Boden und Klimawandel: Zusammenhang ist größer als gedacht
Quelle: www.innovations-report.de
27.02.2012
Neue Erkenntnisse über die Rolle des Bodens als Kohlenstoffspeicher
Klimaschädliches Kohlendioxid gelangt nicht nur durch Industrie, Verkehr und Privathaushalte in die Atmosphäre.
Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Leibniz Universität Hannover hat nun gezeigt, dass andere Faktoren als bisher gedacht für die Abbaugeschwindigkeit der organischen Substanz im Boden verantwortlich sind. Ob Böden Quellen für klimaschädliche Gase sind, hängt zu einem großen Teil von der Stabilisierung der organischen Substanz im Boden ab.
Die Erkenntnisse ermöglichen genauere Prognosen der klimatischen Veränderungen, die auf uns zukommen. „Die Rolle des Bodens ist bisher in den globalen Klimamodellen nur unbefriedigend berücksichtigt, da die zugrunde liegenden Prozesse kaum verstanden sind“, sagt Prof. Georg Guggenberger, Leiter des Instituts für Bodenkunde.
Professor Guggenberger hat gemeinsam mit 13 weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von Hochschulen aus Deutschland, aus der Schweiz, den USA, England, Italien, Norwegen und Israel zwei Jahre an dem Thema geforscht. Das Team hat nun eine Zusammenschau in einem Übersichtsartikel in der Zeitschrift „Nature“ präsentiert.
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