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Die Mobilkommunikation frisst uns auf

Hesse, Mittwoch, 17. Januar 2018, 18:38 (vor 211 Tagen)

Quelle:
Basler Zeitung
28.12.2017

Die Mobilkommunikation frisst uns auf

Das smarte Phone übt eine fast unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Ein riesiger Menschenversuch ist im Gang – und wir alle nehmen daran teil. […]

Auszug:

…Welche noch nicht erkennbaren psychischen Schäden die Kleinsten davontragen, wenn sie kaum je ungeteilte Zuwendung erhalten, kann man höchstens erahnen.

…Am meisten können einem kleine Kinder leidtun, die in Begleitung von Vätern oder Müttern sind, welche andauernd am Mobiltelefon hängen. Was macht es mit einem Baby, wenn seine wichtigste Bezugsperson physisch zwar vorhanden, aber doch immer seltsam abwesend ist? Laut einer neuen wissenschaftlichen Studie trinken und schlafen Säuglinge schlechter, wenn die Eltern während der Betreuung parallel digitale Medien nutzen. Welche noch nicht erkennbaren psychischen Schäden die Kleinsten davontragen, wenn sie kaum je ungeteilte Zuwendung erhalten, kann man höchstens erahnen.

Alles will geliked und verlinkt sein

…Vor fast elf Jahren hat Steve Jobs von Apple das erste iPhone präsentiert. Seither hat das Smartphone die Welt in atemberaubenden Tempo erobert und verändert. Es gibt heute kaum mehr junge Menschen und auch immer weniger ältere Leute, die nicht pausenlos mit ihrem Handy befasst sind.

…Das Handy zerhackt den Alltag von uns allen in kleinste Konzentrationsspannen von wenigen Sekunden oder bestenfalls einigen Minuten. Sich vertieft auf etwas einzulassen oder sich gar über Stunden ungestört mit einer Sache zu befassen – das ist fast unmöglich geworden. Denn ohne Ende treffen auf dem Mobilgerät, das wir stets dabei haben, Meldungen ein – über Whats-App, Facebook, Twitter, Youtube, Instagram, Snapchat etc. Alle paar Sekunden piepst, vibriert und surrt es.

…Wie sich etwa Freundschaften und Liebschaften verändern, wenn kaum mehr je ungestörte Zweisamkeit stattfindet, weiss niemand. «Ein klingelndes Handy hat etwas Brutales», sagte der Berliner Psychologe Wolfgang Krüger gegenüber Focus. «Es bricht in eine menschliche Beziehung hinein wie kleine Kinder, die im Gespräch immer dazwischenfunken.»

Ständig auf Empfang und Abruf

…Ein riesiger Menschenversuch ist im Gang – und wir alle nehmen daran teil. Es ist ein Experiment, das niemand geplant und das keine Ethikkommission bewilligt hat. Es ist der Versuch, was mit der Psyche und der Gesundheit geschieht, wenn das Gerät mit dem schönen Design einen nicht mehr zur Ruhe kommen lässt – über Tage, Wochen, Monate. Wie sich die Gesellschaft verändert, wenn alle ständig und überall auf Empfang und Abruf sind, wissen wir, wenn überhaupt, erst in einigen Jahren.[…]

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