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Abkühlung - Forscher sagen lange Sonnenpause voraus

Spiegel Leser, Samstag, 18. Juni 2011, 14:37 (vor 1253 Tagen)

Quelle: www.spiegel.de

Die Sonne legt womöglich eine jahrzehntelange Verschnaufpause ein. Zu diesem Ergebnis kommen unabhängig voneinander gleich drei Forscherteams. Den Klimawandel wird das aber wohl kaum bremsen.

Die Sonne gehört zu den besten Freundinnen der Klimawandel-Skeptiker: Das Zentralgestirn beeinflusse die Temperaturen auf der Erde weit stärker als vermutet, lautet ihr Argument - und entsprechend werde der Einfluss des Menschen überschätzt. Als Beispiel muss oft das sogenannte Maunder-Minimum herhalten: Zwischen 1645 und 1715 sank die Zahl der Sonnenflecken - und damit die Strahlungsintensität der Sonne - auf einen Tiefstand. In dieselbe Zeit fielen die kältesten Jahre der Kleinen Eiszeit, die vom 16. bis 19. Jahrhundert für bitterkalte Winter sorgte.

Jetzt haben Forscher bei einem Treffen der American Astronomical Society (AAS) in Las Cruces (US-Bundesstaat New Mexico) drei unterschiedliche Studien vorgestellt, die allesamt zum gleichen Ergebnis kommen: Die Sonne steht möglicherweise wieder vor einer jahrzehntelange Verschnaufpause. Das aktuelle Maximum könnte "das letzte für ein paar Jahrzehnte sein", sagte Frank Hill vom National Solar Observatory (NSO) der USA. "Das würde alles von der Raumfahrt bis zum Erdklima beeinflussen."
Mehr:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,768731,00.html

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Studie zur kleinen Eiszeit

Wolfgang, Samstag, 03. September 2011, 18:52 (vor 1176 Tagen) @ Spiegel Leser

Studie zur kleinen Eiszeit: Geringe Sonnenaktivität kühlt das Klima nur unwesentlich ab
Die schwächelnde Sonne war nicht der bestimmende Faktor für die kleine Eiszeit. Vor allem Vulkanausbrüche sowie eine geringere Menge von Treibhausgasen in der Atmosphäre haben entscheidend zu dieser Phase kühleren Klimas im 16.und 17. Jahrhundert beigetragen, wie eine kürzlich erschienene Studie zeigt. Entsprechend kann von einer geringen Sonnenaktivität, wie sie von einigen Forschern für die kommenden Jahrzehnte erwartet wird, keine spürbare Abkühlung für das vom Menschen mit seinen Treibhausgas-Emissionen aufgeheizte Erdklima erwartet werden.

„Der Einfluss von Schwankungen der Sonnenaktivität wird oft überschätzt“, sagt Georg Feulner vom Potsdam-Institut für Klimafolgen-forschung (PIK), Autor des jetzt in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlichten Artikels. „Die neue Analyse zeigt dies für die Vergangenheit – und hieraus können wir etwas lernen für die Klimaentwicklung der Zukunft.“
Sonnenflecken sind ein sichtbares Zeichen der Sonnenaktivität. Ist ihre Zahl gering, ist auch die solare Strahlungsintensität messbar niedriger. Im späten 17. Jahrhundert befand sich die Sonne nach einer langsamen Abschwächung der Sonnenaktivität, die um das Jahr 1600 einsetzte, in einer ausgedehnten Ruhephase, dem Maunder-Minimum. Dies wird vielfach als Ursache der als kleine Eiszeit bezeich-neten Abkühlung des Erdklimas zu dieser Zeit angesehen.
Zwei Anfang des Jahres erschienene Studien haben zwei höchst unterschiedliche Werte für die Sonneneinstrahlung im Maunder-Minimum ermittelt. Die eine kommt zu dem Schluss, die solare Strahlungsintensität sei damals sehr viel geringer als heute gewesen. Die andere hat zum Ergebnis, die Sonnenintensität sei in jener Zeit lediglich genauso gering gewesen wie im außergewöhnlichen Sonnenminimum 2008/2009.
Erstmals wurde nun konkret ermittelt, wie sich diese sehr unterschiedlichen Werte für die Sonneneinstrahlung auf die Temperaturen der Nordhalbkugel in den vergangenen 1000 Jahren auswirken. Hierfür hat Feulner die Daten zur solaren Strahlungsintensität in ein Klima-modell eingespeist, also in ein komplexes Gleichungssystem, das im Computer die wichtigsten Klimaprozesse in den Weltmeeren und in der Atmosphäre simuliert. Es berücksichtigt dabei auch die Treibhausgaskonzentration und den kühlenden Effekt von Schwefelsäure-tröpfchen aus Vulkanausbrüchen. Die im Modell berechneten Temperaturen wurden dann verglichen mit den aus natürlichen Klimaarchiven wie Eisbohrkernen, Baumringen, Sedimenten und Korallen rekonstruierten Temperaturen des letzten Jahrtausends……
http://idw-online.de/de/news438563

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