 V/m, magnetischer Komponente von 3 A/m, arbeiteten.
Die Ergebnisse zeigten, dass es keine oder leicht stimulierende Änderungen im Organismus bei Dienstalter weniger als 5 Jahr gibt. Bei 5-9 jähriger Arbeitspraxis wurden vegetativ-zirkulatorische Dystonie und bei einem Dienstalter von mehr als 10 Jahren verschiedene Störungen des ZNS und anderer Organe festgestellt (TJASHELOWA 1983). Auf grund dieser Ergebnisse werden drei verschiedene Stadien in Abhängigkeit von dem Zeitfaktor unterteilt.

Leichte Veränderungen (1-5 Jahre Einwirkungsdauer): Aktivierung der physiologischen Reaktion bei kurzzeitiger Einwirkung mittlerer Intensität oder der chronischen Wirkung mit niedrigen Intensitäten.

Mittlere Veränderungen (5-10 Jahre Einwirkungsdauer): Anfangsphase der pathologischen Veränderungen.

Schwere Veränderungen (über 10 Jahre Einwirkungsdauer): Als Krankheit eingestuft.

(nach Tjashelowa 1983)

Eine ähnliche Einteilung wurde auch von anderen vertreten (PISKUNOVA & ABRAMOWITSCH-POLJAKOW 1961, DROGITSCHINA & STADTSCHIKOWA 1964, SHUK et al. 1967).

Stadium 1: 3-5 Jahre nach Arbeitsaufnahme unter SHF-Bedingungen. Dabei werden vegetative und asthenische Syndrome beobachtet. Charakteristisch dafür ist die vagotone Reaktionslage vegetativer und Herz-Kreislauf-Reaktionen. Des weiteren Bradykardie, Arrythmie, arterielle Hypotonie, Hautarterienreaktionen auf Histamin.

Im Stadium 2 (weitere Arbeiten unter diesen Bedingungen) ist das astheno-vegetative Syndrom charakteristisch, oft begleitet durch angiodistonische und neurotische Erscheinungen.

Im Stadium 3 werden neurozirkulatorische Dystonie und dienzephalisches Syndrom beobachtet.

Aus den Arbeiten ist weiter zu entnehmen, dass die ersten 3 Jahre Einwirkungsdauer entweder ohne Befund oder mit einer sympathikotonen Reaktionslage gekennzeichnet ist. Vom 3. bis 5. Einwirkungsjahr an vollzieht sich der Umschlag in den vagotonen Bereich. Plechanow (1987) verweist darauf, dass der Ausgangszustand des Biosystems ebenfalls eine Rolle bei der Wirkung von EMF spielt:

,,Wenn infolge endogener oder exogener Prozesse das untersuchte Biosystem in einem Zustand geringer Resistenz gebracht ....

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 224

.... wurde, dann kann in 10-15 % der Veränderungen einzelner Parameter die Normalregulation unterbrochen werden und zusätzliche Feldeinwirkungen können zur Entstehung von pathologischen und sogar tödlichen Ausgängen führen." Die Dauer der Einwirkungen ist offensichtlich ein sehr entscheidender Faktor für die bioaktive bzw. gesundheitsschädigen de Wirkung der EMF.

2.2 EEG bei EMF-Langzeitwirkungen

Nachfolgend werden Beispiele von Untersuchungsbefunden verschiedener Autoren angeführt (BESDOLNAJA 1987, BARANSKY & EDELWEJN 1972, GINSBURG & STADSCHIKOWA 1964, ERMAKOW 1969, ERMAKOW & MURASCHWO 1970, RUBZOWA 1983, STADSCHIKOWA & NIKONOVA 1971, WOLFOWSKAJA et al. 1961, RUBZOWA 1993, STADTSCHIKOWA 1964), die EEG-Untersuchungen bei EMF-Langzeitwirkungen von Patienten, bei denen bereits das vagoton-neurovegetativ-asthenische Syndrom bestand, vornahmen.

- SHF (10 µV/cm^2)
37 männliche Personen, 25-40 Jahre alt, 2-8 Jahre unter Einfluss von SHF
EEG: Veränderungen, Frequenzsenkung: Alpha Ë Theta
Bei 50 % asthenisch-neuro-vegetative Störungen

- SHF (3,5-5 mW/cm^2
Langzeitwirkung (> 5 Jahre)
Zirka 1.000 Personen
EEG: Desynchronisation, Alphazerfall. Bei einem Teil der Untersuchten neurasthenische Störung. Beeinflussung des ARAS im Sinne einer Dämpfung des ZNS (Schläfrigkeit, Müdigkeit).

- Radiowellen (SHF, UHF, HF)
48 Personen, Langzeiteinwirkung
EEG: Mesendienzephale Störungen im Sinne einer neuro-vegetativen Asthenie, bilaterale synchrone paroxysmale Aktivität.

- SHF, 7-14 Jahre Einwirkungsdauer
Zusammenfassung von Ergebnissen der Jahre 1978-1983
Wirkungen von SHF über 100 µW/cm^2
EEG: Veränderungen im Alpharhythmus, Auflösung des Alpharhythmus
Bluthirnschranke: Erhöhung der Permeabilität

- Elektrisches Feld, 50 Hz/f KV/m
Personenzahl und Einwirkungsdauer nicht konkret angegeben. Langzeitwirkung
EEG: Bei sensorischer Stimulierung Verringerung des Alpha-Index
Verringerung der LZ der Alphasynchronisation
Vergrößerung der LZ zur Wiederherstellung der Alphasynchronisation
Desynchronisation des Alpharhythmus

- EEG-Untersuchungen, Langzeitwirkungen
Im Durchschnitt 7 Jahre bei elektrischem Feld 100-150 V/m bis 600-2.500 V/m
101 Frauen: Bei ca. 50 % Veränderungen im EEG im Sinne einer Desynchronisation: Zerfall des Alpharhythmus

- SHF: 80 Arbeiter unter Industriebedingungen
Bei ca. 50 % Veränderungen im EEG in Richtung Theta-Delta-Wellen
Erhöhung der Schilddrüsenfunktion
Vagotone Reaktion, neuro-vegetativ-asthenisches Syndrom

- SHF wenige mW/cm^2 (Gruppe 1), herabgesetzte Leistungsdichte (Gruppe 2)
Tagesschläfrigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit und Reizbarkeit, labiler arterieller Blutdruck in Richtung Hypotonie
EEG: Veränderungen in Richtung Theta-Delta

2.3 Hypoton (vagoton) ausgerichtetes neuro-vegetativ-asthenisches Syndrom

Untersuchungsbeispiele vor allem aus langzeitigen Untersuchungen betriebsärztlicher Tätigkeit. Die Untersuchungen fanden gewöhnlich in jährlichen Intervallen statt.

