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"Schicke lieber eine SMS als mit dem Handy zu telefonieren"

Info ‚Ćā, Samstag, 16. Dezember 2017, 17:46 (vor 278 Tagen)

www.heise.de/tp

16. Dezember 2017 ‚Äď Florian R√∂tzer

Kalifornische Gesundheitsbeh√∂rde gibt erstmals ausf√ľhrliche Empfehlungen zur Reduzierung der von Smartphone und Tablets ausgehenden elektromagnetischen Strahlung

Die kalifornische Gesundheitsbeh√∂rde hat erstmals Warnhinweise zur Verwendung von Mobiltelefonen ver√∂ffentlicht. Die haben es in sich und gehen √ľber die Empfehlungen der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) , kommen allerdings ohne ausdr√ľcklichen Hinweis auf konkrete wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Nutzung von Handys habe sich in den letzten Jahren "dramatisch" verst√§rkt, 95 Prozent w√ľrden eines besitzen. Die Mehrheit der jungen Menschen w√ľrden den Gro√üteils des Tages und w√§hrend des Schlafens die Handys bei sich haben.

Zwar sei die mit der Handy-Benutzung verbundene Aussetzung an elektromagnetischen Feldern nicht so f√ľr die Zellen oder die DNA riskant wie anderen Arten, beispielsweise R√∂ntgenstrahlen oder ultraviolette Strahlung von der Sonne, aber wissenschaftliche Studien w√ľrden darauf hindeuten, dass es "erh√∂hte gesundheitliche Risiken" gibt. Gemessen wird die Belastung des K√∂rpers anhand der spezifischen Absorptionsrate, die die aufgenommene Leistung pro K√∂rpermasse in Watt pro Kilogramm [W/kg] angibt. In Deutschland gilt ein Grenzwert von 2 W/kg, ein SAR-Wert von 0,6 Watt wird als strahlungsarm bezeichnet.

Tats√§chlich ist wissenschaftlich weiter offen, ob Langzeitwirkungen von hochfrequenter Strahlung ausgehen, insbesondere was die W√§rmeausstrahlung betrifft. Die International Agency for Research on Cancer (IARC) hat 2001 hochfrequente elektromagnetische Felder als m√∂glicherweise krebsverursachend eingestuft, die WHO erkl√§rt, dass gesundheitliche Folgen bei einer Nutzung l√§nger als 15 Jahre weiter erforscht werden m√ľssen.

Weiter hei√üt es, auch ohne Verweis auf einzelne Studien, Laborversuche und Gesundheitsstudien w√ľrden die "M√∂glichkeit" nahelegen, dass langfristige und hohe Nutzung von Handys mit der Entstehung von Krebs (Gehirnkrebs und Tumore der akustischen Nerven), der zahlenm√§√üigen und qualitativen Verschlechterung der Spermien und von Kopfschmerzen sowie Folgen f√ľr Lernen, Erinnerung, H√∂ren, Verhalten und Schlaf zu tun haben k√∂nnen. Wissenschaftler seien aber uneins, ob es √ľberhaupt gesundheitliche Risiken gibt oder wie gro√ü sie sind. Der Sinn des ver√∂ffentlichten Ratgebers sei es, trotz der Ungewissheit f√ľr diejenigen Anleitungen zu geben, die ihre Aussetzung an elektromagnetische Strahlung vermindern wollen.

Dr. Karen Smith von der kalifornischen Gesundheitsbeh√∂rde sagte dazu, man habe erkennt, "dass viele Menschen in der √Ėffentlichkeit Sorgen in Zusammenhang mit ihren Handys und dar√ľber haben, ob deren Nutzung sicher ist". Es gebe einfache Mittel, um die Strahlung f√ľr Erwachsene und Kinder zu reduzieren. So solle man das Handy nicht in den Hosentaschen mit sich f√ľhren oder es beim Schlafen "mindestens eine Arml√§nge" entfernt vom Bett hinlegen.

"Keep your phone away from your body"

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