- SHF über 1.000 Personen
Asthenisierung der Funktionen des zentralen und vegetativen Nervensystems im Sinne von neurotischen Depressionen und einer vagotonen Reaktionslage des vegetativen Systems, Hypofunktion des Blutdrucks, des Blutzuckerspiegels u. a. Umschlag in die vagotone Reaktionslage korreliert mit zunehmender Einwirkungsdauer (ab 3-4 Einwirkungsjahre).

- SHF - Frauen
50 Hz, 1.000-10.000 A/m
Hoher Anteil der Personen mit Ruhetremor (Zunahme mit zunehmender Einwirkungsdauer), Arterieller Hypotonie und vegetativ-kardiovaskulärer Dystonie

- SHF Langzeit-Wirkung
Untersucht wurde eine Gruppe von 244 Personen im Alter von 26-44 Jahren, die längere Zeit unter SHF-Bedingungen gearbeitet haben. Die Patienten klagten über Kopfschmerzen, Erregbarkeit, Weinerlichkeit, Verringerung der Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeitsschwund, Herzbeschwerden,Arm- und Beinbeschwerden, Schläfrigkeit während der Arbeit, Erhöhung der Müdigkeit, Verringerung des Wohlbefindens.
Bei einer Reihe von Patienten wurden trophische Störungen, Haarausfall, Osteoporose und stark verzögerte Heilung von Geschwüren auf der Gesichtshaut festgestellt. Bei Männern: Herabsetzung der Potenz, bei Frauen: Störung des Menstruationszyklus. Nachweis des astheno-vegetativen Syndroms, Neigung zur Hypotonie, Extrasystolen, Zeichen von Vagotonie, Neigung zu Spasmen der Kapillaren, Erhöhung der Retikulozytose auf 1,8 %, Tendenz zur Leukozytose auf 10.500 oder instabile Leukopenie.

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 225

- SHF Langzeitwirkung
100 Personen, Kontrolle 103 Personen <
3 Jahre Einwirkungsdauer: 37 Personen
3-5 Jahre Einwirkungsdauer: 28 Personen
Flussdichte im zulässigen Bereich (33 Personen)
Flussdichte, die periodisch unter dem zulässigen Bereich liegt (67 Personen)
Unabhängig von dieser Dosierung traten bei dem größten Teil und derer, die > 3 Jahre der SHF ausgesetzt waren mit zunehmenden Einwirkungsphasen Symptome auf, die das hypoton-vegetativ asthenische Syndrom charakterisieren, z.B. Bradykardie, arterielle Hypotonie, Müdigkeit u.a.
In den ersten Jahren der Einwirkung von SHF waren keine sichtbaren Symptome nachgewiesen worden.

- SHF Langzeit
14 Männer, 30-45 Jahre, 30 Kontrollen
Neuro-vegetativ-asthenisches Syndrom, vegetative Dystonie mit vagotoner Komponente

- SHF Langzeit bis 1 mW/cm^2 kontinuierlich und periodisch bis 1 mW/cm^2
Einwirkungsdauer 10,8 Jahre
Neuro-vegetativ-asthenisches Syndrom, hypotone vegetative Gefäßdysfunktionen

- SHF Einwirkung > 5 Jahre Einwirkungsdauer
85 Patienten (60 Kontrollen)
Befunde:
Neurozirkulatorische Dystonie
20 Personen
Vegetative Dystonie mit vagotoner Dominanz
14 Personen
Astheno-vegetatives Syndrom
11 Personen
Pulslabilität, Bradykardie
26 Personen
Tachykardie
8 Personen
Keine Befunde
6 Personen

- SHF Einwirkungsdauer > 3 Jahre + Lärm 65-75 dB unter Beleuchtung 50-100 Lux
110 Arbeiter unter Industriebedingungen
Erste Krankheitssymptome zeigten sich nach 3-5 Jahren Einwirkungsdauer
Neuro-vegetative Asthemsie
Subjektiv: Kopfschmerzen, Tachykardien, Haarausfall, Konzentrationsschwäche, Erregbarkeit, Gedächtnisschwäche

(GARKAWI et al. 1984, DROGITSCHINA 1960, DROGITSCHINA & STADTSCHIKOWA 1962, 1964, SHUK et al. 1967, KOLODUB 1984, KOLODUB et al. 1979, PANOW & TJAGIN 1966, PLECHANOW 1984, 1987, PLECHANOW & WEDJUSCHKINA 1966, SOKOLOW & TSCHULINA 1968ab, ABRAMOWITSCH-POLJAKOW et al. 1974, TJASHELOVA 1983, MEDWEDEW 1973, PISKUNOWA & ABRAMOWITSCH-POLJAKOW 1961, RAKITIN 1977, KRYLOW et al. 1982, MOROS 1984, LEJTES & SKURICHINA 1961, LYSINA & RAPOPORT 1968)

2.4 Störungen der Sensomotorik und Motorik

Beispiele von verschiedenen Autoren (WDOWIN & OSINZEWA 1987, KOSLOWSKIJ & TUROWA 1987, BOJENKO 1964, BOJENKO & BUDKO 1964, BOJZOW & OSINZEWA 1984, TICHONTSCHUK et al. 1987):

- SHF führen in Abhängigkeit von der Zahl an Einwirkungsjahren zur Verkürzung der sensomotorischen Reaktionszeiten Verlangsamung der Bewegungsreaktionen bei Differenzierungsaufgaben

- SHF-Langzeiteinwirkung mit Industriefrequenz
(U-Bahn) Steigerung der Erregbarkeit der Bewegung
Reaktionszeitverkürzung

- 14 Arbeiter mit NF-Langzeiteinwirkungen
(Kontrollgruppe n = 13)
Koordination der Motorik und Arbeitsgeschwindigkeit wurde zu Beginn und am Ende der Schicht geprüft.
Beginn der Schicht NF = 53,7 % höher versus Kontrollen
Ende der Schicht NF = 29,2 % höher versus Kontrollen
Die Fehlerquote war bei beiden Gruppen gleich.

- Elektrisches Feld (50Hz, 1.000-10.000 A/m) Langzeiteinwirkung > 5 Jahre
Ruhetremor der Finger; mit zunehmenden Einwirkungsjahren verstärkend
54 Arbeiter mussten neurologischer Behandlung zugeführt werden.

- Höreffekte von Impuls-EMF im SHF-Bereich
Die Entstehung subjektiver Hörempfindungen als unspezifische Reaktion des Organismus ist das Ergebnis der Umwandlung elektromagnetischer Energie in mechanische, in den Geweben des Kopfes. Dazu gibt es aber noch keine einheitlichen Auffassungen.

- Ohrenrauschen bei 200-3.000 MHz ALD 0,4 mW/cm^2
Es wurde festgestellt, dass man für jede Hirnstruktur spezifische Parameter der EMF-Bestrahlung, die für die Effektgewinnung nötig ist, finden kann. Dabei ist nachgewiesen worden, dass bei EMF-Einwirkung von 380-500 MHz und 100 mW/cm^2 auf Probanden Ohrenrauschen, Pulsation im Kopf und Aggressivität gegenüber dem Untersucher auftritt. Die Spezialversuche zeigten, dass die Menschen bei EMF-Modulation verschiedene Töne hören können: Pfeifen, Schnalzen, Klappern, Summen. Diese Töne verschwanden bei Abschirmung der Schläfengegend. Es stellte sich heraus, dass der Frequenzbereich von 200-3.000 MHz und die abfallende Leistungsdicht (ALD) von 0,4 mW/cm^2 für einen Menschen wirkungsstark sind.

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 226

2.5 Herz-Kreislaufsystem

Einige ausgewählte Beispiele zur EMF-Langzeitwirkung auf das Herz-Kreislaufsystem des Menschen.

- SHF-Langzeiteinwirkung und Nachkontrolle
160 Arbeiter und Ingenieure, Wirkung von Industrie-SHF
Unspezifische Wirkung von SHF.
Bleibende Veränderungen des Herz-Kreislaufsystems nach 20-jähriger Einwirkung von SHF am Arbeitsplatz.
Untersuchungen 4-7 Jahre nach Verlassen dieses Arbeitsplatzes ergaben folgende Befunde: Erhöhung der Blutlipide, Myokardischämie und arterielle essentielle Hypertonie.
Schlussfolgerung: SHF führen bei Langzeitwirkungen zur beschleunigten Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen.

- 5-10 Jahre Mikrowelleneinfluss
führt auch zur Veränderung der Hämodynamik des Hirnblutkreislaufs im Sinne einer Hypotonie und Mangeldurchblutung.
- SHF bewirken Entwicklung und Manifestierung einer hypotonen-vegetativ-vaskulären Asthenie innerhalb von 10 Jahren
(73 Männer und 27 Frauen im Alter von 21-40 Jahren) SHF > 5 Jahre (Höhe Dosis 5-10-fach über Höhe Grenzwert)
72 Arbeiter (70% männlich, 30% weiblich) 69% hypotone neuro-vegetativ-kardiovaskuläre Asthenie.

- SHF 1.000-3.000 Stunden Einwirkungsdauer
100 Personen
4 Personen
Hypotonie
5 Personen
Hypertonie
7 Personen
Pulslabilität
33 Personen
Bradykardie

- SHF (10 mW/cm^2) 19 Jahre Einwirkung, 4-7 Jahre, später Nachkontrolle
80 Männer (80 Kontrollen)
Veränderung der Herz-Kreislauffunktion in Richtung vagotoner Reaktionslage (arterielle Hypotonie, Bradykardie)

(MEDWEDEW 1973, 1977, STADTSCHIKOWA et al. 1972, WOLYNSKIJ 1973, DROGITSCHINA et al. 1966)

2.6 Biologische Rhythmen und EMF-Langzeitwirkungen

Ausgewählte Beispiele.

- Radiofrequenzen im Arbeitsbereich
Die Langzeiteinwirkung über 10 Jahre mit EMF im Radiofrequenzbereich führt zu:
Veränderungen der zirkadianen Rhythmen der Körpertemperatur (81 % der Untersuchten)
Veränderungen der zirkadianen Rhythmen der Herzfrequenz (88 % der Untersuchten).
Parasympathische Funktionslagen nehmen mit zunehmendem Dienstalter zu, die möglicherweise die Ursache für die Störungen der zirkadianen Rhythmik sind.

- Zirkadianrhythmischer Verlauf der Katecholaminausschüttung unterscheidet sich bei Langzeitbelastung mit SHF nicht von denen, die unter nicht belasteten Bedingungen leben.

- Langzeitige SHF-Einwirkungen (> 3 Jahre) führen zu Veränderungen in der saisonalen Rhythmik des Verdauungssystems.

- Zirkadiane Reaktionstypen

Untersucht wurden 10 Versuchspersonen im Alter von 23-35 Jahren.
Benutzt wurde Niederfrequenz, Untersuchungsdauer 3 Tage, Zahl der Untersuchungen 3 pro Tag (um 8, 14 und 20 Uhr). EMF wurde am 2. Tag von 10-15 Uhr appliziert. Bewertet wurde mit einer Reihe psychologischer Tests.

Aussagen:
Mit einer Verringerung der Arbeitsfähigkeit während EMF-Einwirkung reagierten 20% der Untersuchten. Mit einer Erhöhung reagierten 60% in 3 verschiedenen Varianten:
1.: 40% der Untersuchten zeigten ein Abklingen der erhöhten Arbeitsfähigkeit zum Abend auf das Ausgangsniveau von EMF-Einfluss.
2.: 10% zeigten weitere Verbesserung.
3.: 10% zeigten keine Veränderung.
Generell ohne Veränderung blieben 20% der Untersuchten.

Bezüglich der Arbeitsfähigkeit wurden bestimmt:
40% Morgentypen, 20% Abendtypen und 40% indifferente Typen.
Der Abendtyp stimmt vollständig überein mit der 1. Gruppe (Verringerung der Arbeitsfähigkeit). Der Morgentyp enthält den wesentlichen Teil der 2. Gruppe. Die Indifferenztypen gehören entweder zur 3. oder 2. Gruppe.

- Messungen des konstanten elektrischen Feldes des Menschen führten zu saisonabhängigen Veränderungen der Differenz der elektrischen Potentiale (DFP) zwischen Hals und distalen Enden der Extremitäten
Herbst-Winter-Verschiebung in den Bereich der positiven Werte
Frühling-Sommer-Verschiebung in den Bereich der negativen Werte

- Über die Wirkung von atmosphärischer Elektrizität auf den Organismus eines Menschen
Im Zusammenhang mit Untersuchungen der Sonnenaktivität wurde festgestellt, dass die Häufigkeit der Sterberate zwischen 4-10 Uhr liegt, wenn die Ladungsdichte der atmosphärischen Luft ihr Maximum hat und zwischen 19-20 Uhr, wenn das Minimum erreicht wird. Die Arbeitsfähigkeit des Menschen ist phasenverschoben. Sie erreicht

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 227

ihr Maximum zwischen 10-12 Uhr, das Minimum gegen 14 Uhr und ein weiteres Maximum gegen 16-18 Uhr. Biosysteme des Menschen beginnen ihre Arbeitsfähigkeit bei einem Schwellenwert der Ladungsdichte und werden zerstört, wenn der Wert der Ladungsdichte in der doppelschichtigen Membran den Durchbruchswert erreicht. Die Ladungsdichte erreicht in der Atmosphäre im Mittel 3x10 -11 C/m^3.
Bedeutende Abweichungen davon führen zur Zerstörung der Impulsübertragung in den transmembranen Ketten.

(SAZEPINA et al. 1980, CHISAMKEEW & KUPZOW 1982, KALJADA 1987, KOLESNIK et al. 1967, KOLESNIK 1968, PAWLOWA & DROGITSCHINA 1964, ROMANOW et al. 1980)

2.7 Tierexperimente

Nachfolgend sollen aus der Vielzahl der vorliegenden Tierexperimente wesentliche Ergebnisse zusammengefasst werden. Literaturquellen dazu können vom Autor zur Verfügung gestellt werden.

Nervensystem
Untersuchungen an verschiedenen Tieren (vor allem Ratten und Kaninchen, aber auch Meerschweinchen, Katzen und Hunde, seltener Nutztiere (Rinder) und Nichtsäugetiere (Frösche, Schnecken u.a.) zur bioaktiven Wirkung von EMF (NF, HF, SHF am häufigsten) auf zentrale und periphere Nervenprozesse, vor allem auf
- elektrophysiologische (EEG) Prozesse,
- Transmitter (Hormone),
- Lernen, Gedächtnisverhalten, bedingt-reflektorische Reaktionen,
- Erregungsleitung,
- Reaktionsgeschwindigkeiten,
- sensorische, sensomotorische, motorische Funktionen, pharmakologisch stimulierte Prozesse, Synapsenfunktionen und neuronale Prozesse
ergaben folgendes Bild von Ergebnissen, die als repräsentativ anzusehen sind und für den Spezialisten auch nachvollziehbar und reproduzierbar sind.
Alle angewendeten EMF und EF riefen in Abhängigkeit von einer Reihe Faktoren wie
- Dauer der Einwirkung,
- individuelle Empfindlichkeit,
- Art der EMF,
- Dosierung u. a.
vorwiegend eine unspezifische Stress-Reaktion im Sinne von Hans Selye hervor.

Die biologische Wirkung von SHF hängt von der Wellenlänge (bei gleicher Dosierung) ab:
mm-Wellen rufen geringe biologische aktive Wirkungen hervor. Die stärksten biologischen aktiven Wirkungen werden von m-Wellen hervorgerufen. Des weiteren ergeben sich folgende zeitliche Abhängigkeiten für Wirkungsdauer und Wellenlänge bezüglich der biologischen aktiven Wirkungen. Um eine biologisch aktive Wirkung zu erzielen, benötigen m-Wellen eine kurze Einwirkungsdauer, mm-Wellen dagegen eine sehr lange Einwirkungsdauer (siehe Abb. 1).

Bezüglich der biologisch aktiven Wirkung wurden auch im Tierexperiment verschiedene Reaktionsphasen gefunden und klassifiziert

1. Phase:
- übermäßige Erregung, Stress oder
- stimulierende, leistungsfördernde (bei kurzen Einwirkungsdauern 5-30 Min./tägl. oder
- therapeutische Effekte (bei Einwirkungsdauern 5-30 Min./tägl.)
Diese Effekte können sowohl bei einmaligen, als auch bei mehrmaligen oder sogar häufig täglich sich wiederholenden Einwirkungen festgestellt werden.

2. Phase:
Umschlag in eine hypotone bzw. vagotone Reaktionslage oder (bezogen auf die in der UdSSR gebräuchliche Pawlow'sche Terminologie) in die zentralnervösen Hemmungsprozesse. Hierbei werden Subphasen, die mit der zeitlichen Einwirkungsdauer progressiv verlaufen, verifiziert.

3. Phase:
Phase der Überlastungshemmung (Schutzfunktion nach I. P. Pawlow)

4. Phase:
Phase der Erschöpfung der Erregungsprozesse (chronischer hypotoner, in den Reaktionen verlangsamter Zustand)

5. Phase:
Phase der Erschöpfung der Erregungs- und Hemmungsprozesse. Allgemeines Erschöpfungssyndrom im Sinne einer Neuroasthenie, vergleichbar mit Symptomen des ,,CFS" oder des ,,Burnout".

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 228

biologische Aktivität Wellenlänge mm cm dm m Einwirkungsdauer kurze Zeit lange Zeit

Abb. 1: Zum Verhältnis von Wellenlänge, biologische Wirkung und Einwirkungsdauer (schematische, vereinfachte Darstellung)

Generell kann aus den analysierten Ergebnissen der Tierexperimente eingeschätzt werden, dass die Dauer der Einwirkung den maßgeblichsten Faktor für biologisch aktive Wirkungen von EMF bzw. EF darstellt. Diese kann beeinflusst werden von der
- individuellen Empfindlichkeit bzw. Reaktionslage des biologischen Wesens
- Art des EMF
- Dosierung des EMF
Dabei können drei verschiedene mittlere Zeitdauer-abschnitte, vor allem bezüglich Ratten und Kaninchen und auch in eingeschränkter Weise (weil weniger Experimente) für Katzen und Hunde gültig, unterschieden werden.

Diese Ergebnisse von Untersuchungen an Mensch und Tier zeigen sehr ähnliche Effekte.

Schlußfolgerung

Abschließend kann eingeschätzt werden, dass das EMF als ein stiller Disstressor bewertet werden kann, dessen bioaktiver Effekt von verschiedenen Faktoren abhängig ist und dessen pathogene Wirkung erst nach Jahren sichtbar wird. Bezüglich des Symptomatik bestehen Ähnlichkeiten mit dem Chronischen Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrom CFS).

Nachweise

ABRAMOWITSCH-POLJAKOW, D. K., A. I. KLEINER, F. A. KOLODUB; et al. (1974): Klinitscheskaja charakteristika wosdejstwija elektromagnit nych polej pri kontaktnoj elektroswarke. Klinische Charakteristik der EMB-Einwirkung (EMB - elektromagnetische Bestrahlung) während des Widerstandsschweißens. Wratschabnoje delo 4, S. 106
ASABSEW, L. T. SCH., T. JU. BONTSCHKOWSKAJA & I. G. SHAGALLO (1972): Isutschenie reakzli zentrainoj nerwnoj sistemy shiwotnych na dejstwie EMP SWTSCH malych intensiwnostej. Die Untersuchung der Reaktion des zentralen Nervensystems von Tieren auf die Wirkung SHF-EMF mit geringer Intensität. Gigiena truda i biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych woin radiotschastot. Wses. Simposim 17-19, oktjabrja, S. 48
BARANSKI, S. & S. EDELWEJN (1972): Issledowanie wlijanija mikrowoln na nerwnuju sistemu. Die Untersuchung der Wirkung von Mikrowellen auf das Nervensystem. Gigiena truda i biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych woin radiotschastot, S. 31
BECKER, R. O. & A. M MARINO (1982): Electromagnetism and Life. State University of New York Press, Albany
BECKER, R. O. (1994): Heilkraft und Gefahren der Elektrizität. Scherz Verlag - Neue Wissenschaft, Berlin, München, Wien
BESDOLNAJA, I. S. (1987): Biologitscheskoe dejstwie I kriteril ozenki funkzionalnogo sostojanija ZNS tscheloweka pri giglenitscheskoj regla-mentazii elektritscheskogo polja promyschiennoj tschastoty 50 Gz. Die biologische Wirkung und Bewertungskriterien des funktionellen Zustands des ZNS eines Menschen bei hygienischem Standard des elektrischen Felds mit einer Industriefrequenz von 50 Hz. Simposium Mechanismy biologitscheskogo dejstwija elektromagnitnych Istutschenij Tesisy dokladow, Puschtschino, S. 169
BOJENKO, I. D. (1964): Physiologische Einwirkungseffekte von elektromagnetischen Schwingungen der Ton- und Radiofrequenzbereiche auf den Organismus. Veröffentlichungen der Woronesher Abteilung der Pawlow-UPG 7
BOJENKO, I. D. & L. N. BUDKO (1964): Interozeptiwnye rasdrashenija kak faktor, ismenjajuschtschij otnoschenie organisma k wosdejstwiju energii elektromagnitnych kolebanij swukowogo i radiotschastotnogo spektra. Interrozeptive Reizung als Faktor, der das Verhältnis des Organismus zur Einwirkung der EMF-Energie (EMF - elektromagnetisches Feld) des Schall- und Radiofrequenzbereichs verändert. Einige Fragen von Physiologie und Biophysik. Veröffentlichungen der Woronesher Abteilung von Pawlow-WFO 78
BOJZOW, W. W. & T. P. OSINZEWA (1984): Erregbarkeitsindex der Bewegungszentren von Personen mit verschiedener Dauer der Berufstätigkeit. In: EMFIF-Einwirkungsbedingungen (EMFIF- elektromagnetisches Feld der Industriefrequenz). Biologische Mechanismen und Wirkungsphänomene von Niederfrequenz- und statistischen EMF auf die lebenden Systeme. TGU: Tomsk, S. 98
CHISAMBEEW, SCH. R., G. M. KUPZOW, SDRAWOOCHRANENIJA SSSR (1982): Kusnezowa IW/Ministerstwo, SSSR Institut mediko-biologit-scheskich problem MS, Ziolkowskogo. Gosudarstwennyj musej istorii kosmonawtiki imKE. Issledowanie psichitscheskoj rabotosposobnosti operatora w uslowijach wosdejstwija niskotschastotnych elektromagnitnych polej. Kosmitscheskaja biologija i awiakosmitscheskaja medizina, Vll wsesojusnaja konferenzija po kosmitscheskoj biologii i awiakosmitscheskoj. Medizinische Untersuchung der psychischen Arbeitsfähigkeit eines Operators unter den Bedingungen der Einwirkung niederfrequenter elektromagnetischer Felder. Kosmische Biologie und Weltraummedizin VII. Allunionskonferenz zur kosmischen Biologie und Weltraummedizin, Kaluga. Vo. 2, S. 24
COLEMAN, M. P., C. M. J. BELL, H.-L. TAYLOR & J. M. PRIMIC-ZAKEL (1989): Leukämia and residence near electricity transmission equipment: A case control study. Br. J. Cancer 60, S. 793-798
DROGITSCHINA, E. A. (1960): K klinike chronitscheskogo wosdejstwia SWTCH na organism tscheloweka. Zum klinischen Verlauf der chronischen Wirkung von SHF auf den Organismus des Menschen. Trudy Instituta gigieny truda i profsabolewanij AMN SSR, S. 23
DROGITSCHINA, E. A. & M. N. SADTSCHIKOWA (1962): Nekotorye klinitscheskie projawienija chronitscheskogo wosdejstwija santimetrowych woin. Einige klinische Erscheinungen bei Langzeiteinwirkung von cm-Wellen. Gigiena truda i professionalaye sabolewanija 1, S. 28
DROGITSCHINA, E. A. & M. N. SADTSCHIKOWA (1964): Klinitscheskie sindromy pri wosdejstwii raslitschnych diapasonow radiotschastot. Klinische Syndrome bei der Wirkung von unterschiedlichen Radiofrequenzbereichen. O biologitscheskom wosdejstwii biologitscheskich polej radiotschastot 2, S. 105
DROGITSCHINA, E. A.; M. N. SADTSCHIKOWA (1965): Klinitscheskie sindromy pri wosdejstwli raslitschnych diapasonow radiotschastot. Klinische Syndrome bei Einwirkung verschiedener Bereiche von Radiowellen. Gigiena truda i professionalnye sabolewanija 1, S. 17
DROGITSCHINA, E. A., N. M. KONTSCHALOWSKAJA, K. W. GLOTOWA et al. (1966): K woprosu o wegetatiwnych i serdetschno-sosudistych naruschenijach pri chronitscheskorn wosdejstwij elektromagnitnych polej swerchwysokich tschastot. Zu Fragen vegetativer und Herz-Kreislauf-Störungen bei Langzeiteinwirkung elektromagnetischer Felder mit Superhochfrequenz. Gigiena truda i profsabotewanija 7, S. 13
DROGITSCHINA, E. A. & M. N. SADTSCHIKOWA (1968): K klassifikazii klinitscheskich sindromow pri chronitscheskom woddejstwil elektromagnitnych polej diapasona radiotschastot. Zur Klassifizierung der klinischen Syndrome bei chronischer Einwirkung von elektromagnetischen Feldern im Radiofrequenzbereich. Gigiena truda i biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych woin radiotschastot 2, S. 42
ERMAKOW, E. W. (1969): O mechanisme wosniknowenija asteno-wege-tatiwnych naruschenij pri chronitscheskom wosdejstwil SWTSCH polja. Über den Mechanismus der Entstehung von asthenisch-vegetativen Störungen bei chronischer Wirkung eines SHF-Felds. Wojenno-medizinskij shurnal. 3, S. 42
ERMAKOW, E. W. & B. F. MURASCHWO (1970): K patogenesu nejroen-

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 229

dokrinnych naruschenij pri dliteinom wosdejstwii elektromagnitnogo polja swerchwysokoj tschastoty. Zur Pathogenese neuroendokriner Störungen bei langandauernder Einwirkung eines elektromagnetischen Feldes im SHF-Bereich. Sowetskaja medizina 9, S. 136
GARKAWI, L. CH., E. B. KWAKINA & E. P. KOROBEJNIKOW et al. (1984): Ismenenie adaptazionnych reakzij organisma l ego resistentnosti pod wlijaniem elektromagnitnych polej. Die Veränderung der Anpassungsreaktionen des Organismus und seiner Widerstandsfähigkeit unter dem Einfluss von elektromagnetischen Feldern. Elektromagnitnye polja w biosfere T2, Biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych polej, S. 46
GINSBURG, D. A. & M. N. SADTSCHIKOWA (1964): Ismenenija elektroenzeialogrammy pri chronitscheskom wosdejstwil radiowoln. Die Veränderungen des Elektroenzephalogramms bei Langzeiteinwirkung von Radiowellen. O biologitscheskom dejstwii elektromagnitnych polej radiotschasiot, S. 126
GROH, K. R., M. A. READY & C. H. EHRET (1990): Chronobiological effects of electric fields. In: Welson et al., S. 47-86
HECHT, K. & H.-U. BALZER (1997): Biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder im Frequenzbereich 0 bis 3 GHz auf den Menschen. Im Auftrag des Bundesinstituts für Telekommunikation. Auftrag Nr. 4231/630402. Inhaltliche Zusammenfassung einer Studie der russischsprachigen Literatur von 1960 - 1996
KALJADA, T. W. (1987): Osobennosti funktionalnych ismenenij neko-torych sistem organisma tscheloweka pri kontakte s elektromagnitnymi isiutschenijami radiotschastot. Die Besonderheiten der funktionellen Veränderungen einiger Systeme des menschlichen Organismus beim Kontakt mit elektromagnetischen Strahlungen im Radiofrequenzbereich. Simposium Mechanismy biologitscheskogo dejstwija elektromagnitnych islutschenij Tesisy dokladow, Puschtschino, S. 139
KAPITANENKO, A. M. (1964): Klinitscheskie projawlenija sabolewanija i letschebnye meroprijatija pri chronitscheskom wosdejstwij SWTSCH poija. Klinische Erscheinungen der Erkrankung und leilende Maßnahmen bei chronischer Wirkung eines SHF-Feldes. Wojenno-medizinskij Shurnal 10, S. 19
KATALYSE e.V. (1994): Elektrosmog: Gesundheitsrisiken, Grenzwerte, Verbraucherschutz. Verlag C. F. Müller, Heidelberg
KOLESNIK, F. A., W. M. MALYSCHEW & B. F. MURASCHOW (1967): O naruschenijach endokrinnoj sistemy pri chronitscheskom wosdejstwil SWTSCH polja. Über Störungen des endokrinen Systems bei chronischer Wirkung eines SHF-Felds. Wojenno-medizinskij shurnal 7, S. 39
KOLESNIK, F. A. (1968): Funkzionalnoe sostojanie sheludka i kischetschnika u liz, rabotajuschtschich w uslowijach wosdejstwija SWTSCH-polja. Der funktionelle Zustand des Magens und Darmes bei Personen, die unter Bedingungen der Einwirkung eines SHF-Feldes tätig sind. Gigienda truda i biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych polej, S.75
KOLODUB, F. A., I. N. SINIZA & O. N. TSCHERNYSCHEWA (1979): Roi tiredoldnych gormonow w mechanisme rasobschtschajuschtschego dejstwija elektromagnitnyh polej na prozessy okislitelnogo fosforilirowanija w golownom mosgu i petscheni krys. Die Rolle der Schilddrüsenhormone im Mechanismus der Trennungswirkung von elektromagnetischen Feldern auf die Prozesse der Oxydationsphosphorylierung im Hirn und der Leber von Ratten. 4-J Wsesojusnyl biochimitschesklj sjesd 2, S. 101
KOLODUB, W. A. (1984): Dejstwio elektromagnitnych polej raslitschnych tschastotnych diapasonow na metalolism i fermentnye sistemy organisma. Die Wirkung von elektromagnetischen Feldern unterschiedlicher Frequenzbereiche auf den Metabolismus und die Fermentsysteme des Organismus. Elektromagnitnye polja w blosfere T2, Biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych polej, S. 115
KOSLOWSKIJ, W. A. & T. F. TUROWA (1987): Pokasatell koordinimetrii u rabotnikow, kontaktirujuschtschisch s peremennymi elektromagnitnymi poljami promyschiennoj tschastoty. Kriterien der Koordinometrie bei Arbeitern, die mit elektromagnetischen Wechselfeldern mit Industriefrequenz in Kontakt kommen. Simposium Mechanismy biologitscheskogo dejstwija elektromagnitnych islutschenij Teslsy dokledow, Puschtschino, S. 148
KRAHN-ZEMBOL (1993): Rechtsschutz vor Gesundheitsgefährdungen durch elektromagnetische Strahlungsfelder. Zeitschrift für Umweltrecht, ZUR 03, S. 114
KRYLOW, O. A., M. S. GOLINSKAJA, S. M. SUBKOWA et al. (1982): Osobennosti somatitscheskich i wegetatiwnych reakzij organisma na dejstwie dezimetrowych woin. Besonderheiten somatischer und vegetativer Reaktionen des Organismus auf die Wirkung von Dezimeterwellen. Biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych polej Wsesojusnyj simposium Tesisy dokladow, Puschtschino, S. 38
LEJTES, F. I. & L. A. SKURISCHINA (1961): Wlijanie mikrowoin na gormonalnuju aktiwnost kory nadpotschetschnikow. Die Wirkung von Mikrowellen auf die hormonelle Aktivität der Nebennierenrinde. Bjulieten eksperimentalnoj biologii i mediziny 52/12, S. 47
LYSINA, G. G. & M. B. RAPOPORT (1968): K woprosu o reguijazli gemodinamiki pri wosdejstwii elektromagnitnych radlowein SWTSCH (Klinikoeksperimentainoe issledowanie). Zur Frage der Regulierung der Hämodynamik bei Wirkung von elektromagnetischen Radiowellen im SHF-Bereich (klinisch-experimentelle Untersuchung). Gigiena truda i biologitscheskoe dejsiwie elektromagnitnych woin radiotschastot Sb materialwo 3-go. Wsesojusnogo simposiuma, S. 108
LYSINA, G. G., E. P. KRASNJUK & A. O. NAWAKATIKJAN et al. (1982): O doklinitscheskich projewienljach sotschetannogo llijanija elektromagnitonoj tenergli SWTSCH i swinza w uslowijach prolswodstwa. Über präklinische Erscheinungen des Zusammenwirkens von elektromagenetischer SHF-Energie und Blei unter Produktionsbedingungen. Wsesojusnyj simposium Biologitscheskoje dejstwie elektromagnitnych polej Teslsy doktadow, Puschtschino, S. 134
MEDWEDEW, W. P. (1973): Sabolewanija serdetschno-sosudistoj sistemy u liz, podwergawschichsja w proschiom woskejstwiju elektromagnitnogo polja SWTSCH. Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems bei Personen, die in der Vergangenheit EMF im SHF-Bereich unterlagen. Gigiena truda i professionalnye sabolewanija 3, S. 6
MEDWEDEW, W. P. (1977): Serdetschno-sosudistaje sistema tscheloweka pri wosdejstwil elektromagnitnogo polja swerchwysokich ichastot. Das Herz-Kreislauffystem des Menschen bei Einwirkungen elektromagnetischer Felder des SHF-Bereichs. Gigiena truda i profsabolewanija 1, S. 18
MIHAM, S. (1982): Mortality from leukaemia in workers exposed to electrical and magnetic fields. N. Engl. J. Med. 307, S. 249
MOORE-EDE, M. C., S. S. CAMPBELL & R. J. REITER (1992): Electromagnetic Fields and Circadian Rhythmicity. Birkhäuser, Boston
MOROS, W. W. (1984): Funkzionaljoje sostojanie glpofisamo-nedpoischetschnikowoj sistemy pri dejstwii niskotschastolnogo premennogo magnitnogo polja. Funktioneller Zustand des hypophysären Nebennierensystems bei Einwirkung von variablem magnetischen Niederfrequenzfeld. Biologische Mechanismen und Einwirkungsphänomene von Niederfrequenz- und statischem EMF auf die lebenden Systeme. Tomsk TGU, S. 34
NEITZKE, H.-P., J. VAN CAPELLE, K. DEPNER, K. EDELER & T. HANISCH (1994): Risiko Elektrosmog? Birkhauser Verlag, Basel, Boston, Berlin
NIKOLAJEWA, L. A. (1982): Ismenenie spektra gormonow krowi pod wlijaniem mikrowoln santimetrowogo diapasona. Veränderungen des Spektrums der Bluthormone unter dem Einfluss von Mikrowellen im Zentimeterbereich. Biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych polej Wsesojusnyj simposium Tesisy dokladow, Puschtschino, S. 23
OSIPOW, J. A. & T. W. KALJADA (1968): Wlijanie UWTSCH elektromagnitnogo polja netermogennoj intensiwnosti na funkzionalnoe sostojanie organisma rabotajuschtschich. UHF-EMF-Einwirkung (UHF - Ultrahochfrequenz; EMF - elektromagnetisches Feld) der nichtthermischen Intensität auf den funktionellen Zustand des Organismus bei den arbeitenden Menschen. Fragen der Arbeitshygiene und EMF Einwirkung auf den menschlichen Organismus. Veröffentlichungssammlung L., S. 56
OWSJANNIKOW, W. A. (1973): Nekotorye gigienitscheskie woprosy wlijanija elektromagnitnych polej na organism tscheloweka. Einige gygienische Fragen der Wirdung von elektromagnetischen Feldern auf den Organismus des Menschen. Wlijanie elektromagnitnych polej na biologitscheskie objekty 53, S. 63

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 230

PANOW, A. G. & N. W. TJAGIN (1966): Simptomatologija, klassifikazija i ekspertisa posledstwij wosdejstwija SWTSCH polja na orgnism tscheloweka. Symptomatologie, Klassifizierung und Expertise zu Folgen der Wirkung eines SHF-Feldes auf den Organismus eines Menschen. Wojenno-medizinskij shumal 9, S. 13
PAWLOWA, I. W., E. A. DROGITSCHINA et al. (1968): Bioschimitscheskie ismenenija pri chronitscheskom wosdejstwii elektromagnitnych polej swerchwysokich tschastot. Biochemische Veränderungen bei Lagzheitwirkung von SHF-EMF. Gigiene truda i biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych wion radiotschastot, S. 124
PLECHANOW, G. F. & W. W. WEDJUSCHKINA (1966): Wyrabotka sosudistogo usliwnogo refleksa u tscheloweka na ismenenie naprjashennosti elektromagnitnogo polja wysokoj tschastoty. Die Herausbildung eines bedingten Gefäßreflexes beim Menschen bei Veränderung der Feldstärke eines elektromagnetischen Feldes mit hoher Frequenz. Shurnal wysschej nerwnoj dejatelnosti im IP Pawlowa 16/1, S. 34
PLECHANOW, G. F. (1984): Tri urownja mechanismow biologitscheskogo dejstwija niskotschastotnych elektromagnitnych polej. Drei Ebenen von Mechanismen der biologischen Wirkung von niederfrequenten elektromagnetischen Feldern. Biologitscheskie mechanismy i fenomeny dejslwija niskotschastotnych i statitscheskich elektromagnitnych polej na shiwya sistemy (Materialy wsesojusnogo simposiuma Tomsk, 14-16 sent 1982); S. 3
PLECHANOW, G. F. (1987): Osnownye sakonomernosti biologitscheskogo dejstwija niskotschastotnych elektrischeskich polej na obekty biozenosow. Die wichtigsten Gesetzmäßigkeiten der biologischen Wirkung von niederfrequenten elektrischen Feldern auf die Biozönose von Objekten. Simposium Mechanismy biologitscheskogo dejstwija elektromagnitnych islutschenij Teslsy doktadow, S. 103
PISKUNOWA, W. G. & D. K. ABRAMOWITSCH-POLJAKOW (1961): O swoeobrasnom porashenii nerwno-endokrinnoj sfery pri wosdejstwil tokow wysokoj tschastoty. Über eine eigenartige Störung des nervalendokrinen Systems bei Einwirkung von Strömen hoher Frequenz. Wratschebnoje delo 3, S. 121
RAKITIN, I. A. (1977): Klinitscheskie nabljudenija sa sostojaniem sdorowja shenschtschin, rabotajuschtschich w uslowijach dejstwija radiowoln. Klinische Beobachtung des Gesundheitszustands von Frauen, die unter Einwirkung von Radiowellen arbeiten. Truky Leningradskogo sanitarno-gigienitscheskogo medizinskogo instituta Faktory wneschnej sredy i tschelowek 116, S. 31
ROMANOW, JU. A., S. A. TSCHEPURNOW, KLEWESAI et al. (1980): Biologitscheskie ritmy i solnetschnaja aktivnost/Problemy kosmitscheskoj biologli. Die biologischen Rhythmen und die Sonnenaktivität. Probleme der kosmischen Biologie. Vol. 41/8, Moskwa, Nauka, S. 289
RUBZOWA, N. B. (1983): Sowremonnye dannye o wlijanii mikrowolnowych wosdejstwij na funkzionalnce sostojanie nerwnoj sistemy. Aktuelle Angaben über die Wirkung von Mikrowellen auf den junktionelen Zustand des Nervensystems. Gigienitscheskaja ozenka i biologitscheskoe dejstwie prerywistych mikrowolnowych oblutschenij. S. 56
RUBZOWA, N. B. (1993):Sostojanie elektritscheskoj aktiwnosti golownogo mosga tscheloweka pri tokalnom MKW oblutschenii kistej ruk. Der Zustand der elektrischen Aktivität des Gehirns des Menschen bei lokaler Mikrowellenbestrahlung der Handballen. Simposium Mechanismy biologitscheskogo dejstwija elektromagnitnych istutschenij Tesisy dokladow Puschtschino, S. 144
SADTSCHIKOWA, M. N. (1964): Klinika ismonenij nerwnoj sistemy, wyswannych wosdejstwiem radiowein raslitschnych diapasonow. Das klinische Bild der Veränderungen des Nervensystems, die durch die Wirkung von Radiowellen unterschiedlicher Frequenzbereiche hervor gerufen wurden. O biologitscheskom dejstwlii elektromagnitnych polej rakiotschastol, S. 110
SADTSCHIKOWA, M. N. & K. W. NIKONOWA (1971): Srawniteinaja ozenka sostojanija sdorowja rabotajuschtschich w uslowijach wosdejstwija mikrowoln raslitschnych Intensiwnostej. Vergleichsbeurteilung des Gesundheitszustands der in den Bedingungen der Mikrowelleneinwirkung verschiedener Intensitäten arbeitenden Menschen. Gigiena truda i profsabolewanika 9, S. 10
SADTSCHIKOWA, M. N., W. G. OSLPOWA & S. N. DURNEWA (1972): Nekotorye dannye o mosgowom i periferitscheskom kroweobraschtschenii pri radiowolnowoj bolesni po resultatam reografitscheskogo issiedowanija. Hirn- und periphere Blutzirkulation bei der Funkwellenkrankheit während geographisöcher Untersuchungen. Gigiena truda i profsabolewanija 9, S. 12
SAVITZ, D. A., E. M. JOHN & R. C. KLECHNER (1990): Magnet field exposure from electric applicanses and childhood cancer. Am. J. Epidemiol 131/5, S. 763-773
SAZEPINA, G. N., A. O. LASAREW & S. W. TULSKIJ (1980): Rasnost elektritschesklch potenzialow meshdu utschastkami koshi tscheloweka kak charakteristika fisiologitscheskogo sostojanija organisma. Die Differenz der elektrischen Potentiale zwischen Hautteilen des Menschen als Charakteristikum des physiologischen Zustands des Organismus. Biofisika 25(2), S. 330
SCHREIBER, G. H., G. M. H. SWAEN, J. M. M. MEIJERS, J. J. M SLANGEN & F. STURMANS (1993): Cancer mortality and residence near electricity transmission eyuipment. Retrospective cohort study. Internat. J. F.Epidemiol. 22/1, S. 9-10
SHUK, R. D., A. JA. CHRUPINA & T. JA. KAZNELSON (1967): Sostojanie krowotworenija u boinych ot wosdejstwija SWTSCH. Der Zustand der Blutbildung bei Kranken von der Einwirkung einnes SHF-Felds. Woprosy gematologli i Immunopatologii, S. 164
SMITH, C. W. et al. (1989): The diagnosis ant therapy of electrohypersensitivities. Clinical Ecology 6,S. 4
SOKOLOW, W. W. & N. A. TSCHULINA (1968a): Proliferazija i chromosomnye naruschenija w kletkach knstnogo mosga liz, dlitelno rabotajuschtschich w usjowijach wosdejstwija elektromagnitnych polej swerchwysokich tschastot. Die Proliferation und Chromosomenstörungen in Zellen des Knochenmarks bei Personen, die lange unter Bedingungen der Einwirkung von SHF-EMF tätig waren. Gigiena truda i biologitscheskoe dejstwie elektromagnitnych woin radiotschastot, S. 147
SOKOLOW, W. W.; N. A. TSCHULINA (1968b): Ismenenija gemopoesa pod wlijaniem elektromagnitnych polej swerchwysokich tschastot. Veränderungen der Hämopoese unter dem Einfluss von SHF-EMF. Trudy laboratorii elektromagnitnych polej radiotschastot Instituta gigleny truda i proffeionalnych sabolewanij AMN SR 3, S. 41
TICHONTSCHUK, W. S.; I. B. USCHAKOW; W. P. FEDOROW (1987): Strukturno-metabolitscheskij analis reakzii zentralnoj nerwnoj sistemy na kombinirowannoe wosdejstwie mikrowolonowogo i ionisirujuscht schego islutschenij. Die struktur-methabolische Analyse der Reaktion des zentralen Nervensystems auf die kombinierte Einwirkung von Mikrowellen- und ionisierender Strahlung. Radiobiologija 27(3), S. 361
TJASHELOWA, W. G. (1983): Kriteril porashenija pri chronitscheskom wosdejstwii elektromagnitnogo islutschenija. Kriterien der Beschädi gung bei chronischer Einwirkung des EMF. Sammelband der wissen schaftlichen Arbeiten der Akademie der Medizinischen Wissenschaften der UdSSR, Puschtschino, S. 132
WEVER, R. (1994): ELF-Effects on human circadian Rhythmus. In: Persunger, S. 101-144
WDOWIN, G. K. & T. P. OSINZEWA (1987): Sonsomotomye reakzii u rabotnikow, podwergajuschtschichsja wosdejstwiju EMP promyschlennoj tschastoty. Die sensomotorischen Reaktionen bei Arbeitern, die einem EMF mit Industriefrequenz ausgesetzt sind. Simposium Mechanismy biologitscheskogo dejstwija elektromagnitnych eslutschenij Tesisy dokladow, Puschtschino, S. 148
WOLFOWSKAJA, R. N., A. JU. OSIPOW, T. W. KOLJADA et al. (1961): K woprosu o kombinirowannom wosdejstwii polja wysoloj tschastoty i rentgenowskogo Isiutschenije w proiswodstwennych uslowijach. Zu Fragen des kombinierten Einflusses von HF-Feldern und Röntgenstrahlung unter Produktionsbedingungen. Gigiena I sanitanja 5, S. 18
WOLYNSKIJ, A. M. (1973): Die Veränderung von Herz- und Nerventätigkeit bei Tieren verschiedenen Alters unter den Einwirkung des elektromagnetischen Niederfrequenzfeldes geringer Stärke. EMF Einwirkung auf die biologischen Objekte. Veröffentlichungen der Krimer medizinischen Hochschule, Charkow 53, S. 7
WRIGHT, W. E., J. M. PETERS & T. M. MACK (1982): Leukaemia in Workers exposen to electrical and magnetic fields. Lancet, S. 1160/1

umwelt·medizin·gesellschaft · 14 · 3/2001
Seite 231